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Negative Gefühle nutzen

Angst, Schuld, Neid, Konkurrenz, Wut, Hass,  Neid, Missgunst,…. können uns “auffressen”. Sie können uns verbissen und missmutig werden lassen, wenn sie unser Leben bestimmen.

Sie können aber auch Signale für uns sein, die uns auf “Baustellen” hinweisen, die es noch in unserem Leben gibt.

Jede Angst, jede Schuld, jede Wut, jeder Neid hat Ursachen, die irgendwann einmal  – meist in früher Kindheit – dieses Muster in uns geprägt haben.

Immer wenn diese Gefühle in uns hochkommen ist dies ein Hinweis darauf, dass wir die tiefere Ursache noch nicht erkannt haben.  Es ist wie mit Unkraut, was wir im Garten nur durch abschneiden beseitigen wollen – es wächst um so kräftiger nach, solange wir es nicht mit der Wurzel ausgerissen haben.

Unterdrücken oder ignorieren wir unsere Angst, Wut, Schuld, … erscheinen sie als übertriebener Ehrgeiz, Beleidigtsein, Zynismus oder anderen negativen Verhaltensweisen – wie Samen des Unkrauts, die an anderer Stelle wieder aufgehen.

Wollen wir unsere negativen Gefühle loswerden, müssen wir uns ihnen stellen. D. h. wir müssen uns genau ansehen, wann und in welcher Situation bekomme ich diese Gefühle.

Wir müssen beobachten, was mit uns dabei passiert, wie wir darauf reagieren, was diese Gefühle mit uns machen.

Es sind “nur” Gefühle, ausgelöst von unbewussten Bildern und Gedanken in uns bei Ereignissen und Personen, die uns im realen Leben begegnen.  Es sind die alten Bilder und Gedanken, die uns so handeln lassen, nicht die jeweilige Person, die es auslöst.

Personen und Ereignisse sind austauschbar – die alten Muster bleiben.

Personen und Ereignisse werden sich in unserem Leben solange finden, bis wir unsere “Lektion” gelernt, die Ursachen erkannt haben.

Wenn uns die Ursachen dieser möglichen Gefühle bewusst werden, wir das Muster dahinter erkannt haben, dann ist unsere Angst, Wut, Scham, …. plötzlich nicht mehr bedrohlich.

Dann erkennen wir die Schönheit und die Kraft die in einem Unkraut, wie dem Löwenzahn steckt.

Dann wir aus Angst – MUT, aus Wut wächst LIEBE und MITGEFÜHL. Die Schuld offenbart dann unsere WÜRDE und unseren STOLZ.

Alles hat ZWEI Seiten. Auch wenn uns oft nur die eine Seite bewusst ist.

So können uns Angst, Wut, Schuld, Neid daran erinnern, dass wir die andere Seite zu sehr vernachlässigen, uns aufforden, die gute Seite davon wieder in unser Leben zu holen.

Sie können uns daran erinnern, das Liebe, Mitgefühl und Freude unser Leben bereichern und schöner machen.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, dann werden wir sie auch wieder ent-decken.

Wenn wir hinter die Fassaden schauen, werden wir erkennen, dass ein Mensch, der uns Wut und Hass entgegenbringt, arm an Liebe und Mitgefühl ist.

Wenn wir uns nicht von seiner Wut, seinem Hass anstecken lassen, sondern versuchen ihm Verständnis und Liebe zu begegnen, weil er sie braucht, dann kann seine Wut kleiner werden, hat sein Hass keine Macht über uns.

Ich weiß, dass das sehr sehr schwer umzusetzen ist, weil das eigene Ego lieber mit Verachtung darauf reagieren möchte.

Aber wenn es Euch gelingt, dann werdet Ihr Euch besser fühlen.

Ich übe es immer wieder in Situationen mit fremden Menschen, denn da fällt es mir leichter, da kann ich es besser umsetzen.

Das hilft mir dann auch im Umgang mit schwierigen Menschen in meinem unmittelbaren täglichen Umfeld. Ich bin gelassener geworden und brause nicht mehr so schnell auf, wenn sich jemand daneben benimmt, mich verletzt oder respektlos behandelt.

Gleiches mit Gleichem vergelten, bedeutet die negativen Gefühle zu verstärken, die dann letztendlich wieder auf uns zurückfallen. Das tut weder uns, noch den anderen gut.

Versuchen wir die Welt durch unser eigenes gutes Verhalten ein klein wenig besser zu machen.

Es ist immer besser bei sich selbst anzufangen, als darauf zu warten, dass andere es tun.

Alles Liebe

Evi

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