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Mandalas

Schon als Kind hat mir das Malen großen Spaß gemacht.  Das ist auch heute noch so.

Gern hätte ich das Talent zum Zeichnen von meinem Vater geerbt. Er und mein Bruder gelang es mit Leichtigkeit ihre Umgebung auf das Papier zu bringen und das mit hohem Wiedererkennungswert.

Durch Zufall bin ich vor zwei Jahren auf MANDALAs gestoßen.
Die Referentin sprach von „Kraftbildern aus der Mitte“ – das Wort „Mandala“ war
ihr vielleicht zu spirituell und kindlich  besetzt.

Mit Kreisbildern – denn MANDALA heißt im Sanskrit KREIS habe ich eine gute Möglichkeit gefunden meine Liebe zu Farben und Formen so umzusetzen, dass mir das Malen Freude macht. Und das Schöne daran ist, man braucht nicht viel dazu: Zeichenpapier, Zirkel, Lineal, Buntstifte oder Tuschkasten.

Wenn ich Lust zum Malen habe, dann lege ich eine CD mit schöner beruhigender Musik ein und zeichne ein MANDALA.  Je nachdem, wie ich „drauf bin“, fließt es freihändig auf das Papier oder ich „konstruiere“ es mit verschiedenen Zirkelkreisen, Halbkreisen und Bögen. Mal ist es geprägt von rechteckigen Formen, die sehr statisch wirken und ein anderes Mal sind es Spiralen und Schwünge oder Blumen und Fantasiegebilde.

Alles ist möglich!

Und genau das ist das Wunderbare an MANDALAs – sie lassen alles zu.  Durch die Kreisform ist es am Ende immer eine „runde Sache“. Ich bekomme ein „rundes“ Ergebnis, mag es ein sehr einfaches oder kompliziertes MANDALA sein. Und das erzeugt ein gutes Gefühl. So bin ich seit zwei Jahren eine begeisterte MANDALA-Liebhaberin.

MANDALAs verzeihen alles, nehmen alles in sich auf, sind geduldig, beruhigen, inspirieren, spiegeln wider, zentrieren, begrenzen – sie sind wirklich vielseitig in ihrer Wirkung.

Deshalb kann man mit dem Malen von MADALAs nichts falsch machen.  Wichtig dabei ist lediglich, dass man daraus keinen Wettbewerb macht. Am besten ist, man folgt seinem
Bauchgefühl, lässt es einfach fließen, ohne Nachzudenken.

So sind MANDALAs ein vertrauter Teil meines Lebens geworden, denn die Kreisform hat sich in allen Bereichen des Lebens bewährt. Das Rad prägt viele Erfindungen der Menschen – ob zur Zeitmessung, Fortbewegung, als Antriebsrad – es ist nicht mehr wegzudenken.

Unser Leben ist MANDALA: Uhren, Teller, Tassen, Autos, Verkehrs-Schilder, Stifte, Säulen,…. den Kreis finden wir überall, auch in der Pflanzen – und Tierwelt. Auch die Architektur stützt sich auf die Kreisform, denn sie ist die effizienteste und stabilste Form.

So ist es verständlich, dass mich MANDALAs nicht mehr loslassen.

Beim Fotografieren ertappe ich mich dabei, dass ich von runden Motiven magisch angezogen werde sie im Bild festhalte.

Es hat für mich etwas Meditatives – es IST Meditation – wenn ich MANDALAs betrachte und male, führen sie mich doch immer in ihre Mitte und helfen mir so, auch meine Mitte zu finden.

Alles Liebe

Evi

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