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Siebenschläfertag

Heute – am 27. Juni - haben besonders viele das Wetter beobachtet, denn es war Siebenschläfertag!

Warum gerade der kleine Nager für das Sommerwetter herhalten soll ?

Er hat diesen Namen bekommen, weil er sieben Monate schläft. Er  wurde  mit einer Legende - die sieben Schläfer aus Ephesus – aus dem Jahr 251 in Verbindung gebracht.   Zu dieser Zeit haben sieben junge Männer in einer Höhle vor einer Glaubensverfolgung Schutz gesucht. Der Zugang der Höhle wurde verschlossen, sie starben nicht, sondern schliefen bis der Zugang der Höhle am 27. Juni 446 – genau 195 Jahre  später – auf der Suche nach Baumaterial entdeckt wurde. Sie wachten auf, um kurze Zeit später für immer die Augen zu schließen.

So wie das Wetter an diesem Tag war – so  wird es in den nächsten sieben Wochen bleiben. Nicht gerade tröstlich, denn heute war es ziemlich ungemütlich mi 18 Grad, bewölkt und regnerisch.

So ist es ein Trost, dass Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 eine Kalenderkorrektur um 10 Tage vorgenommen hat – da der alte Kalender die Schaltjahre nicht berücksichtigt hatte.

Somit wäre dann der 7. Juli der wirkliche “Siebenschläfertag” und die Wetterexperten orientieren sich an die Wetterlage, die in den zehn Tagen zwischen dem 27. Juni und 7. Juli herrscht.

Dann mal die Daumen drücken für die nächsten 10 Tage !

In der Hoffnung auf besseres Wetter -

Herzliche Grüße

Evi

 

 

Maschine Mensch

In letzter Zeit klagen viele meiner Kollegen über Kopfschmerzen und plagen sich mit Erkältungen, kommen schwer in Gang. Sich auf die jeweilige Aufgabe zu konzentrieren und ‘durchzuziehen’ fällt nicht mehr so leicht.

Mir geht es ebenso. Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die unerledigten Dinge, auch deshalb, weil wir wieder zwei neue IT-Systeme bekommen haben, die zum Teil nicht richtig laufen oder ich zu blöd bin sie richtig zu bedienen.

Das bedeutet zusätzlichen Zeitaufwand für die Anrufe bei der Hotline. Das ‘Nervenkostüm’ wird dünnhäutiger, weil der Zeit- und Leistungsdruck dadurch noch größer wird. Dazwischen Meetings und Telefonkonferenzen – die Zeit scheint davon zu laufen, die Aufgabenberge wachsen, ein Termin jagt den nächsten. Permanent treiben elektronische Meldungen und Mails zur Arbeit an, fordern immer wieder neue Aufmerksamkeit, lenken beim Abarbeiten der eigentlichen Aufgaben ab, vermitteln Ohnmacht.

Die Unzufriedenheit wächst - das ist kein gesunder Zustand.

Ich mag nicht dieses Gefühl des Ausgeliefertseins, erst recht nicht, wenn mein PC das Kommando übernimmt, diese ‘Maschine’ mich zu beherrschen versucht.

Da heißt es nur “Nerven behalten” und zwischendurch PC-Pausen einlegen und eine Pause gönnen, den Stresspegel herunter fahren.

Manches Mal habe ich das Gefühl, Teil einer “Maschinerie” zu sein, der funktionieren muss und vergesse darüber das MENSCHSEIN.

Diese moderne Kommunikationstechnik verleitet dazu, sich unterzuordnen, den Anordnungen der Programme zu folgen.

Ich ertappe mich dabei, wie die Programme mich beeinflussen, meinen Tagesablauf bestimmen, mich quasi programmieren.

Dabei war es doch so gedacht, dass wir Menschen die Maschinen beherrschen, sie uns das Leben leichter machen sollen. Wir werden vom Bediener zum Diener der Technik, ohne eigenen Willen.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir immer mehr von Maschinen – sprich PC-Programmen mit ihren Anweisungen – beherrscht werden.

Werden Science fiction Filme langsam Wirklichkeit ? Vor diesem Szenario gruselt es mich!

Aber wir haben einen eigenen Willen und damit die Wahl uns zu entscheiden, wie sehr wir das zulassen.

Deshalb erinnert mich mein elektronischer Kalender daran (den ICH programmiert habe) mich und die Menschen, die mir lieb sind, nicht zu vergesssen.

Menschen treffen und sich austauschen, sich inspirieren und miteinander kreativ sein , Begeisterung erleben und fühlen, wie gut das tut. Das ist es, was mir wieder LEBEN einhaucht.

PC sind Maschinen, die uns Energie rauben, uns auslauben, wenn sie über uns Macht bekommen. Wir sollten sorgsam mit uns umgehen und rechtzeitig den Stecker ziehen, bevor es bei uns zum Kurzschluss-sprich Burn out- kommt.

Wir müssen auf uns selbst achten, spüren, wenn es zu viel wird.

Passt auf Euch auf!

Liebe Grüße

Evi

Guten Rutsch ins Neue Jahr!

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Es ist wieder soweit, das Alte Jahr wird verabschiedet und das Neue Jahr voller Hoffung und Wünsche erwartet.

Anlass zurückzublicken, was uns das Alte Jahr gebracht hat, was wir erreicht haben.

Die Einen schauen voller Wehmut zurück, erinnern sich an schöne Momente.

Die Anderen sind froh, dass sie das alte Jahr hinter sich lassen können.

Wie es auch sei, wir sind es, die Chance haben aus dem Neuen Jahr das Bestmögliche für uns zu machen.

Gehen wir voller Zuversicht und Vertrauen in 2012, dass wir es schaffen, die kommenden Herausforderungen zu meistern, denn jammern hilft nicht.

Besinnen wir uns auf unsere Stärken und Talente und schauen, was uns de nächsten 12 Monate erwartet.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

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Herzliche Grüße

Evi

Weihnachtszeit

Weihnachtszeit ist auch eine Zeit des Wünschens, weil es Brauch ist sich am Heiligabend zu beschenken.

Wir wünschen einander alles Gute und überreichen meist gekaufte Geschenke. In Gedanken haben wir uns ein preisliches Limit gesetzt und wählen dann aus dem Überangebot des Handels das vermeintlich passende aus.

In manchen Familien ist das Weihnachtsfest zu einem “Warentausch” geworden, weil es inzwischen so erwartet wird.

Die selbstgemalten Wunschzettel werden immer seltener.

Mit wenigen Klicks im Internet landen Geschenke im virtuellen Warenkorb und sind wenige Tage später zu Hause.

Großeltern schenken inzwischen lieber Geld, weil sie nicht wissen, was gerade “in” ist.

Auch ich habe solche Weihnachtsfeste vielfach “zelibriert”. Die Anspannung durch die Erwartungen, die solch ein Weihnachtsfest produziert, haben mich immer belastet.

Seit Jahren schenken wir uns Zeit, die wir im Advent gemeinsam mit Kekse backen verbringen. Am 4. Advent treffen wir uns traditionell zum “Hutzenabend”-einer Tradition  aus dem Erzgebirge. Bei Kaffee, Glühwein und selbstgebackenen Keksen werden Nüsse geknackt, Handarbeiten gemacht und Geschichten in Mundart vorgelesen. Jeder bringt etwas mit, so dass es kein großer Aufwand ist.

Es ist einen schöne Zeit, die wir miteinander mit viel Spaß und  Anekdoten erzeählend verbringen.

Auch der Weihnachtsabend ist wieder zum Heiligen Abend bei uns geworden, seit wir die Zeit für uns als das schönste Geschenk wieder entdeckt haben.

Klar gibt es auch noch Geschenke, aber dies sind eher liebevolle Kleinigkeiten, die im Laufe der Zeit “verbraucht” werden oder Zeit für gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse.

Das hat sich ganz gut bewährt in unserer Familie und seitdem freue ich mich wieder auf Weihnachten, weil ich mich wirklich entspannen kann.

Alles Liebe

Evi

Zeit

Mit dem Sesshaftwerden der Menschen in der Steinzeit bekam die Zeit eine neue Bedeutung.  Sie wurde überlebenswichtig, wenn es darum ging Wintervorräte anzulegen und den richtigen Aussaatzeitpunkt festzulegen, um die Ernte vor Wintereinbruch vom Acker zu bekommen.

Es entstanden die ersten Sonnen-Observatorien – große Kreisgebilde mit markanten Punkten für die Sonnenwende im Frühling und Herbst. Das bekannteste – weil noch erhalten – ist  Stonehenge (2.500 v.Chr.).  Das Sonnenobservatorium in Goseck in Sachsen-Anhalt wurde vor 7.000 Jahren erbaut und ist demnach 2.500 Jahre älter als Stonhenge.

Mit der Institution des Glaubens wurde die Zeit immer wichtiger – man begann die Jahre und Tage zu zählen.  Beginn der heutigen Zeitrechnung war Christi Geburt vor 2011 Jahren zogen in den Alltag der Menschen ein. Die Minuten rannen als Sandkörner durch ein Stundenglas, wir nutzen es heute noch als “Eieruhr”.

Die mechanischen Uhren bereichterten im 14. Jahrhundert  die Zeitmessung und machten so die Zeitmessung noch exakter.

Heute entscheiden Bruchteile von Sekunden über Sieg oder Niederlage im Sport.

Zeit erscheint uns immer mehr als Bedrohung, als Angriff auf unser persönliches Leben. Vergeht sie zu schnell heißt es oft: “Keine Zeit”, “Die Zeit rennt mir davon”.

Haben wir zuviel Zeit, dann müssen wir sie “totschlagen”, mitunter scheint sie “stillzustehen”. Und bei traurigen , schmerzlichen Ereignissen bemühen wir sie als Helfer, denn “Zeit heilt alle Wunden”.

Dabei ist ein Tag – egal wo und wann – immer 24 Stunden lang und eine Stunde hat immer genau 60 Minuten. Die Uhr tickt stetig im gleichen Takt, die Zeit vergeht immer im gleichen Rhythmus, unabhängig ob wir glücklich oder traurig sind.

Es ist nur unser Empfinden, was sie mal “im Fluge” vergehen  oder sie stillstehen lässt.  Wir sind es, die der Zeit eine Wertung geben, ob sie lang oder kurz ist, gut oder schlecht – es ist unsere Sicht auf die Ereignisse, die mit ihr in engem Zusammenhang stehen.

Wenn wir der Zeit die Schuld für etwas geben, dann gestehen wir uns nicht ein,  dass wir selbst die Ursache für das Scheitern sind. Es ist einfacher den “Schuldigen” in ihr zu sehen, als die Gründe dafür bei uns selbst zu suchen.

Wir wollen die Zeit beherrschen und  glauben, indem wir sie exakt messen und festhalten, lässt sie sich zwingen. Ds ist nur scheinbar so, weil wir es so sehen wollen.

Die Natur lässt sich davon nicht beeindrucken. Sie richtet sich auch heute noch nach dem Sonnenauf- und untergang, genauso wie die Menschen vor tausenden von Jahren.

Zeit bewusst leben, das verlängert sie scheinbar. Vertrödeln wir sie, wissen wir nicht, wo sie geblieben ist.

Aber letztendlich lässt sich die Zeit nur in Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft einteilen.  Was vergangen ist, lässt sich nicht ändern und was zukünftig passiert, können wir noch nicht wissen.  Aber wir können sie beeinflussen, wenn wir die Gegenwart bewusst leben, die Zeit bewusst nutzen, indem wir wahrnehmen, was im Jetzt passiert.  Wenn wir aufmerksam und achtsam im Augenblick leben, erkennen wir viel mehr, was wirklich da ist und können es aunnehmen und nutzen.

“Mit der Zeit gehen”, im Hier und Jetzt leben und damit das eigene Leben für die Zukunft gestalten – ist der leichtere Weg, als wenn wir “auf die Zeit pochen” oder die “Uhr vor – oder zurückdrehen” wollen.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit.

Liebevolle Grüße

Evi

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