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Zeit

Erreich-BAR: Halbzeit

14-23 Erreich-BAR Ziele Halbzeit

Bei der Fußball-WM haben die Viertelfinale begonnen – Halbzeit bis zum bevorstehenden Final am 13. Juli.

Mit dem Juni endet auch das erste Halbjahr in 2014 – Zeit Bilanz zu ziehen, was aus meinen Zielen geworden ist. Was habe ich in meinen fünf Bereichen erreicht – wo hängt es noch?

Zur Erinnerung: ich habe für die Festlegung und Planung meiner Ziele diese in 5 Bereiche unterteilt:

- Beruf (bei mir Tagesroutine: Haushalt, Termine, sonstige Pflichten)

- Familie & Partner

- Freizeit (Soziales, Freunde, Hobby)

- Gesundheit (Ernährung, Bewegung )

- Persönliches Wachstum

Ich habe mir für jeden Bereich ganz konkrete Ziele aufgeschrieben, die ich in diesem Jahr erreichen will. Ich habe die bereits erreichten in der Liste Grün hinterlegt, so dass ich sofort auf den ersten Blick sehe, was noch anliegt. Das hat sich bei mir gut bewährt, da ich mir diese Liste immer wieder anschaue und aktualisiere – wenn es notwendig ist trage ich noch etwas nach und vor allem das Grün markieren macht mir immer wieder Freude, weil es mir signalisiert: Ziel erreicht.

Im Bereich Tagesroutine liege ich gut im Plan. Die einzige Baustelle sind die Aktionen “Aussortieren, Wegwerfen, Sperrmüllaktion” – da hinke ich noch ziemlich hinterher. Das ist nicht so mein Ding, das habe ich erkannt. Das schiebe ich gern vor mich her. Andere Dinge wie Gartenarbeit gehen mir gut von der Hand und machen mir auch richtig Spaß, da bin ich voll im Grünen Bereich.

Für den Bereich Familie war es hilfreich feste Termine gemeinsam zu planen – wie Urlaub, Auflüge, Geburtstage, monatliche Familienessen – und die Beteiligten über Outlook einzuladen – damit hatten es alle im Kalender und es hat bisher alles wunderbar geklappt. Durch die Festlegung/ Abstimmung der Termine sind alle entspannter geworden – man hat nicht immer das Gefühl “man müsste wieder mal”. Es ergeben sich dadurch entspannte Treffen und kurzfristige Absprachen – es ist stressfreier und entspannter geworden.

Bereich Freizeit hatte ich zu Beginn des Jahres einige Sachen geplant und in meinen Kalender eingeschrieben. Ich habe dann das gemacht, wozu ich Lust hatte. Ich habe für mich festgestellt, dass ich nicht alle Zeit verplanen muss, nicht “auf jeder Hochzeit tanzen muss”. Die Angebote sind vielfältig und ich kann mich auch relativ kurzfristig entschließen. Es gibt Dinge, die sind “ganz nett” aber zählen nicht zu meinen wirklichen Bedürfnissen. Andere sind mir inzwischen zu einem liebgewordenen Bedürfnis/Gewohnheit geworden und dafür plane ich auch die entsprechende Zeit ein – das funktioniert gut. Was meine Hobbies angeht, so gehe ich mit ihnen noch ein bisschen stiefmütterlich um. Owohl ich den Wunsch habe mich intensiver mit ihnen zu beschäftigen, nehme ich mir nicht die Zeit dafür. Da muss ich mal schauen, ob es sinnvoller ist, sich mal einen Tag aus dem “Tagesgeschehen” auszuklinken und sich wirklich Zeit für’s Hobby zu nehmen. Eine Stunde zwischendurch  ist oft zu kurz.

Bereich Gesundheit gehört zu den Bereichen, denen ich gern meine Aufmerksamkeit schenke, mich darüber informiere und auch das Bedürfnis habe Vieles davon umzusetzen. Hier habe ich festgestellt, dass ich die Vielfalt und Abwechslung brauche – täglich die gleiche Routine bewirkt bei mir, dass ich daran die Lust verliere. Also probier ich Vieles aus und komme auch gern auf Gewohntes zurück – immer schön im Wechsel, damit es nicht langweilig wird. Das Fahrrad ist eine gute Möglichkeit immer in Bewegung zu bleiben – egal ob für den kleinen Einkauf oder einen Abstecher in die Natur – da liege ich mit meinem Ziel in diesem Jahr 1.000 km per Rad zu fahren voll im Plan.

Im Bereich Persönliches Wachstum war es für mich wichtig wirklich etwas Konkretes zu planen, was ich gern erreichen möchte. Das hat mich veranlasst es auch anzugehen.  Dabei habe ich mich auf zwei Projekte konzentriert, wovon eines schon umgesetzt ist und gut läuft – und das andere im Sommer geplant ist. Ich möchte mich da auch nicht verzetteln.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Zielerfüllung in den meisten Bereichen gut läuft, oft besser, als ich es selbst geglaubt habe. Andere Bereiche sind noch Baustellen – vor allem das “Aussortieren & Wegwerfen” – das ist für mich noch ein “Rotes Tuch”. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich auch diesen Bereich noch packe.

Hilfreich ist für mich vor allem bestimmte Vorhaben zeitlich ganz konkret mit einem Termin zu planen und im Kalender einzutragen.

Ich habe mir auch eine “Aufgaben – und Ideenliste” für die einzelnen Bereiche gemacht, in die ich alles eintrage, was mir so einfällt. Da schau ich immer rein, wenn ich mal “Leerlauf” habe und finde immer was, was ich umsetzen und “abhaken” kann, was mir ein gutes Gefühl vermittelt.

Wichtig ist für mich auch, dass ich nur einen Teil meiner Zeit verplane – weniger als die Hälfte – damit setze ich mich nicht unter Druck und habe am Ende des Tages immer ein gutes Gefühl. Wenn ich dann mehr schaffe oder zusätzliche Dinge mache, dann gibt mir das einen zusätzlichen “Kick”. Und vor allem kann ich mir danach noch Zeit für mich nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

So kann ich ein gutes FAZIT meines Halbzeitstandes ziehen. Ich bin zufrieden mit dem Erreichten, kenne meine Baustellen und bin zuversichtlich, dass ich auch im zweiten Halbjahr gut voran komme. Ich sehe, was ich alles geschafft habe und bin stolz darauf. Mir hat mein Ziele-Projekt geholfen meine Zeit besser einzuteilen, nichts zu vergessen und die Dinge gelassener umzusetzen und gleichzeitig mehr Zeit für mich zu haben, einfach so. Das ist ein sehr schönes Gefühl.

Ich bleibe dran und berichte am Jahresende wieder.

Ich drücke unserer Mannschaft ganz doll die Daumen, dass sie es bis ins Finale schaffen.

Liebe Grüße

Evi

 

 

 

 

Dankbarkeit

Die Zeit des Abschied nehmens ist nun vorbei, die Geschenke und Karten liegen wohlsortiert auf meinem Tisch und auch die Blumen sind noch nicht verwelkt.

Beim Blick auf all das empfinde ich immer wieder tiefe Dankbarkeit – Dankbarkeit, dass ich all diesen Menschen begegnet bin, wir ein Stück des Weges miteinander gegangen sind, gemeinsame Erlebnisse teilen konnten, einander beigestanden haben und uns gegenseitig unterstützt haben. Dafür bin ich in meinem Herzen zutiefst dankbar und werde mich gern an diese Zeit erinnern.

Diese Dankbarkeit löst in mir eine Zufriedenheit mit mir und meinem Leben aus. Klar hätte ich hier und dort einiges anders machen, mich anders entscheiden können, aber wäre ich dann heute in der gleichen Situation? Nein – es hat alles seinen Sinn, auch, dass ich jetzt zu Hause bin und all die Dinge in Angriff nehmen kann, die ich bisher – aus Zeitgründen- nicht mit der Intensität, wie ich sie mir gewünscht habe, machen konnte.

Ich freue mich einfach nur zu sein – ohne Termindruck, ohne Zeitdruck. Dieses Sein möchte ich in vollen Zügen genießen.

Ich möchte mehr Zeit mit dem Fotografieren verbringen, vieles ausprobieren. Fotografieren entspannt mich und lässt mich Dinge im Alltag ent-decken, die ich sonst so nie gesehen hätte. Es offenbart mir eine andere Sicht auf unsere Umwelt.

Auch für das Mandala malen und dabei ent-spannen werde ich wieder mehr Zeit haben.

Gesunde Ernährung liegt mir sehr am Herzen und mein Körper dankt es mir mit Energie und Fitness. Gerade jetzt, wo uns der Herbst so viele Früchte schenkt, ist es eine Freude all das auszuprobieren. Aus dem Buch “Vegan for fun” von Attila Hildmann, was ich zum Abschied von meinen Kolleginnen und Kollegen geschenkt bekommen habe, werde  ich viele Dinge nachkochen. Es ist einfach wunderbar, was man aus Dingen, die in der Natur wachsen alles zaubern kann. Dabei möchte ich auf gute  Lebensmittel zurückgreifen – solche, die im eigenen Garten wachsen oder aus der Region kommen und der Jahreszeit entsprechend angeboten werden. Ich möchte weitgehend auf die industriell hergestellten und verarbeiteten, konservierten Nahrungsmittel verzichten. Es kann nicht gesund sein, wenn Tiere industriell hoch gezüchtet und nur auf Masse getrimmt werden. Der Stress, den die Tiere dabei haben, bleibt im Körper und wird mit dem Verzehr an uns weitergegeben.

Was die Zeit sonst noch so mit sich bringt – ich werde es sehen. Ich freue mich auf all das Neue oder Wiederentdeckte und werde es in meinem Leben willkommen heißen.

Liebe Grüße und vielen Dank an alle, die mein Leben bereichert haben

Evi

 

Älter werden

Die Geschichte meiner Freundin Sabine “Aber sie sind doch eine Dame” hat mich angeregt über mein ‘Älterwerden’ nachzudenken.
Als Kind konnte es mir nicht schnell genug gehen älter zu werden und jeder Geburtstag wurde herbei gesehnt und mit vielen Freundinnen gefeiert.
Endlich 18 und erwachsen sein und selbst entscheiden zu können, das war mein Traum.
Dass das auch mehr Verantwortung mit sich brachte, realisierte ich erst mit der Zeit.
Nach der Ausbildung ging es dann darum selbst Geld zu verdienen, wirtschaftlich selbstständig zu werden und eine Familie zu gründen.
Damit war ich dann bis Mitte 50 beschäftigt – solange, bis die Kinder ‘aus dem Haus’ sind und wirtschaftlich auf  eigene Beinen stehen.
In diese Zeit fällt auch die berufliche Entwicklung.
Karriere oder Kinder - ist oft die Gewissensfrage, die wir uns als Frauen stellen müssen.
Um beides unter einen Hut zu bekommen, bleibt für die eigenen Bedürfnisse oft keine Zeit.
Wenn wir auf die 60 zusteuern, dann zählen wir die Jahre bis zur Rente, fühlen, dass es noch etwas anderes als Kindererziehung, Karriere und Arbeit gibt.
Wir sind noch fit genug uns unseren Träumen und Wünschen zu widmen.
Manche haben sich so an ihren Job gewöhnt, fühlen sich unentbehrlich und haben ihr eigenes Leben für die Karriere aufgegeben. Vor allem Männern fällt es schwer ihrem ‘Rentnerleben’ einen neuen Sinn zu geben. Als Oma und Opa kümmern sie sich dann wieder um die Enkelkinder.
Die einzig sorglose unbekümmerte Zeit - als Kinder und Jugendliche- haben wir wie selbstverständlich hingenommen.
Die Zeit als Erwachsener ist angefüllt mit Arbeit und dem Kümmern um die Familie.
Die Sorge um die Kinder, Enkel und pflegebedürftige Eltern lässt uns weiter in diesem Kreislauf des Kümmerns verharren.
Irgendwann einmal fragen wir uns dann, was von unserem eigenen Leben übrig geblieben ist, von unseren Träumen und Hoffnungen.
“Später, wenn ich mal Zeit habe, dann….” – so haben wir uns oft getröstet und unsere Wünsche auf Eis gelegt.
Wir werden nie die ‘richtige’ Zeit dafür haben, wenn wir uns darauf verlassen, dass wir irgendwann einmal ‘genug’ Zeit dafür haben. Wir müssen uns ‘diese’ Zeit schon selbst nehmen.
Zeit ist relativ und wir selbst entscheiden, wofür wir sie nutzen.
Spätestens nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben sollten wir ‘diese’ Zeit für uns nehmen.
Aber viel besser ist es, wenn wir uns schon heute ‘diese’ Zeit nehmen, dann, wenn wir sie zur Erfüllung unserer Wünsche brauchen.
Denn viele Wünsche lassen sich nicht verschieben, sie machen nur für andere Platz.

Seien wir entschlossen und mutig genug, um uns heute die Zeit zu nehmen, denn ‘diese’ Zeit kommt nie wieder.

Liebe Grüße

Evi

 

Advent

Was bedeutet Advent für mich?

Mit dem November  beginnt für mich die Vorbereitungszeit für Weihnachten.  Das heißt für die kommende Zeit richtig planen. Feste Termine, wie das gemeinsame Plätzchenbacken am ersten Advent-Wochenende und der “Hutzenabend” am 4. Advent sind schon Tradition. Es sind schöne Rituale. Das gemeinsame Teigkneten, Ausstechen der Plätzchen, der Duft, der sich dann in der Küche ausbreitet – das verkündet den Beginn der Weihnachtszeit in unserer Familie. Wir kommen ins Plaudern und tauschen unsere Wünsche aus. In den darauf folgenden Wochen haben wir dann Zeit für Vorbereitungen des Weihnachtsfestes.

Dazu nutze ich gern die Samstage, denn ich genieße gern die Weihnachtsstimmung in der Stadt, den Lichterglanz, Glühwein und Waffeln – ein heißer Apfelpunsch.

Advent ist für mich eine Zeit der Heimeligkeit, sich im eigenen Heim wohlig und heimelig zu fühlen. Tannengrün und Weihnachtsdeko verzaubern das Wohnzimmer auf ganz besondere Weise. Lichterbögen am Fenster geben in der dunklen Zeit einen ganz besonderen Schein. Engel und Sterne finden sich ein und die Räuchermännchen werden zum Leben erweckt.

Tannenduft, Kerzenschimmer, der Geruch von Räucherkerzen und Weihnachtsbäckerei – all das gehört für mich zum Advent.

Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee, der Plätzchenduft nach Zimt und Vanille krönen die Advent-Wochenenden.

Ja – die Adventszeit ist eine Hoch-Zeit der Sinne. Jetzt kommen all die exotischen Gewürze kräftig zum Einsatz: Vanille, Kardamom, Nelken, Muskat,…. – sie ergeben ein wunderbares Duft-Potpourri und ein sinnliches Geschmackserlebnis.

Auch wenn ich das Tageslicht an den immer kürzer werdenden Tagen vermisse – die Sonne ging heute erst 8:25 Uhr auf und um 16:02 Uhr schon wieder unter- so verwöhnen mich die Geschenke für die Sinne in dieser Zeit.  Das Riechen, Schmecken, der Schein der Kerzen – all das beruhigt meine Sinne.  Die Weihnachtsmusik mit viel Schellenklang und einem Posaunenchor zaubert eine ganz eigene Stimmung, die so nur zur Adventszeit aufkommt.

Das Gefühl angekommen zu sein - denn das bedeutet Advent (adventus=Ankunft), das Jahr abschließen zu können – stellt sich ein.

Traditionen und Rituale geben dieser Zeit einen Rahmen und festen Halt, lässt uns zu uns selbst finden und bei uns ankommen.

Familien treffen sich und verbringen – hoffentlich – eine gute und besinnliche Zeit miteinander.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine wunderschöne Adventszeit.

Evi

 

Das Gesetz der Serie

Ich weiß nicht, ob es dieses Gesetz wirklich gibt, aber ich erinnere mich daran, dass es mir immer dann passiert ist, wenn große Veränderungen in meinem Leben fällig waren.

Gefangen in meinem Alltagstrott habe ich die kleinen Zeichen, die Winke des Schicksals nicht richtig gedeutet.  Anstelle etwas Grundlegendes zu ändern, habe ich Bestehendes, Altes nur verbessert, rationeller und effektiver gestaltet.

Bis das “Gesetz der Serie” zuschlug und die Ereignisse tiefgreifender waren und mich zu grundlegenden Veränderungen zwang.

Wohnwechsel, Arbeitslosigkeit, Trennung ….. all das sind tiefe Einschnitte in unser gewohntes Leben, das trifft unser tiefstes Inneres.

“Ein Unglück kommt selten allein” – und dann schlägt das “Gesetz der Serie” zu und erschüttert die Grundmauern unseres Lebens, bringt sie mitunter zum Einsturz und wir stehen vor einem Scherbenhaufen unseres Lebens und fühlen uns am Boden zerstört, am Ende.

Es ist der Punkt, an dem es nicht schlimmer werden kann. Und genau dieser Punkt versetzt uns in eine Haltung, die uns etwas wagen lässt – weil: Schlimmer geht’s nimmer.

Dieser Zustand der Ausweglosigkeit zwingt uns dazu die alten Mauern zu verlassen, aus unser bisheriges Leben heraus zu treten und nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten.

Endlich sind wir gezwungen die Welt um uns herum anders wahr zu nehmen; wir hetzen nicht mehr durch unseren Alltagstrott, der über Jahre der Gleiche geblieben ist, das ist uns genommen worden, weil DAS nicht unser wirkliches Leben ausmacht.

Nach solchen Schicksalsschlägen haben wir die Chance endlich unser wahres ICH, unsere wirkliche Bestimmung zu ent-decken, uns auf unsere Gaben und Talente zu besinnen und diese in unser Leben zu holen.

Wir müssen nicht Auswandern, um diese grundlegende Veränderung in unserem Leben zu vollziehen.

Wir brauchen nur unseren Blickwinkel zu vergrößern, unseren Horizont erweitern und wahrnehmen, was das Leben an Alternativen für uns bereit hält.

Abstand von alten Gleisen nehmen und einfach mal in eine ganz andere Richtung schauen, Querdenken, verrückte Ideen zulassen und scheinbar Unmögliches zulassen.

Das braucht Zeit und so ist es nicht verwunderlich, dass uns die Ereignisse diese Zeit geben.

Ein Job-Verlust, Trennung, Krankheit – all das gibt uns auch die Zeit und die Möglichkeit uns endlich mal mit uns selbst zu beschäftigen, mit dem, was wir wirklich wollen.

Das Wichtigste in scheinbar ausweglosen Situationen ist ein Mensch, der uns Halt gibt, Mut macht, mitfühlend und aufbauend ist und uns dadurch hilft, indem er mit uns spricht, gemeinsam nach Auswegen und Lösungen sucht – Einer, der die Nerven behält und uns beisteht, wenn wir durch das “Tal der Tränen” gehen.

Das kann die beste Freundin sein, aber auch verständnisvolle Kollegen oder professionelle Hilfe durch einen Berater.

Ich erlebe es immer wieder, wie verzweifelt Menschen sind, wenn ihnen das Schicksal übel mitspielt. Sie wollen sich einfach mal die Sorgen von der Seele reden, sich verstanden fühlen. Ich versuche ihnen dann Mut zu machen, beizustehen und Zuversicht zu geben. Ich frage dann von Zeit zu Zeit immer wieder mal nach, wie es ihnen geht, was sie machen, lobe sie für das Erreichte, ermutige sie bei Rückschlägen und  bestätige sie in ihrem Tun. Ich zeige ihnen auf, was sie schon erreicht haben und gebe ihnen die feste Zuversicht, dass sie in einem Jahr die Situation gemeistert haben.

Und das ist wirklich so, Schuldner haben eine Lösung, wie sie ihren Schuldenberg abtragen können; Andere haben einen neuen Job gefunden und erzählen, dass sie das hätten schon viel früher machen sollen.

Wieder Andere werden nach der Trennung oder Verlust des Partners selbstbewusster und selbstsicherer, entwickeln Kräfte und Fähigkeiten, die sie sich selbst nie zugetraut hätten.

Wir müssen es nicht zum Äußersten kommen lassen und das “Gesetz der Serie” voll ausschöpfen, es reicht, wenn wir bei den kleinen Einschlägen in unserem Leben aufmerksamer werden und sie als Signale wahrnehmen , um etwas in unserem Leben zu ändern.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

Liebevolle Grüße

Evi

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