Themen

Mach-BAR: Magic Cleaning III

Im dritten Kapitel geht es um die praktische Umsetzung: “Einfach: Nach Kategorien getrennt aufräumen”. Das heißt sich aus jedem Zimmer, jeden Raum, jedem Schrank, jeder Schublade alle Sachen einer Kategorie heraus suchen und in EINEM Zimmer ausbreiten. Dadurch bekommt man erst einmal einen Überblick, wie viel wir doch von dieser Kategorie besitzen.

Dann geht es los – ich muss die Entscheidung mit meinem Herzen treffen: Behalten oder Wegwerfen. Was weg kann, sofort in einen blauen Müllsack, damit es aus den Augen ist und ich nicht versucht bin doch noch das ein oder andere Stück aus Verstandesgründen zu behalten.

Aus diesem ‘Haufen’ dann jedes Stück in die Hand nehmen und spüren, ob es mich glücklich macht oder nicht,  so nach dem Motto: ‘Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.’ Es funktioniert.

Erst wenn alle aussortieren Sachen gut in Mülltüten verstaut sind geht es ans einräumen. Bei der KonMari-Methode benötigt man vor allem Schubladen. Mein Schrank besitzt davon leider nur sehr wenige. Die meisten Sachen hatte ich bisher in Schrankfächern untergebracht und die Pullover und T-Shirts dort ordentlich in zwei Reihen gestapelt. Kein Wunder, dass so manches aus der zweiten Reihe in Vergessenheit geriet.

Nun habe ich mir bei Ikea Ordnungsschubladen gekauft, die super in den Schrank passen und meine Pullover, T-Shirts, Hosen, Schals usw. dort einsortiert. Das Falten nach der KonMari-Methode geht nach einigem Üben schnell von der Hand. Anfangs hatte ich mein Lineal immer zur Hand, damit ich die Breite der zusammengelegten Sachen einhalte. Aber es klappt dann auch ganz gut ohne.

Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Falten und Einräumen so viel Freude macht. Es war fast meditativ, die Sachen mit der Hand zu glätten, entsprechend zusammenzufalten und in das Schubfach zu stellen. Es funktioniert wirklich!

Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich durch das richtige Falten sogar noch mehr Sachen in eine Schublade bekomme, als vorher. Vor allem bei den Socken ist mir aufgefallen, wie platzsparend es ist diese zusammenzufalten. So passen jetzt dünne und dicke Socken locker in ein Schubfach, was vorher nicht möglich war.

Mein Fazit: Für mich ist die KonMari-Methode (Magic Cleaning) ideal, es passt sehr gut zu mir und macht mir Freude. Ich konnte sehr gut aussortieren und loslassen. Der ‘härteste’ Job ist wirklich das Aussortieren, aber wenn man erst mal das Gefühl für ‘Loslassen’ und ‘Behalten’ da ist, dann geht es ganz flott. Wenn ich unsicher war, dann habe ich auch das ein oder andere Stück noch mal angezogen, aber da habe ich dann ganz deutlich gespürt, dass es nicht mehr bei mir bleiben will und es dann voller Dankbarkeit in den Müllsack gelegt. Für mich war es auch wichtig die Sachen ordentlich zusammengelegt in den Müllsack zu tun – aus Wertschätzung dafür, dass sie mich gut begleitet haben. Diese Arbeit nimmt die meiste Zeit in Anspruch und hat bei mir schon ein paar Stunden gedauert.  Das Einräumen habe ich dann – frisch ausgeruht – am nächsten Tag gemacht und das war auch gut so, denn auch das braucht seine Zeit und die sollte man sich beim Aufräumen nehmen, wenn es eine Fest und perfekt werden soll.

Ich habe gestaunt, wie viele Teile noch ein Preisschild hatten – die typischen Angebotskäufe – so nach dem Motto:’Für den Preis kannst du nichts falsch machen’. Dem ein oder anderen habe ich noch eine Chance gegeben, aber der Großteil landete im Müllsack. Auch eine Lehre für mich, mich von Angeboten fern zu halten.

Heute bringe ich die Sachen zur Kleiderspende und freue mich, wenn sie so noch Verwendung finden.

Ich mache auf alle Fälle weiter. Als nächstes sind die Schuhe und Taschen dran. Für mich ist diese Unterteilung ok, es wäre sonst ein zu großes Durcheinander entstanden. Für mich war die schönste Erkenntnis, dass Aufräumen wirklich Spaß machen kann, wenn man es vom MUSS befreit und sich auf die Sachen konzentriert, die uns glücklich machen und uns Freude bringen. Das spürt man dann auch beim Aufräumen.

In diesem Sinne kann ich die Magic Cleaning-Methode oder KonMari-Methode jedem empfehlen, der sich darauf einlassen kann sich beim Aufräumen auf seine Gefühle zu verlassen. Für Verstandes-Menschen wird das eher nicht zutreffen. Aber die haben dann andere Methoden.

Alles Liebe!

Evi

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Archiv