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Sicht-BAR: Fotografieren 2

Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten der Kamera

Es ist schon erstaunlich, wie viele Knöpfe und damit  Einstellmöglichkeiten eine  Spiegelreflexkamera hat.

Im Menü findet man die ganzen technischen Parameter und Einstellmöglichkeiten, wie Fotogröße, Feinheit des Bildes, Dateiformat und vieles mehr.

Die wichtigsten Einstellungen im Menü sind:

  • das Datum – das sollte korrekt eingegeben werden, damit man die Bilder zeitlich besser zuordnen und finden kann.
  • die Bildgröße – da sollte man die größte wählen
  • das Bild-Seitenverhältnis –  da gibt es die Auswahl zwischen 3:2 – geeignet für Normaldruck oder 16:9 für die Darstellung der Bilder am Fernsehgerät. Ich habe 3:2 eingestellt.
  • die Bildqualität – also “Standard”, “fein”, RAW – da ist die höchste, also RAW eigentlich die beste Einstellung, weil dann alle Informationen in das Bild einfließen, die wir bekommen können. Das ist vor allem für eine nachträgliche Bildbearbeitung sehr vorteilhaft. Ich habe mich dennoch für “Fein” entschieden, weil ich im Moment noch kein Programm habe, womit ich die RAW-Bilder öffnen kann – außerdem benötigen sie mehr Speicherplatz. Ich kann gut damit leben, vorerst mit der “Fein”-Einstellung zu fotografieren und zu lernen. 

Dann gibt es auch das Einstellrad, an dem man die Programme mit denen man fotografieren will einstellen kann.

  • Automatik – wenn es schnell gehen soll und die Situation eingefangen werden soll – also, wenn es mehr um Dokumentation geht  (war für uns im Fotokurs verboten :-(  )
  • Szenenprogramme – Porträt, Sport, Makro, Landschaft, Sonnenuntergang, Abendszene, Nachtaufnahme – diese Programme bieten schon Voreinstellungen, die für diese Motive gut geeignet sind
  • P-Programmautomatik, bei der nur die Blende und Verschlusszeit automatisch eingestellt werden, alle anderen Parameter sind frei wählbar. Damit kann man ISO – die Helligkeitsverstärkung entsprechend wählen, was für die Helligkeit des Bildes wichtig ist. Mit zunehmender ISO-Zahl leidet zwar die Bildqualität, aber man erhält trotz schwieriger Lichtverhältnisse noch ein brauchbares Bild.
  • A-Modus – hier können wir die Blendeneinstellung verändern. Die Blende ist auch ein Parameter, mit denen wir den Lichteinfall und damit die Helligkeit des Bildes steuern können. Die Verschlusszeit ändert sich dann automatisch, verlängert sich, je kleiner die Blende gewählt wird (weil ja weniger Licht einfällt). Für den Anfänger ist es irreführend, dass die Blendenzahl kleiner wird, je größer die Blende wird. Das muss man sich einfach merken und verinnerlichen.
  • S-Modus – hier kann man die Verschlusszeit einstellen und die Blende passt sich automatisch an. Das ist vor allem bei bewegten Motiven wichtig, wenn wir sie scharf auf das Bild bekommen wollen. Je länger die Verschlusszeit, desto größer ist die Gefahr von unscharfen Bildern, vor allem frei Hand. Aber das ist noch ein extra Thema wert – die Berechnung der Verschlusszeit, wenn man scharfe Bilder erhalten möchte.
  • M-Modus – hier kann alles manuell eingestellt werden – die Verschlusszeit, die Blende, ISO usw. Das erfordert schon einen geübten Umgang mit der Kamera. Da heißt es nur Üben und Sicherheit bei der Einstellung gewinnen.

Ich habe für mich erst mal entschieden, mich langsam und durch viel Üben an die Programme heranzutasten. Mir Zeit zu lassen und vor allem Fehler zuzulassen und daraus zu lernen.

Bei der Wahl des Programm-Modus kommt es auch darauf an, welches Motiv ich fotografieren möchte – nah oder fern – feststehend oder bewegt – hell oder dunkel – all das spielt eine Rolle für die Qualität  meines Bildes und die Aussage, die ich damit verbinden will.

Ich glaube, das ist sowieso der wichtigste Unterschied vom Knipsen zum Fotografieren – mit dem Bild eine Aussage an den Betrachter vermitteln.

Das ist noch ein langer Weg – und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 

Liebe Grüße

Evi

 

 

 

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