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Gründonnerstag

Heute am Gründonnerstagabend hat Jesus Christus mit seinen 12 Jüngern das letzte Mal zu Abend gegessen.
Warum er Gründonnerstag heißt, darüber gibt es mehrere Auslegungen.
Die Einen glauben es kommt von dem Wort ‘greinen’ - was soviel wie weinen, trauern bedeutet und die Anderen schreiben der Farbe Grün die Hoffnung zu, Neuanfang durch das neue Grün, welches im Frühling sprießt.
Gerade nach der langen Fastenzeit, war das frische Grün als Speise willkommen.
Grünem Gemüse, den frischen Trieben werden besondere Kräfte und Heilwirkung zugesprochen.
Manche haben Gründonnerstag auch für die Aussaat genutzt, weil man besonders reichen Ertrag von an diesem Tag Gesätem erwartete.
Auch den an Gründonnerstag gelegten Eiern wird eine besondere Kraft nachgesagt. Diese werden Ostersonntag in der Kirche geweiht und anschließend auf dem Feld oder an der Hauswand als Schutz vor Unheil vergraben.
Dem Ei als Symbol der Fruchtbarkeit wird zur Osterzeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Vor allem die Oberlausitz ist stark geprägt von der Osterzeit. Dort gibt es besonders viele Bräuche und Sitten zur Osterzeit, die von den dort lebenden sorbischen Familien gepflegt werden. Weltbekannt sind die kunstvoll verzierten Ostereier.
Während des frühen Gottesdienstes läuten noch einmal alle Glocken, um dann bis zur Osternacht (Karsamstag auf Ostersonntag) zu schweigen. Der Volksglaube sagt, dass in dieser Zeit die Glocken nach Rom fliegen, um geweiht zu werden.
Danach ziehen die Jüngsten mit Klappern und Ratschen von Haus zu Haus und sammeln für den ‘Bettelsack’ Süßigkeiten und andere Kleinigkeiten.
Auch in vielen anderen Regionen ersetzen während dieser Zeit Ratschen und Klappern die Glocken, auch in dem Glauben die bösen Geister zu vertreiben.
So  ist es auch heute noch Brauch an Gründonnerstag besonders grünes Gemüse und grüne Wildkräuter an diesem Tag zu essen, wegen der besonderen Wirkung, die ihm zugesprochen wird.
Junge Triebe der Brennessel, von Giersch, Vogelmiere, Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Sauerampfer, Bärlauch und Taubnessel werden zu einer Gründonnerstagssuppe verarbeitet.
Vielleicht kommt auch daher die Redewendung: “Ach du grüne Neune!”
Nach der langen Fastenzeit, wurde mit dieser vitamin- und mineralreichen Kräutersuppe das Fasten gebrochen
Hier ein Rezept zum Ausprobieren: Gründonnerstagssuppe
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Klaus-Uwe Gerhard /pixelio.de

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