Themen

Maschine Mensch

In letzter Zeit klagen viele meiner Kollegen über Kopfschmerzen und plagen sich mit Erkältungen, kommen schwer in Gang. Sich auf die jeweilige Aufgabe zu konzentrieren und ‘durchzuziehen’ fällt nicht mehr so leicht.

Mir geht es ebenso. Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die unerledigten Dinge, auch deshalb, weil wir wieder zwei neue IT-Systeme bekommen haben, die zum Teil nicht richtig laufen oder ich zu blöd bin sie richtig zu bedienen.

Das bedeutet zusätzlichen Zeitaufwand für die Anrufe bei der Hotline. Das ‘Nervenkostüm’ wird dünnhäutiger, weil der Zeit- und Leistungsdruck dadurch noch größer wird. Dazwischen Meetings und Telefonkonferenzen – die Zeit scheint davon zu laufen, die Aufgabenberge wachsen, ein Termin jagt den nächsten. Permanent treiben elektronische Meldungen und Mails zur Arbeit an, fordern immer wieder neue Aufmerksamkeit, lenken beim Abarbeiten der eigentlichen Aufgaben ab, vermitteln Ohnmacht.

Die Unzufriedenheit wächst - das ist kein gesunder Zustand.

Ich mag nicht dieses Gefühl des Ausgeliefertseins, erst recht nicht, wenn mein PC das Kommando übernimmt, diese ‘Maschine’ mich zu beherrschen versucht.

Da heißt es nur “Nerven behalten” und zwischendurch PC-Pausen einlegen und eine Pause gönnen, den Stresspegel herunter fahren.

Manches Mal habe ich das Gefühl, Teil einer “Maschinerie” zu sein, der funktionieren muss und vergesse darüber das MENSCHSEIN.

Diese moderne Kommunikationstechnik verleitet dazu, sich unterzuordnen, den Anordnungen der Programme zu folgen.

Ich ertappe mich dabei, wie die Programme mich beeinflussen, meinen Tagesablauf bestimmen, mich quasi programmieren.

Dabei war es doch so gedacht, dass wir Menschen die Maschinen beherrschen, sie uns das Leben leichter machen sollen. Wir werden vom Bediener zum Diener der Technik, ohne eigenen Willen.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir immer mehr von Maschinen – sprich PC-Programmen mit ihren Anweisungen – beherrscht werden.

Werden Science fiction Filme langsam Wirklichkeit ? Vor diesem Szenario gruselt es mich!

Aber wir haben einen eigenen Willen und damit die Wahl uns zu entscheiden, wie sehr wir das zulassen.

Deshalb erinnert mich mein elektronischer Kalender daran (den ICH programmiert habe) mich und die Menschen, die mir lieb sind, nicht zu vergesssen.

Menschen treffen und sich austauschen, sich inspirieren und miteinander kreativ sein , Begeisterung erleben und fühlen, wie gut das tut. Das ist es, was mir wieder LEBEN einhaucht.

PC sind Maschinen, die uns Energie rauben, uns auslauben, wenn sie über uns Macht bekommen. Wir sollten sorgsam mit uns umgehen und rechtzeitig den Stecker ziehen, bevor es bei uns zum Kurzschluss-sprich Burn out- kommt.

Wir müssen auf uns selbst achten, spüren, wenn es zu viel wird.

Passt auf Euch auf!

Liebe Grüße

Evi

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Archiv