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Gefühle – Teil II

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In Teil I konntet Ihr lesen, dass Gefühle ge-fühlt werden wollen. Die beschriebene Übung hilft uns mental unsere negativen Gefühle anzunehmen, zu akzeptieren und loszulassen.

Wir können uns Gedanken über unsere Gefühle machen, sie beleuchten.

Negative Gedanken und Bilder werden in positive verwandelt: z. B. Prüfungsangst, die Angst, dass mir nichts einfällt. Ich sage mir: Ich habe mich gut vorbereitet, ich weiß auf die meisten Fragen eine Antwort, ich werde auf alle Fragen eine Antwort geben. Ich stelle es mir bildlich vor, dass ich die Prüfung erfolgreich bestehe.

Wir müssen unserem Gehirn neben unseren negativen Gedanken (‘mir fällt nichts ein’) auch den positiven Gedanken dazu anbieten (‘ich weiß auf jede Frage eine Antwort’). Dann hat unser Gehirn die Chance zu wählen und entscheidet sich letztlich für den Gedanken, der ein gutes Gefühl erzeugt. Wir müssen unserem Gehirn diese Chance geben und das können wir nur, wenn wir BEIDE Gedanken zulassen, also den negativen UND den guten. Nur so kann unser Gehirn wählen und wird sich für die gute Alternative entscheiden. Letztendlich wählen wir im praktischen Leben auch lieber das aus, was uns gut tut, oder wir wollen absichtlich leiden.

Ich finde diese Methode von Martin Weiss einfach genial. Sie ist jederzeit anwendbar. Wenn ein negatives Gefühl in uns hoch kommt: kurz innehalten, Gefühl wahrnehmen, es benennen, zulassen, Möglichkeiten zum loslassen  in Betracht ziehen und es dann in Liebe ziehen lassen.

Je häufiger wir diese 4 Fragen anwenden, desto schneller lösen sich die negativen Gefühle auf – unser Gehirn ist clever und wird immer effizienter beim Auflösen.

Allein das Zulassen können von negativen Gefühlen verursachte ‘Erdrutsche’ von meiner Seele.Ich habe meine Angst angenommen, sie angesehen, wie sie da aufgebläht vor mir war, mich ohnmächtig werden ließ, nur weil sie da war. Irgendwann habe ich mich dieser Angst gestellt, war mir einfach alles egal, schlimmer konnte es nicht kommen. Die Aussicht auf bessere Zeiten, wenn ich diese Angst einfach hinter mich bringe, hat mich  ruhig und mutig gemacht. Das hat sich auf mein Verhalten übertragen und die Bedrohungen, die mir die Angst gemacht hatten lösten sich auf, weil sie vor allem in meinem Kopf existierten. Als ich aufhörte alles auf mich zu beziehen, es zu bewerten und mich damit zu verurteilen – als ich aus diesem Kreislauf ausgebrochen bin und die Dinge einfach so wahrgenommen habe wie sie waren, ist mein Leben um ein Vielfaches leichter geworden.

Es wäre sicher schneller mit der Methode von Martin Weiss – der Beantwortung der 4 Fragen gegangen, aber wichtig ist – es funktioniert, wenn wir uns unseren Gefühlen stellen und die schlechten Gedanken dahinter loslassen.

Mir hat es meine Lebensfreude wiedergebracht und vieles mehr.

Viele Grüße

Evi

 

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