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Erreich-BAR: Der Sinn des Lebens

16-02 Erreich-BAR Der Sinn des Lebens

Ja, das ist ein großes Thema – Der Sinn des Lebens – besser gesagt, über den Sinn meines Lebens, das was noch kommt, nachzudenken.

Schließlich habe ich schon zwei Drittel meines Lebens gelebt und kann daran nichts mehr ändern. Aber das Drittel, was noch vor mir liegt, das möchte ich sinnvoll leben.

Diesem Abschnitt des Lebens seinen besonderen Sinn geben. Da geht es nicht mehr um Karriere, Kindererziehung und Jagd nach Erfolgen. Im letzten Drittel des Lebens geht es – meiner Meinung – darum, die Früchte dessen zu ernten, was man im bisherigen Leben erreicht hat, die Erfahrungen zu nutzen, die man gemacht hat und sich auf den Kern des Lebens wieder besinnen – nämlich zu leben.

Viele nehmen es sich zwar vor: “Arbeiten, um leben zu können – aber nicht leben, um zu arbeiten” – aber das ist in einer schnelllebigen, ergebnisorientierten Welt nicht so einfach. Inzwischen werden wir so von den elektronischen Medien beherrscht und kontrolliert, dass man über Science fiction Filme früherer Zeiten nur lächeln kann.

Gut, dass dieser Abschnitt nun hinter mir liegt und ich mich “nur” noch um mein Leben kümmern brauch.

Wenn man ein ganzes Arbeitsleben hinter sich hat, davon geprägt ist, fällt es gar nicht so leicht, sich wieder auf die eigenen Bedürfnisse zu beSINNen. War doch das Leben davon bestimmt, es allen anderen recht zu machen. Und irgendwann ist das Bedürfnis, es den anderen recht zu machen – zum Antrieb meines Lebens geworden, war Hauptbestandteil meines beruflichen Lebens. Und wenn ich Glück hatte, bekam ich Lob und Anerkennung dafür.

Und jetzt muss ich dieses Bedürfnis “Es anderen recht zu machen” ablegen, es hindert mich nur daran zu meinen Bedürfnissen zu gelangen.

Ich will, dass es mir gut geht, will meine tiefsten inneren Bedürfnisse – die ich inzwischen so verschüttet habe – wieder finden und mich um sie kümmern, aus ihnen Energie beziehen und meinem letzen Lebensdrittel noch einmal so richtig Schwung geben kann.

Da sind auch noch die alten Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die durch die Gesellschaft geprägt sind, dass Menschen in der zweiten Lebenshälfte nicht mehr aktiv sind, zu nichts mehr nütze sind – eigentlich überflüssig sind.

Aber genau die Zeit nach einem erfolgreichem Arbeitsleben ist die Zeit, in der die Generation der 60 bis 70 Jährigen noch fit und aktiv ist und sich noch ein paar Wünsche erfüllen kann.

Es ist schwieriger sich auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu konzentrieren, als die Wünsche und Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Ist schon ver-rückt.

Da werde ich noch mal ganz tief in mich gehen und nach meinen Wünschen und Bedürfnissen forschen – also die wirklichen und nicht nur Pseudowünsche.

Mal sehen, was daraus wird.

 

Ganz liebe Grüße

Evi

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