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Mach-BAR: Der eigene Weg

16-01 Mach-BAR Der eigene Weg

Ich habe doch etwas mehr Ruhe und Abstand gebraucht, als ich es mir selbst in meiner Zieleplanung zugestanden habe.

Inzwischen habe ich – vor allem den Tod meiner Mutter – besser verarbeiten können. Dazu gehört auch das Vergangene loszulassen und noch offene Punkte abzuhaken, denn ich kann sie nicht mehr mit ihr besprechen, so gern ich das auch getan hätte.

Nach dem Tod der Eltern ist man eben kein KIND mehr – was man ja bis dahin ist, egal, wie alt man ist. Dazu gehört auch, dass ich jetzt auch alte, durch die Eltern geprägte Glaubenssätze mit ihnen loslassen kann.

Ich muss mich jetzt nicht mehr rechtfertigen, wenn ich sie nicht einhalte. Das bedeutet auch ein Stück mehr persönliche Freiheit für mich.

Ich erinnere mich an rebellische Zeiten, als ich gegen bestimmte Regeln verstoßen habe und mich althergebrachten Glaubenssätzen (die oft in der Familie über Generationen weiter gegeben wurden) widersetzt habe.  Da gab es immer Diskussionen und Belehrungen.

Später wollte ich diesen aus dem Weg gehen und habe einen für mich “Goldenen Mittelweg” gefunden. Dennoch sind diese – über Generationen vererbten Regeln – hinderlich für die Entfaltung des eigenen Potentials und irgendwie werden sie dann auch Teil vom eigenen Leben, ob man es wahrhaben will oder nicht.

Jetzt habe ich die Chance, sie endgültig loszulassen, so dass ich sie nicht noch an meinen Enkel weiter gebe. Leider haben meine Kinder noch ein Großteil davon abbekommen – aber sie meinen, dass ihnen das nicht geschadet hat.

Alle waren ja nicht schlecht – im Gegenteil, die meisten haben mich gut durch mein Leben begleitet, aber bestimmte – z. B. “Halt dich zurück”, “Sei bescheiden”, “Lass den anderen den Vortritt”, “Sei nicht so vorlaut”, “Überleg genau, ob das gut ist” , “Das kannst du doch nicht wegwerfen, da steckt so viel Arbeit drin” …. – die haben mich in meinem Tatendrang und meiner Spontanität gebremst.

Im Laufe der Zeit habe ich schon den einen oder anderen hinderlichen Glaubenssatz abgelegt, aber im Beisein der Eltern sind diese immer wieder aufgeflackert.

Nun kann ich sie endgültig ziehen lassen.

Die Zeit der Ruhe, war auch eine Zeit über das eigene Leben nachzudenken und sich der Endgültigkeit des Lebens wieder mal bewusst zu werden.

Da kommt wieder einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens hoch.

Wie will ich meine Lebenszeit verbringen, womit ausfüllen ?

Was sind meine inneren Bedürfnisse? Wie kann ich sie erfüllen?

Der Weg zu uns selbst ist oft der Schwierigste, die Begegnung mit alten Verletzungen, alten Sehnsüchten, dem kleinen inneren Kind und dem großen vorlautem Ego – alle wollen Beachtung haben.

Und gleichzeitig ist es das, was sich am meisten lohnt.

Noch fehlt mir diese Klarheit, um zu sehen, was ICH wirklich will. Oft verstreicht der Tag mit Dingen, die ich aus Gewohnheit mache, was Routine geworden und angeblich notwendig ist.

Was ich wirklich genieße ist es im Garten zu sein, das entspannt mich und es macht mir Freude alles wachsen und gedeihen zu sehen.

Der Frühling lädt ja zu Veränderung und Aufbruch ein – also eine gute Zeit sich wieder einmal Gedanken über den Sinn des Lebens und den eigenen Weg, die eigenen Bedürfnisse zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute.

Liebe Grüße

Evi

 

Was wäre wenn… ?

 

Stellt  Ihr Euch auch ab und an diese Frage?

Was wäre wenn alles möglich wäre, was wir uns wünschen?

Was würden wir uns wünschen, wenn wir DREI Wünsche frei hätten?

Würden wir im Voraus auch bedenken, was sich durch die Erfüllung unserer Wünsche alles in unserem Leben ändern würde? Könnten wir damit richtig umgehen?

Wir wünschen uns meistens Gesundheit, Glück, Erfahrung, Geld, Zeit, …..

Lässt sich all das überhaupt zusammen vereinbaren?
Kann ich Erfolg  und Zeit haben? Vereinbart sich Geld und Gesundheit?

Wünsche sind schon sehr speziell, denn gehen sie in Erfüllung, werden wir oft mit der anderen Seite der Medaille konfrontiert.

Mit jedem Geburtstag nähert sich auch der Zeitpunkt meines  Ruhestandes. Oft wünsche ich mir, dass es bald soweit ist – aber ich habe mir noch keine großen Gedanken gemacht, wie es sein wird: mehr freie Zeit, weniger Geld. Auch weniger Vitalität und Gesundheit?

Der Tagesrhythmus ändert sich, die Menschen mit denen ich meine Zeit verbringe werden andere sein als jetzt.

Bin ich noch fit genug, um die Vorhaben, die ich bisher aufgeschoben habe, umzusetzen?

Werde ich mich meinen Talenten voller Hingabe widmen können oder in den Tag hinein leben? Wie werde ich mich überhaupt fühlen? Darüber werde ich mir mal genauere Gedanken machen, Möglichkeiten und Alternativen sammeln, Ideen für persönliche Projekte überlegen.

Auch wenn es meistens ganz anders kommt als gedacht, es gibt mir ein gutes Gefühl etwas in  der Hand zu haben, wenn es soweit ist, wenn der Tag kommt, wo der letzte Lebensabschnitt beginnt -der Ruhestand.

Bis dahin werde ich versuchen auf der Arbeit einen Gang runter zu schalten, den Jungen mehr Raum geben und “Posten” abgeben. Das fühlt sich ganz gut an. Schauen wir mal, wie das klappt.

Ich habe ja noch genug Zeit es entsprechend umzusetzen.

 

Liebe Grüße

Evi

Konkurrenz

Als Kinder ahmten wir nach, was wir sahen, was unsere Eltern uns zeigten.  Wir wurden gelobt, wenn wir es gut achahmten und immer wieder zu Wiederholungen angetrieben, wenn wir es noch nicht vermochten so nachzuahmen, wie es die Erwachsenen taten.

Wir lernten durch Nachahmen. In der Schule wurden wir durch dieses Nachahmen konditioniert, wurde Wissenspeicherung  – und Wiedergabe zum Maßstab für Lob und Anerkennung.

Kreativität und Individualität ging uns immer mehr abhanden, wurden sie uns doch zum größten Teil als Fehler angekreidet.

Wir wetteiferten mit unseren Klassenkameraden um die guten Zensuren, erste Plätze und der Aussicht auf Lob und Anerkennung.

Je besser wir diese Konditionierung von Nachahmen – auch Wissensaufnahme ist Nachahmen von bereits vorhandenem Wissen – desto höher stiegen wir auf der Bewertungsskala der Gesellschaft.

Angepasste, gut funktionierende, in den Regeln und Normen der Gesellschaft denkende Menschen sind gute Menschen.

Abweichler, Ignoranten, kreative Eigenbrödler gehören in die Kategorie “schlecht”.

Wir alle bewerten Menschen mit dem uns anerzogenen Maßstab, stecken sie in Schubfächer “gut”, “schlecht”, “langweilig”, “frech”, ….

Wir haben uns ganz eigene Bewertungsmuster angeeignet und vergleichen damit andere Menschen. Passen sie gut in unser Schema, dann kommen wir gut mit ihnen aus.

Passen sie nicht so gut hinein, dann sind sie entweder besser oder schlechter als wir – bewundern oder verurteilen wir sie. Vieles davon geschieht unbewusst.

Während die “schlechten” an den Rand der Gesellschaft aussortiert und wenig beachtet, oft verachtet werden – versuchen wir den “guten” nachzueifern, um ihren Ruhm, ihre Anerkennung zu erhalten.

Alle Wettbewerbe, Castings, alle Auswahlverfahren funktionieren nach diesem Prinzip. “Die Guten ins Töpfchen – die Schlechten ins Kröpfchen”.

Kunkurrenz als Antreiber und Vernichter. Alles oder Nichts.

Und Millionen Menschen schauen zu und wähnen sich auf der Seite der Besten – bis sie das eigene Leben wieder einholt, auf den Boden der Tatsachen zurückholt, Enttäuschung, Wut, Trauer – meist auf die anderen – macht sich breit, lässt an uns zweifeln.

Wieviel Schmach und Spott setzen sich Manche aus, um den Gipfel des Ruhms zu erklimmen.

Wie z. B. Menderes – ein Teilnehmer von DSDS – der seit Beginn dieses Gesangs- und Showwettbewerbes versucht seinen Weg über diesen Talentausscheid zu gehen.

Zehn Mal hat er sich bereits darauf beworben, ist immer gescheitert.  Er stellt sich immer wieder diesem harten Konkurrenzkampf im Showgeschäft, giert nach der Anerkennung eines Dieter Bohlen und wird doch immer wieder scheitern, weil er auf dessem Maßstab ganz unten angesiedelt ist.

Mir tun solche Menschen leid, die sich diesem aussichtslosen Konkurrenzkampf stellen, weil sie einem Scheinidol der Gesellschaft nachjagen.

Konkurrenz zwingt uns permanent auf andere zu schauen, uns mit ihnen zu vergleichen, ihnen nachzuahmen.

Konkurrenzdenken führt uns von unserem Selbst weg, von unseren ureigensten Bedürfnissen.

Wir wenden unsere Energie auf, um Lücken zu anderen zu schließen, anstelle unsere eigenen Werte und Talente zu stärken und zu leben, unser eigenes unverwechselbares ICH.

Konkurrenz bringt auch Neid und Hass hervor, Wut und Missgunst.

Ausdauer und Kampfwille sind nur darauf gerichtet andere zu schlagen.

Ein Miteinander, Füreinander, gegenseitige Unterstützung und Mitgefühl sucht man hier vergebens.

Konkurrenz und Vergleichen hemmen unsere Kreativität für Neues und Außergewöhnliches, beschneiden  unsere Inspiration – all das engt uns ein, begrenzt uns , uniformiert unser Denken.

Ehe wir uns versehen “marschieren” wir den Falschen nach, die uns nur für ihre Zwecke und Ziele benutzen, missbrauchen.

Lebt Euer eigenes ICH voller Würde, fühlt selbst, was EUCH gut tut und lebt EUER Leben, geht EUREN gnz eigenen Weg.

Alles Liebe wünscht Euch

Evi

Karfreitag

Karfreitag ist der Todestag von Jesus Christus.

Die Leidensgeschichte ist bekannt: zum Tode verurteilt schleppt er das Kreuz durch die Straßen, um dann an diesem Kreuz am Nachmittag des Karfreitag seinen Tod zu finden.

Mit einem Dornenkranz auf seinem Haupt, barfüßig und nur mit einem Lendenschurz bekleidet geht er diesen Leidensweg stellvertretend für alle Menschen und nahm den Kreuzestod freiwillig auf sich.

Als Lamm Gottes nimmt er damit  das Opfer stellvertretend für alle auf sich.

Daher kommt auch der Brauch an Ostern – Osterlämmer zu backen.

Karfreitag ist ein strenger Fast- und Abstinenztag in der römisch-katholischen Kirche. Noch heute gilt daher die Tradition, jeden Freitag kein Fleisch zu essen.

Karfreitag ist ein stiller Feiertag, im Gedenken an den Tod von Jesus Christus.

An diesem Tag finden keine öffentlichen Veranstaltungen zur Unterhaltung statt – er ist ganz dem Gedenken gewidmet.

In Passionsprozessesionen wird in verschiedenen Regionen die Leidensgeschichte dargestellt.

hier: Passionsprozession in Stuttgart-Bad Cannstatt

 

 

Mentale Gesundheit

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Die Voraussetzung für MENTALE Gesundheit ist für mich die Fähigkeit mich mit mir selbst zu beschäftigen, indem ich die Verbindung mit meinem ICH aufnehme, mich auf die Suche in mein Inneres begebe.

D. h. auch Gefühle annehmen, zu  fühlen - positive wie negative. Zu sortieren, wann und wo treten diese Gefühle auf. Was sind die Auslöser dafür, dass ich mich so fühle? Bei Wiederholungen: Kann ich Muster dahinter erkennen? – ohne sie zu bewerten!

Gefühle sind bei der Einschätzung unserer mentalen Gesundheit sehr wichtig – sie sind die Signalgeber für uns - geben uns sozusagen  “Grünes” oder “Rotes” Licht. Und je besser wir lernen unsere Gefühle zu beschreiben, zu benennen und zu akzeptieren, desto besser können wir verstehen lernen, welche Gedanken sie in uns auslösen – Gedanken bewerten Gefühle, teilen sie ein in “gut” und “schlecht”. Es ist die Bewertung durch unser Denken darüber. Unser Verstand ist der Scharfrichter!

Kinder kennen keine Angst, Scham, Ohnmacht – solange sie so sein dürfen, wie sie sind. Erst wenn wir Erwachsenen ihnen drohen “Das darfst Du nicht!” , “So etwas macht man nicht!”, “Tue das nie wieder!”

Wenn …., dann…..- Auch gut gemeinte Ratschläge “Tue dies so, dann ist es besser” , “Genau so ist es richtig”, “Pass auf, wie ich /die Lehrerin es macht”  – damit engen wir die Kinder immer mehr ein, sie werden “berechnend”, was ihnen Vorteile verschafft.

Dieses Anpassen verfolgt uns unser ganzes Leben.

Diejenigen, die sich nicht Anpassen wollen/können werden “rebellisch”, “Außenseiter”, “Aussteiger” und werden von den anderen belächelt oder bewundert.

Die anderen gehen den “normalen” Weg bis sie früher oder später (manche auch nie) an den Punkt angekommen, wo sie spüren, dass das nicht alles gewesen sein kann. Trotz Erfolge und Anerkennung im Job fühlen sie eine innere Leere.

Manch einer versucht seine ungelebten Wünsche und Träume auf die Kinder und Enkel zu übertragen und merkt gar nicht, dass er ihnen sein ungelebtes Leben aufbürdet.

Unabhängig, ob wir 30, 60 oder 80 sind – wir haben jederzeit die Wahl uns für UNSER eigentliches Leben zu entscheiden.

Wenn wir uns unsere Gefühle anschauen, zulassen und loslassen können, dann ist der Weg zu unserem ICH frei und wir werden erkennen, was UNS ausmacht und wir wirklich wollen, aus ganzem Herzen.

Wir werden es mit dem Herzen fühlen, was gut und richtig für uns ist und der Verstand wird sein altkluges Geplapper einstellen, seine Ratschläge für sich behalten.

Wer dies von ganzem Herzen will, jetzt das Gefühl hat, dass sich das gut und richtig anfühlt, ist auf dem richtigen – nämlich seinem Weg.

Es ist nicht leicht, seinen eigenen Weg zu gehen, denn unsere “normalen” Mitmenschen haben uns in ihrem Leben als “Konstante” eingeplant. Und jede Veränderung in unserem Leben bewirkt in ihnen den Drang, den Urzustand wieder herzustellen. Dessen sollten wir uns bewusst sein.

Alles Neue stößt zuerst auf Widerstand. Widerstand bedeutet nicht, dass wir aufgeben sollen, sondern nach Möglichkeiten suchen sollen, diesen zu überwinden, aufzugeben oder Widerstand als Triebkraft zu nutzen.

Wichtig ist, dass wir verstehen, dass dies ganz normal ist und Verständnis dafür haben, uns  aber dennoch nicht von UNSEREM Weg abhalten lassen.

Ich wünsche Euch allen ein interessantes und spannendes Jahr auf EUREM Weg.

Alles Liebe

Evi

 

 

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