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Körpersignale

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Unser Körper ist ein Wunder, er funktioniert in Extremsituationen besser als Maschinen, vermag Lärm und Staub zu trotzen, sich Hitze und Kälte anzupassen. Er erneuert fortlaufend seine Zellen, übersteht Angriffe von Bakterien und Viren, vermag Wissen zu speichern, Erfahrungen zu sammeln, sich zu reproduzieren und damit die eigenen Art zu erhalten.

Es ist das Wertvollste, was wir besitzen – unser Leben.

Aber wie gehen wir damit um?

Autos werden gehegt, gepflegt und überholt – dafür geben wir mehr Geld aus, als für die Pflege und Erhaltung unseres Körpers.

Dabei bedarf es so wenig, um unseren Körper und Geist zu gesund zu erhalten.

Unser Körper hält uns am Leben, indem er dafür sorgt, dass wir automatisch atmen, damit alle Zellen gut mit Sauerstoff versorgt weren. Er lässt durch den regelmäßigen Schlag unseres Herzen das Blut in jede Körperzelle transportieren und trägt dazu bei, dass wir fähig sind zu essen und zu trinken, um unsere Organe und Muskeln mit Nährstoffen zu versorgen. Dadurch sind wir fähig uns zu bewegen, zu kommunizieren und Spaß zu haben.

Das tut unser Körper in jeder Sekunde unseres Lebens, ohne dass wir uns darüber Gedanken machen brauchen – er funktioniert einfach.

Wenn wir Schmerzen bekommen, dann ist das ein Signal, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, sozusagen ein Störfall eingetreten ist.

Beim Auto blinkt ein rotes Licht oder es gibt komische Geräusche von sich. Wir halten an, suchen woran es liegen könnte und fahren zur Werkstatt, wenn wir es nicht selbst beheben können.

Was machen wir, wenn wir Schmerzen haben? Meistens ignorieren wir sie, haben wir doch die Erfahrung gemacht, dass sie dann oft verschwinden. Wir denken wenig darüber nach, was die Ursache sein könnte. Wir treten eine Zeit etwas kürzer, um dann wieder wie gewohnt weiter zu machen, bis sich unser Körper wieder meldet. Aus Schmerzen werden chronische Schmerzen, Krankheiten, wenn wir die Signale unseres Körpers nicht deuten lernen. Unser Körper passt sich den Gegebenheiten an, auch wenn er damit seine Laufzeit verkürzt.

Gifte, die wir in Form von Alkohol, Nikotin oder über Nahrungsmittel aufnehmen und die er nicht abbauen kann, lagert er in der Leber, Lunge und anderen Organen ab. Überflüssiges Fett wandert ins Bindegewebe und ist dort kein Platz mehr, dann verfetten unsere Organe, Venen und Aterien “verkalken”.

Unser Körper reagiert darauf mit höheren Blutdruck, denn er will unsere Organe nach wie vor zuverlässig mit Blut versorgen. Ändern wir auch dann noch nichts an unserer Lebensweise, kommt es zu Ausfällen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetis sind die häufigsten Zivilisationskrankheiten.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass unser Körper nur so gut funktionieren kann, wie wir für ihn sorgen.

Bewusst atmen - 30 Minuten am Tag an frischer Luft – helfen unserer Lunge mehr Sauerstoff aufzunehmen. Ausreichend trinken - 2 Liter Wasser oder Kräutertee – sollten es pro Tag schon sein. Dadurch hat unser Körper die Möglichkeit Schadstoffe über die Nieren auszuscheiden. Wenn wir uns dann noch gesund ernähren, d. h. vorwiegend basische Lebensmittel, wenig Zucker, Weißmehl, Fleisch in Maßen, viel naturbelassene Lebensmittel – wie Gemüse und Obst; und uns ausreichend bewegen - Treppe steigen, laufen oder Fahrrad fahren anstelle das Auto. Das dankt uns das unser Körper mit mehr Vitalität, Kraft und Ausdauer.

“In einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist” wusste schon Goethe zu berichten.

“Ein gesunder Geist sorgt für einen gesunden Körper” trifft heute mehr zu.

Mit der Zunahme von psychischen Erkrankungen, psychosomatischen Beschwerden, Erschöpfung, Burn out und Depressionen hat sich das Krankheitsbild in der Gesellschaft gewandelt.

Werden körperliche Beschwerden mittels Blutbild und EKG diagnostiziert und mit Medikamenten behandelt (vertuscht), ist dies bei psychischen Beschwerden nicht so einfach “nachweisbar”.

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Geschichte, hat Verletzungen, Demütigungen erlebt und verdrängt. Diese Geschichte wiederholt sich auf verschiedene Weise, solange, bis wir aufhören alte Muster zu wiederholen, bis wir verdrängte Gefühle endlich zulassen, sie fühlen und wahrnehmen, dass es sie gibt.

Was verbindet uns mit diesen Gefühlen, dass sie immer wieder kommen, spätestens dann, wenn wir glauben sie erfolgreich verdrängt zu haben. Welche Bilder und Gedanken hängen daran, lassen uns nicht los.

Erst wenn wir uns dem stellen, kann unser Geist die Last loslassen – Belastungen, die krank machen.

Im Laufe unseres Lebens wächst mit zunehmender Gefühlskälte ein Eisberg in uns, gespeist von Erlebnissen, Erfahrungen, Informationen, Gesprächen, Begegnungen, …. , der unser Leben bestimmt. Die Spitze des Eisberges, die von außen sichtbar ist, das sind unsere bewussten Erfahrungen. Die kennen wir und beziehen sie aktiv in unser Leben ein.

Den größten Teil, die unbewussten Informationen, sind es, die den Hauptteil ausmachen und unser Leben tatsächlich bestimmen. Nur ist uns das nicht bewusst.

Bei allen “Störfällen” in unserem Leben sollten wir auf Tauchgang gehen und uns unserem Unbewussten nähern. Wir können diesen Eisberg in uns zum Schmelzen bringen, wenn wir bereit sind ihn von allen Seiten zu betrachten, ihn trocken zu legen und sichtbar zu machen. Das ist nicht angenehm, abr es erleichtert uns das Leben, je weniger wir mit uns in Zukunft rumschleppen müssen  – ob bewusst oder unbewusst.

Schmerzen und Krankheiten werden uns solange daran erinnern, bis wir unser Leben wirklich zum Guten ändern.

Packen wir’s an, gönnen wir unserem Körper in 2012 viel Gutes.

Alles Gute!

Evi

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