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Erleb-Bar: Wie die Zeit vergeht

16-04 Erleb-BAR Wie die Zeit vergeht

Ein viertel Jahr ist seit meinem letzen Blogartikel vergangen – eine Zeit, die dennoch sehr angefüllt war mit Veränderungen.

Das Haus meiner Eltern ist verkauft, wurde leer geräumt und so viel wie möglich zur weiteren Verwendung verschenkt. Das ist uns auch ganz gut gelungen. Fast alles, was in den Schränken war ist an die Franziskaner gegangen für sozial schwache Familien und Obdachlose. Die Möbel hat eine Initiative abgeholt, die Flüchtlinge unterstützt eigene Wohnungen einzurichten. Das was uns “lieb und teuer” war, haben wir behalten – immer noch viel zu viel, wofür ich eigentlich gar keinen Platz habe. Da wird noch mal ein Aussortieren notwendig werden.  Aber im Moment musste ich diesen Umweg gehen, aus dem Bedürfnis heraus so viel wie möglich von dem, was meine Eltern hinterlassen haben in ihrem Andenken zu bewahren. Der Abschied von meinem Elternhaus ist mir sehr schwer gefallen und irgendwie hatte ich das Gefühl mit dem Aufheben von Dingen, womit so viel Erinnerung verbunden ist, hilft mir darüber besser hinweg. Ich brauche halt diesen Umweg und Zeit, diesen Abschied zu verarbeiten. Ich bin auch sehr dankbar, dass meine Familie dafür volles Verständnis hat. Die Pflege des Gartens meiner Eltern und das in Ordnung halten des Hauses fällt nun weg und das bedeutet auch Zeitgewinn für mich. Dennoch habe ich es sehr genossen noch einmal alles in ihrem Sinne zu tun – die Blumenbeete zu hegen, Tomaten, Gurken und Bohnen anzupflanzen aus den ersten Äpfeln Saft zu machen. Auch die Hecken wurden noch einmal geschnitten. Der Pool wurde auch von mir genutzt – vor allem nach der Gartenarbeit war das eine willkommene Erfrischung.

Zum Abschied hatten wir noch alle Nachbarn zu einem Grillabend eingeladen. Ich war sehr angenehm überrascht, dass alle die Einladung gern angenommen haben und so war es ein sehr schöner und unterhaltsamer Abend. Sie haben von ihren Erlebnissen mit den Eltern berichtet. Auch ihnen werden sie fehlen. Überhaupt war zu spüren, dass ihnen diese Zusammenkunft als Nachbarn sehr gut getan hat – etwas, was zu Lebzeiten meiner Eltern leider nicht stattfand. Da blieb es immer beim Plausch über den Gartenzaun. Vielleicht finden solche Abende in Zukunft ab und an statt – denn ein Nachbar hat spontan für die nächste Zusammenkunft eingeladen.

Inzwischen geht mein Enkelsohn in die Krippe und wir holen ihn täglich ab, damit der Tag nicht so lang für ihn wird, gerade in der Anfangszeit ist es doch anstrengend für ihn. Es ist sehr schön mitzuerleben, wie er sich entwickelt, immer wieder Neues lernt und uns überrascht. Wir nehmen seine Entwicklung viel aufmerksamer wahr, als wir es bei den eigenen Kindern gemacht haben – da waren wir einfach noch zu sehr mit Arbeit beschäftigt und all den anderen Pflichten, die man als Eltern hat. Als Großeltern lassen wir alles stehen und liegen, da sind wir nur Oma und Opa. Wir genießen diese Zeit, die so schnell vorbei sein wird.

Sommerzeit ist Grillzeit und so bleibt auch das Partyzelt über den Sommer in unserem Garten aufgebaut für kleine geplante und sponate Feste. Auch unser Flammkuchenofen hat sich bewährt. Es geht so schnell ihn anzuheizen, Fladen mit Schmand, Zwiebeln und Schinkenwürfel zu belegen und innerhalb weniger Minuten im Ofen zu backen. Zur Brombeerzeit haben wir dann die süße Variante probiert – einfach Brombeeren gepflückt, die am Feldrain wachsen, auf den Schmand gelegt, gebacken und am Ende Zucker darüber gestreut. Einfach lecker!

Gartenarbeit ist mir nach wie vor ein Bedürfnis. Nach der Erdbeerernte im Juni, ernten wir nun Tomaten,  Zucchini und Kürbisse und erfreuen uns an den Sommerblumen. Auf das Sammeln von Blaubeeren und Brombeeren habe ich dieses Jahr verzichtet, die Marmeladen vom letzten Jahr sind noch nicht aufgebraucht.

Inzwischen neigt sich der Sommer dem Ende, das merke ich auch an den Spinnweben, die den Altweibersommer ankündigen. Dann beginnt der Herbst und die Tage werden wieder sichbar kürzer.

Ich liebe diesen Jahreslauf mit all den Veränderungen in der Natur. Das macht mir den Ablauf der Zeit sehr bewusst, wie schnell ein Jahr vergeht.

Aber erst mal werde ich noch die letzten schönen Sommertage genießen, Sonne tanken und damit meinen Vitamin D-Spiegel auffüllen, um gut durch die dunkle Jahreszeit zu kommen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Zeit.

 

Liebe Grüße

Evi

 

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