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Sicht-BAR: Herbstzeit

15-16 Sicht-BAR Herbst

Erschrocken habe ich festgestellt, dass ich schon über drei Monate keinen Beitrag mehr geschrieben habe.

Einerseits fehlte mir die Zeit und zum anderen war mir auch nicht so nach Schreiben zumute. Ich habe viel Zeit mit der Unterstützung meiner Eltern, vor allem mit der Pflege meines Vaters zugebracht, der inzwischen verstorben ist. Den Ausgleich habe ich dann beim Gärtnern gefunden.

Die Kartoffelernte ist überraschend reichhaltig ausgefallen, so dass ich den Spruch: “Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln” getrost auf mich anwenden kann.Die größte Kartoffel wog 469 Gramm!

Ich habe in Ermangelung eines kalten Kellers, die Kartoffeln in zwei Erdmieten gelagert. Dazu dienen mir zwei große Waschmaschinentrommeln, die ich vom Schrottplatz geholt habe. Dazu passend habe ich noch zwei Deckel gefunden.  Abgedeckt habe ich diese Erdmieten mit dicken Styroporplatten, die noch von Bauaktionen übrig waren.  Ich hoffe, dass das reicht und die Kartoffeln so vor Frost ausreichend geschützt sind und wir bis in den Winter hinein davon essen können.

Sie schmecken übrigens ausgezeichnet und finden nun fast täglich Verwendung im Speiseplan – als Pell- oder Salzkartoffeln, Stampfkartoffeln, Bratkartoffeln, für Kartoffelklöße und Kartoffelkuchen, ebenso wie Reibekuchen und Kartoffelsuppe.

Die Apfelernte neigt sich auch langsam dem Ende zu. Auch sie werden – wie jedes Jahr – zu Apfelsaft, Apfelmus und getrockneten Apfelscheiben verarbeitet.

Auch der Mangold und die Rote Bete sind prächtig gewachsen, so dass ich immer noch davon ernten kann.

Der erste Bodenfrost und die kalten Nächte hauchen den Sommerblumen das Leben aus. Sie landen in dem neu gebauten Hochbeet. Mit der Größe von 1×2 m und 1m Höhe passt ziemlich viel Material hinein. Den Abschluss bildet das Laub, was jetzt herunter rieselt.

Eine Woche haben wir auch auf der Donau verbracht, Wien, Budapest und Bratislava besucht und die Herbstlandschaft an uns vorüber ziehen lassen. Das war eine willkommene Abwechslung.

Auch mein kleiner Enkel bereitet mir viel Freude. Ich versuche ihn wenigstens einmal in der Woche zu besuchen, der mit seinen 6 Monaten auch immer lebhafter und aufmerksamer wird. Es ist wirklich erstaunlich, in welchem Tempo diese kleinen Menschenkinder die Welt erobern, lernen ihre Hände richtig zu gebrauchen und alles ganz aufmerksam beobachten und nachahmen.

Nun hat das Jahr nur noch zwei Monate. Die Zeit des Goldenen Herbstes ist fast vorbei und die stürmisch-kalte Jahreszeit hält Einzug.

Mit der Umstellung der Uhren wird es noch früher dunkel und die Tage werden sichtbar kürzer. Die Teezeit beginnt wieder und die Kerzen haben wieder Hochsaison.

So hat jede Zeit ihre schönen Seiten.

Alles Liebe

 

Evi

 

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