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Wunder-BAR: Pfingstrosen

14-21 Wunder-BAR Pfingstrosen 

Im Moment blühen wieder überall die Pfingstrosen und ich bin begeistert von dieser Gartenblume. Anfangs sehen ihre Blütenknospen wie kleine grüne Murmeln aus – unscheinbar – nur wenn man genauer hinschaut sieht man ganz kleine Tröpfchen, die von Ameisen gern “gemolken” werden, wahrscheinlich, weil sie süß sind. Leider konnte ich keine genauen Erklärungen finden, warum die Pfingstrosen diesen Nektar ausscheiden.

Da ich leider keine im eigenen Garten habe kaufe ich mir gern ein paar Stiele und bin immer wieder überrascht, was sich aus diesen kleinen grünen kugelrunden Blütenknospen entwickelt – oder besser gesagt entblättert. Innerhalb weniger Tage wird daraus ein großer Blütenball und ich frage mich immer wieder: Woher nimmt diese Pflanze die Kraft dafür, wo sie doch nur im Wasser steht?

Dieses Jahr gibt es viele Blütenstengel mit mehreren Blütenknospen, die nacheinander blühen und ihren Duft verströmen – nicht so kräftig wie in Freiheit – aber dennoch blühen und duften sie unermüdlich.

Ferdinand Saar (1833-1906) schrieb ein Gedicht über die Pfingstrose, welches diese wunderbare Gartenblume sehr schön beschreibt:

Pfingstrose
Verhaucht sein stärkstes Düften
Hat rings der bunte Flor,
Und leiser in den Lüften
Erschallt der Vögel Chor.
Des Frühlings reichstes Prangen
Fast ist es schon verblüht –
Die zeitig aufgegangen,
Die Rosen sind verblüht.
Doch leuchtend will entfalten
Päonie ihre Pracht,
Von hehren Pfingstgewalten
Im tiefsten angefacht.
Gleich einer späten Liebe,
Die lang in sich geruht,
Bricht sie mit mächtgem Triebe
Jetzt aus in Purpurglut.
50 Tage nach Ostern feiern wir mit Pfingsten die Entsendung des Heiligen Geistes, den die Jünger von Jesus empfangen haben und es sich zur Aufgabe machten diesen Geist in die Welt zu allen Menschen zu tragen.
Die Pfingstrose erscheint mir wie eine Offenbarung eines Wunders – erst unscheinbar, entfaltet sie sich, wenn ihre Zeit gekommen ist zu einer wunderbaren Blüte, voller Fülle und einer schlichten Schönheit. Meist in zartem Rosa, Pink bis zu kräftigem dunklem Rot entfaltet die unscheinbare Pflanze zur Pfingstzeit ihre ganze Pracht – wie von unsichtbarer Kraft erfüllt.

So ist sie auch auf Gemälden zu sehen und gilt auch als Sympbol der Heilung und Schönheit.

In China hauptsächlich als Symbol von Vornehmheit und Reichtum . In der Chinesischen Gartenkunst wird die Pfingstrose eingesetzt, um  ein von Liebe erfülltes Frauenleben und die Sanftmut Bhuddas zu versinnbildlichen.

Mit diesem Hintergrund kann ich die Pfingstrosen jetzt noch mit ganz anderen Augen betrachten und mich an ihrer Schönheit und Fülle freuen.

Ich wünsche allen noch einen schönen Pfingstmontag.

Liebe Grüße

Evi

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