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Zeit

Mit dem Sesshaftwerden der Menschen in der Steinzeit bekam die Zeit eine neue Bedeutung.  Sie wurde überlebenswichtig, wenn es darum ging Wintervorräte anzulegen und den richtigen Aussaatzeitpunkt festzulegen, um die Ernte vor Wintereinbruch vom Acker zu bekommen.

Es entstanden die ersten Sonnen-Observatorien – große Kreisgebilde mit markanten Punkten für die Sonnenwende im Frühling und Herbst. Das bekannteste – weil noch erhalten – ist  Stonehenge (2.500 v.Chr.).  Das Sonnenobservatorium in Goseck in Sachsen-Anhalt wurde vor 7.000 Jahren erbaut und ist demnach 2.500 Jahre älter als Stonhenge.

Mit der Institution des Glaubens wurde die Zeit immer wichtiger – man begann die Jahre und Tage zu zählen.  Beginn der heutigen Zeitrechnung war Christi Geburt vor 2011 Jahren zogen in den Alltag der Menschen ein. Die Minuten rannen als Sandkörner durch ein Stundenglas, wir nutzen es heute noch als “Eieruhr”.

Die mechanischen Uhren bereichterten im 14. Jahrhundert  die Zeitmessung und machten so die Zeitmessung noch exakter.

Heute entscheiden Bruchteile von Sekunden über Sieg oder Niederlage im Sport.

Zeit erscheint uns immer mehr als Bedrohung, als Angriff auf unser persönliches Leben. Vergeht sie zu schnell heißt es oft: “Keine Zeit”, “Die Zeit rennt mir davon”.

Haben wir zuviel Zeit, dann müssen wir sie “totschlagen”, mitunter scheint sie “stillzustehen”. Und bei traurigen , schmerzlichen Ereignissen bemühen wir sie als Helfer, denn “Zeit heilt alle Wunden”.

Dabei ist ein Tag – egal wo und wann – immer 24 Stunden lang und eine Stunde hat immer genau 60 Minuten. Die Uhr tickt stetig im gleichen Takt, die Zeit vergeht immer im gleichen Rhythmus, unabhängig ob wir glücklich oder traurig sind.

Es ist nur unser Empfinden, was sie mal “im Fluge” vergehen  oder sie stillstehen lässt.  Wir sind es, die der Zeit eine Wertung geben, ob sie lang oder kurz ist, gut oder schlecht – es ist unsere Sicht auf die Ereignisse, die mit ihr in engem Zusammenhang stehen.

Wenn wir der Zeit die Schuld für etwas geben, dann gestehen wir uns nicht ein,  dass wir selbst die Ursache für das Scheitern sind. Es ist einfacher den “Schuldigen” in ihr zu sehen, als die Gründe dafür bei uns selbst zu suchen.

Wir wollen die Zeit beherrschen und  glauben, indem wir sie exakt messen und festhalten, lässt sie sich zwingen. Ds ist nur scheinbar so, weil wir es so sehen wollen.

Die Natur lässt sich davon nicht beeindrucken. Sie richtet sich auch heute noch nach dem Sonnenauf- und untergang, genauso wie die Menschen vor tausenden von Jahren.

Zeit bewusst leben, das verlängert sie scheinbar. Vertrödeln wir sie, wissen wir nicht, wo sie geblieben ist.

Aber letztendlich lässt sich die Zeit nur in Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft einteilen.  Was vergangen ist, lässt sich nicht ändern und was zukünftig passiert, können wir noch nicht wissen.  Aber wir können sie beeinflussen, wenn wir die Gegenwart bewusst leben, die Zeit bewusst nutzen, indem wir wahrnehmen, was im Jetzt passiert.  Wenn wir aufmerksam und achtsam im Augenblick leben, erkennen wir viel mehr, was wirklich da ist und können es aunnehmen und nutzen.

“Mit der Zeit gehen”, im Hier und Jetzt leben und damit das eigene Leben für die Zukunft gestalten – ist der leichtere Weg, als wenn wir “auf die Zeit pochen” oder die “Uhr vor – oder zurückdrehen” wollen.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit.

Liebevolle Grüße

Evi

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