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Erleb-BAR: Weihnachten

16-09-weihnachten

Wieder ist die Adventszeit wie im Fluge vergangen, obwohl es dieses Jahr fast funf Wochen waren.

Diese Zeit soll uns auf Weihnachten einstimmen. Vorfreude auf ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest im Kreise der Familie und mit Freunden.

Dies wurde jäh unterbrochen durch den Anschlag in Berlin, bei dem 12 Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche verletzt wurden.

All diesen Menschen gilt mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl – und es wird noch lange dauern, bis die Betroffenen die Endgültigkeit dessen begreifen.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er damit umgeht.

Dennoch ist es für mich gerade in solchen Situationen so wichtig, nicht in Ohnmacht zu verfallen, in eine Lethargie und Bewegungslosigkeit. Mein Wunsch ist, dass wir uns unsere Lebensfreudebewahren  und die aller Verstorbenen mit uns tragen. Ich denke, sie würden es wollen, dass wir aufrecht trauern und nach vorn schauen.
Da ich ursprünglich aus dem Erzgebirge komme, ist Weihnachten für mich DER Höhepunkt des Jahres und der wird in unserer Familie zelebriert, auch wenn wir seit Jahren 300 km von unserer Heimat entfernt wohnen.

Wir waren in diesem Jahr auf zwei Weihanchtsmärkten im Erzgebirge  – einmal in Annaberg-Buchholz und zwei Wochen später in Seiffen, einem Ort ind dem seit Jahrzehnten traditionell Holz-Spielzeug,  Räuchermänner, Pyramiden und diverse Figuren für die Dekoration im eigenen Wohnzimmer – es ist eine Vielfalt, die ich so auch nicht in Annaberg-Buchholz gefunden habe.

Weihnachtsmärkte verbreiten diesen typischen Weihnachtsgeruch nach Glühwein, gebrannnten Mandeln, Zuckerwatte und kandierten Äpfeln. Ich liebe diesen Geruch!

Morgen ist nun der Heilige Abend und er wird in den Familien ganz unterschiedlich gefeiert.

Ich werde am Nachmittag wieder die Nachbarkinder als Weihnachtsmann besuchen. Sie haben schon Gedichte gelernt und gebastelt. Es ist jedes Mal eine Freude in  ihre großen Augen zu schauen, ihre Aufgeregtheit zu spüren. Wenn ich dann über ihre guten Taten und auch über das spreche, was noch besser werden könnte, dann ist solcher Respekt da und Demut – da weiß ich, dass es in allen Familien einen Weihnachtsmann geben sollte, der sozusagen ein Resümee über das Jahr zieht und die Kinder lobt. Das hinterlässt immer sehr große Wirkung.

Wieder zu Hause ist dann Eile geboten, denn die Gans bruzelt in der Röhre und die Klöße müssen zubereitet, das selbstgemachte Sauer- und Rotkraut zubereitet werden. DenTisch habe ich schon vorher gedeckt.

Punkt 18 Uhr wird dann gegessen und alles mit dem erzgebirgischen Steigerlied eingeläutet. So ist es bei uns seit Jahrzehnten Brauch und so haben wir es auch an unsere Kinder weiter gegeben.

Ich freue mich auf diesen Heiligen Abend, denn es ist wird ein besinnlicher Abend werden. Wir essen gemeinsam und schenken uns Zeit und Aufmerksamkeit. Im Anschluss wird gewichtelt – jeder hat ein kleines Geschenk in den Sack getan und es wird gewürfelt. Dabei haben wir alle viel Spaß. Wir ersparen uns so den Stress des Geschenkebesorgens und wohmöglich Umtauschens. Seit wir das machen, ist die ganze Adventszeit entspannter und der Weihnachtsabend auch.  Am Ende des Abends geht dann jeder zufrieden zu Bett.

Wir haben uns das wichtigste geschenkt – Liebe und Aufmerksamkeit.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest, einen besinnlichen Heiligen Abend.

 

Herzliche Grüße

 

Evi

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