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Was belastet unsere Lebensfreude ?

Da liegt sie nun begraben, unsere Lebensfreude-Quelle, unter Altlasten verschüttet fließt ein kleines Rinnsal – mal hier und mal dort hervor.

Wenn wir wollen, dass diese Quelle wieder kraftvoll und klar fließt, dann müssen wir sie von den Lasten der Vergangenheit befreien. In all den Jahren haben wir uns schon so daran gewöhnt, dass wir es gar nicht so richtig gemerkt haben, dass es immer mehr wurde.

Also ist es das Beste, wenn wir ein paar Schritte zurück treten und unseren Altlastenberg anschauen – genau anschauen, was sich im Laufe unseres Lebens so angesammelt hat.

Über welche Verluste trauern wir heute noch?

Welche Verletzungen schmerzen auch nach Jahren noch?

Welche Enttäuschung macht uns immer noch traurig?

Worauf haben wir verzichtet, weil unsere Eltern oder  Partner darauf bestanden haben?

Welche Freundschaften haben wir vernachlässigt, um des lieben Friedens willen ?

So viele Fragen , deren Antworten im Raum schweben, wir sie eigentlich nicht wahr haben wollen. Und dann denken wir: „Naja, so schlimm ist es ja gar nicht.“ – und wollen alles beim Alten lassen. Aber unser Herz protestiert, es versetzt uns einen Stich und wir wissen, dass wir uns was vormachen wollen.  Am liebsten wollen wir
die Augen schließen oder davon laufen – und dann würde alles so bleiben wie
bisher und unsere Quelle würde immer mehr versiegen.

Das Einzige, was hilft ist: genau hinsehen und benennen, was wir da an Belastungen ent-decken.

Sind es die wöchentlichen Besuche bei den Schwiegereltern, die Sorge um das Geld, die Streitigkeiten in der Kindererziehung oder die zahlreichen kleinen Missverständnisse, die uns an den Rand der Verzweiflung bringen?

Erwarten wir, dass die anderen Verständnis für uns aufbringen müssen oder gehen wir auf sie zu und sprechen die Dinge an, die uns stören ?

Ansprechen – nicht meckern oder eine Bemerkung so ganz nebenbei machen. Das was uns stört klar und sachlich benennen, ohne Vorwürfe, ohne Erwartungen, sondern weil wir den Mut haben es zu benennen. Wir können dies mit einem Wunsch verbinden, wie wir es gern hätten und danach fragen, was der andere wünscht. So erfahren wir , ob es ein kleiner Schritt ist, den wir aufeinander zu gehen können – oder unüberwindliche Hindernisse.

Wir müssen nicht sofort eine Lösung finden, denn das klappt in den seltensten Fällen. Wichtig ist, dass wir dran bleiben, offen für eine gemeinsame Lösung sind. So können wir Stück für Stück von unserem Berg abtragen und somit unsere Quelle wieder zum Fließen bringen.

Das sind doch schöne Aussichten – oder ?

 

Herzliche Grüße

Evi

 

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