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Mitteil-BAR: Sonne & Vitamin D

05-16 Mitteil-BAR Sonne und Vitamin D

Gerade in der dunklen Jahreszeit vermisse ich die Sonne wirklich sehr.

Ich liebe die Helligkeit und Wärme, die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, das Blinzeln in die Sonne.

Sonne ist Energie tanken, pure Lebensfreude für mich.

Kein Wunder – denn nur durch die Sonne kann unsere Haut das lebensnotwendige Vitamin D bilden. Wir finden es sonst kaum in der Natur – können es nicht mit natürlicher Nahrung aufnehmen. Es wird deshalb auch als Hormon eingestuft.

Die Älteren kennen Vitamin D vor allem im Zusammenhang mit Lebertran, was ihnen als Kind mit dem großen Löffel eingeflößt wurde – damit die Knochen gut wachsen – so wurde mir als Kind gesagt. Es war als  “Knochenvitamin” bekannt, was sicherlich damit zusammen hängt, dass es  es für  die Kalziumaufnahme aus der Nahrung verantwortlich ist. Fehlt Vitamin D – so holt sich der Körper das fehlende Kalzium aus den Knochen. Vitamin D ist fettlöslich und wird im Fettgewebe und in der Skelettmuskulatur gespeichert – was unsere Knochen stützt.

Heute weiß man, dass Vitamin D noch viel mehr kann und an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist.

So weiß man heute, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheiten spielt, indem es die Bildung der weißen Blutkörperchen reguliert.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) sind für die Abwehr körperfremder Zellen – wie Bakterien, Viren, Tumorzellen, Pilze, Würmer – verantwortlich. Sie sind unsere “Gesundheitspolizei”.

Fehlt Vitamin D – das ist heute bei 80-90% der Bevölkerung der Fall – , sinkt auch die Anzahl der weißen Blutkörperchen, das heißt Krankheitserreger und Tumorzellen können sich in unserem Körper einnisten, uns krank machen.

Wir merken die Anfälligkeit unseres Körpers auch an vermehrter Müdigkeit, Leistungstiefs, Lustlosigkeit bis hin zu Depression. Auch eine Sonnenallergie kann auf Vitamin-D-Mangel hinweisen.

Deshalb ist es sinnvoll – vor allem im Winter – den Vitamin D – Gehalt im Blut bestimmen zu lassen. Auch ein verminderter Kalzium-Gehalt im Blut weist auf Vitamin D-Mangel hin.

Inzwischen gibt es die Möglichkeit Vitamin D-Präparate in der Apotheke zu kaufen, um damit seinen Vitamin D-Spiegel zu regulieren.

Über die Höhe der Vitamin-D-Gaben wird in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Die einen warnen vor zu viel – die anderen vor zu wenig Vitamin D. Da kann sich jeder selbst informieren, beraten lassen  und sich daraus seine eigene Meinung bilden.

Vor allem in der Zeit von November bis März sind die Möglichkeiten über natürliches Sonnenlicht Vitamin D zu tanken kaum gegeben. Auch die Wintersonne reicht nicht aus, da sie zu tief steht.

Die Sonne wirkt nur dann, wenn sie hoch am Himmel steht (45°) – also unser Schatten kürzer ist als wir selbst groß sind. Im Sommer ist es in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr der Fall.

Wer Vitamin D nicht einnehmen will – kann sich auch auf die Sonnenbank legen – 2-3 Mal im Monat reicht.

Durch die Verwendung von Sonnenblockern verhindern wir jedoch die Möglichkeit der Vitamin D-Bildung. Hinsichtlich eines sinnvollen Hautschutzes ist sicher auch noch ein Umdenken notwendig. Mit fehlendem Vitamin D leiste ich auch dem Hautkrebs Vorschub. Und mit stundenlangem “Braten” in der Mittagssonne überfordere ich meine Haut. Auch hier stimmen die Worte von Paracelsus: ” Die Dosis macht das Gift”.

Für die Vitamin D-Versorgung reicht es  im Sommer dem ganzen Körper (2 m² Hautfläche) 20 Minuten  Sonne zu gönnen. Je weniger Hautfläche, desto länger muss ich für die ausreichende Vitamin-D-Versorgung in der Sonne bleiben.

Egal ob die Sonne im Winter Vitamin D bilden kann oder nicht – sie tut auf alle Fälle der Seele gut und lockt uns raus in die Natur und  lässt uns tief durchatmen.

Liebe Grüße

Evi

 

 

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