Themen

Veränderung

Aber Sie sind doch eine Dame….

Eine Geschichte über das Älterwerden:

“Heute wollte ich mir eine neue Handtasche kaufen und scherzte mit den jungen Verkäuferinnen.

Eine gab mir ein Omamodell und ich meinte, das wäre doch wirklich viel zu damenhaft für mich.

Da sagte die junge Verkäuferin: „Aber Sie sind doch eine Dame!“

Ich ?????? Nein !!!!  Ich doch nicht …..

Meine ganze Lebenslust und Einkaufsfreude wich aus meinem Körper. In Zeitlupe hab ich  in den Spiegel gesehen und dort sah ich eine dicke, unmodisch gekleidete Frau, die nicht damenhaft war, aber deren Haare am Ansatz deutlich weiß nachwuchsen und deren Brüste nicht so ganz direkt unter dem Hals zu finden waren, sondern eher eine Etage tiefer, direkt gefolgt von dem dicken Bauch.

Das war keine junge Frau. Das war etwas undefinierbares und es hat mir nicht gefallen.

Ja, aber wo war ich denn hin? Wo war der blonde Feger, dem die Männer nachgestiegen sind?

Ich hab nach Luft geschnappt…

Ich war kein junges Mädchen mehr. Ich war gealtert. So richtig gealtert mit weißen Haaren, hängenden Bäckchen und scheiß Frisur.

Aber wieso hab ich das nicht gemerkt? Klar, wusste ich, dass man irgendwann mal älter sein würde. Aber doch jetzt noch nicht !!!

Und wieso hat mich eigentlich niemand gewarnt? Vor 3 Jahren noch wurde ich immer für eine Anfang Dreißigerin gehalten. Junge Männer haben sich mir aufgedrängt und ich hab sie gern gelassen…

Und heute soll ich plötzlich eine Dame sein? Aber Hallo? Wann soll das denn passiert sein?

Zwischen dem ersten Kuss und diesem Spiegelbild lagen doch nur wenige Jahre…

Und plötzlich gingen mir Gedanken durch den Kopf.

Die meiste Zeit in meinem Leben hab ich gedacht „Ach, ich gehe heute noch nicht schwimmen, erst mal muss ich abnehmen bevor ich mich vor die Tür traue.“   oder „Ne, ich gehe heute lieber nicht tanzen, weil ich so dick bin – was sollen denn die anderen denken?“

Und plötzlich  – von einer Sekunde auf die andere -geht es nicht mehr ums Gewicht. Plötzlich ist man einfach nicht mehr jung. Und das kann man nicht mehr ändern, durch eine Diät. Nein, das ist unumkehrbar. Für immer verloren… die Jugend.

Aber wieso fühlt man sich denn innerlich immer noch wie 16 oder 26?

Was ist das für ein perfides System? In dem man selbst nicht wirklich merkt, dass man altert, oder es einfach verdrängt? Braucht man das zum Überleben? Damit man sich nicht erschießt, wenn man verwelkt?

Ich bin immer noch völlig traumatisiert. Verstört. So verstört, dass auch die italienische Cookie Eiscreme und
der leckere Sandkuchen von Tchibo mir nicht geholfen haben. Danach die schöne Reinigungsmilch von Clarins. Keine Besserung. Voller Hoffnung bin ich in eine bunten Teenie Laden gegangen. Stapelweise schöne T-Shirts. Bunt und ein Revival meiner Teenie Zeit, der 80er Jahre. Ich wollte kaufen. Viel kaufen. Ich wollte T-Shirts mit
Zahlen drauf, in der Baywatch Farbe. Ich wollte Retrohosen und ein Stirnband….Ich wollte die Uhr zurückdrehen und vergessen.

Aber- und jetzt kam den Todesstoß – die hatten NICHTS in meiner Größe. Nichts. Bedröppelt bin ich nach Hause geschlichen und hab geweint.

Aber was hilft denn jetzt gegen älter werden? Was hilft gegen das Älterwerden im äußeren?

Jung bleiben im Inneren? Aber dann wird die Diskrepanz doch immer größer.

Überwindet man das? So wie man Liebeskummer überwindet? Braucht das Innere einfach mehr Zeit? Entwickelt sich etwas wunderschönes in dieser verwelkenden Hülle? Können wir unsere Jugend bewahren in unseren Herzen?

Ich weiß es noch nicht. Ich trauere noch…. Eins weiß ich aber heute schon. Das nächste mal will ich unbedingt tanzen gehen.

Und es gibt ja schließlich Ü40 Parties ….”

Diese Geschichte habe ich von meiner Freundin Sabine zugeschickt bekommen, die mit uns ihre Gedanken vom Älterwerden teilt.

Ich wünsche ihr ganz viel Lebensfreude und mehr, damit sie diese Zeit auch genießen und nutzen lernt, denn jedes Alter hat seine ganz besonderen Seiten.

In Liebe Evi

 

Die 4 Jahreszeiten

Hast Du eine Jahreszeit, die Du besonders magst?
Oder ist es immer die Jahreszeit, die gerade nicht an der Zeit ist?
Mir ging es früher so: im Hochsommer erinnerte ich mich gern an den viel zu schnell vergangenen Frühling. Im Winter träumte ich vom warmen Sommer und dem goldenen Herbst, während ich an nasskalten Herbsttagen die weiße Schneepracht des Winters herbeisehnte.
Mit den Jahren lernte ich die Einzigartigkeit jeder Jahreszeit, eines jeden einzelnen Monates im Jahr zu schätzen.
Der Winter mit seinen kurzen Tagen und wenig Tageslicht hat mir oft zu schaffen gemacht. Es war die Dunkelheit, die sich auch auf mein Gemüt geschlagen hat. Jede weiße Schneeflocke wurde von mir freudig willkommen geheißen.
Wennn die Natur sanft in eine Schneedecke gehüllt wird, alles in Weiß strahlt, dann reflektieren die Schneekristalle das wenige Licht und selbst in der Dunkelheit der Nacht schimmert das glitzernde Weiß.
Die nasskalten Tage im Januar mit viel Regen und wolkenbehangenem Himmel passten gar nicht so recht zum Winter.
Der Februar brachte uns Frost und Schnee und schenkte uns die ersten Sonnentage.
Inzwischen hat der März begonnen und die Sonne geht immer früher auf – wir können im Hellen zur Arbeit fahren – und sie geht auch später unter, so dass wir auch noch nach der Arbeit etwas vom Tageslicht haben.
Der Weg der Sonne am Firmament wird immer länger und ich kann es allabendlich beobachten, dass sie immer westlicher am Horizont untergeht. Sie steigt auch immer höher, so dass die Schatten immer kürzer werden und das Licht in fast alle Ecken scheinen kann.
Da, wo die Sonne am längsten hinscheinen kann, sind die ersten Frühjahrsblüher schon am Blühen.
Während die Christrosen, gelben Winterlinge und Schneeglöckchen sich durch die Schneedecke gekämpft haben, nutzen die Krokusse die warme Frühlingssonne und setzen mit ihrer Blütenpracht die ersten Farbtupfer in die Vorgärten.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Zeit in den Frühling.
Evi

.

Mein Baum

In meiner Straße gibt es einen einzigen Baum unmittelbar am Straßenrand.

Anfangs habe ich ihn gar nicht so wahr genommen – er war da, ein ganz gewöhnlicher Ahornbaum.

Im Herbst 2009 wurde dieser Baum so stark zurück geschnitten, dass ich mich gefragt habe, ob diese Radikalkur wirklich notwendig war.

Im darauffolgenden Frühjahr 2010 war ich so froh, dass er frische Zweige getrieben hat.

Frühjahr 2010

Sommer 2010

Winter 2010/2011

Auch wenn die darauffolgenden Herbststürme “meinen” Baum ziemlich gerupft haben, weil sich die neuen dünnen Äste an der Borkenrinde nicht genügend verankern konnten, so hat er dennoch den kommenden Winter 2010/2011 gut überstanden und im Frühjahr erneut “ausgeschlagen”. Inzwischen hatte er sich so gut entwickelt, hat seine kahlen Stellen mit neuen Ästen, Zweigen und Blättern verdeckt, dass er wieder richtig hübsch aussah.

Dieses Jahr wollte ich ihn wieder in seiner vollen Pracht in seinem hübschen bunten Herbstlaub fotografieren.

Als ich aus dem Urlaub zurückkam, traf mich fast der Schlag.

Mein Baum wurde regelrecht amputiert, hingerichtet.

Herbst 2012

Ich kann nicht verstehen, warum die Stadt solchen Frevel zulässt und sogar noch Geld dafür ausgibt.

Von diesem Baum ging weder eine Gefahr aus, auch eine Beeinträchtigung der Anwohner kann ich nicht feststellen. Die Erlaubnis diesen Baum zu fällen gab es wohl nicht, also wird er nun solange “zurück” geschnitten  bis er nicht mehr die Kraft hat auszutreiben und abstirbt.

Traurig, dass es Menschen gibt, die der Natur austreiben wollen auszutreiben und statt dessen abtreiben.

Ich hoffe inständig, dass mein Baum im Frühjahr dennoch wieder die Kraft findet, um neu zu treiben – allen Baumgegnern zum Trotz.

Alles Gute

Evi

Das Gesetz der Serie

Ich weiß nicht, ob es dieses Gesetz wirklich gibt, aber ich erinnere mich daran, dass es mir immer dann passiert ist, wenn große Veränderungen in meinem Leben fällig waren.

Gefangen in meinem Alltagstrott habe ich die kleinen Zeichen, die Winke des Schicksals nicht richtig gedeutet.  Anstelle etwas Grundlegendes zu ändern, habe ich Bestehendes, Altes nur verbessert, rationeller und effektiver gestaltet.

Bis das “Gesetz der Serie” zuschlug und die Ereignisse tiefgreifender waren und mich zu grundlegenden Veränderungen zwang.

Wohnwechsel, Arbeitslosigkeit, Trennung ….. all das sind tiefe Einschnitte in unser gewohntes Leben, das trifft unser tiefstes Inneres.

“Ein Unglück kommt selten allein” – und dann schlägt das “Gesetz der Serie” zu und erschüttert die Grundmauern unseres Lebens, bringt sie mitunter zum Einsturz und wir stehen vor einem Scherbenhaufen unseres Lebens und fühlen uns am Boden zerstört, am Ende.

Es ist der Punkt, an dem es nicht schlimmer werden kann. Und genau dieser Punkt versetzt uns in eine Haltung, die uns etwas wagen lässt – weil: Schlimmer geht’s nimmer.

Dieser Zustand der Ausweglosigkeit zwingt uns dazu die alten Mauern zu verlassen, aus unser bisheriges Leben heraus zu treten und nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten.

Endlich sind wir gezwungen die Welt um uns herum anders wahr zu nehmen; wir hetzen nicht mehr durch unseren Alltagstrott, der über Jahre der Gleiche geblieben ist, das ist uns genommen worden, weil DAS nicht unser wirkliches Leben ausmacht.

Nach solchen Schicksalsschlägen haben wir die Chance endlich unser wahres ICH, unsere wirkliche Bestimmung zu ent-decken, uns auf unsere Gaben und Talente zu besinnen und diese in unser Leben zu holen.

Wir müssen nicht Auswandern, um diese grundlegende Veränderung in unserem Leben zu vollziehen.

Wir brauchen nur unseren Blickwinkel zu vergrößern, unseren Horizont erweitern und wahrnehmen, was das Leben an Alternativen für uns bereit hält.

Abstand von alten Gleisen nehmen und einfach mal in eine ganz andere Richtung schauen, Querdenken, verrückte Ideen zulassen und scheinbar Unmögliches zulassen.

Das braucht Zeit und so ist es nicht verwunderlich, dass uns die Ereignisse diese Zeit geben.

Ein Job-Verlust, Trennung, Krankheit – all das gibt uns auch die Zeit und die Möglichkeit uns endlich mal mit uns selbst zu beschäftigen, mit dem, was wir wirklich wollen.

Das Wichtigste in scheinbar ausweglosen Situationen ist ein Mensch, der uns Halt gibt, Mut macht, mitfühlend und aufbauend ist und uns dadurch hilft, indem er mit uns spricht, gemeinsam nach Auswegen und Lösungen sucht – Einer, der die Nerven behält und uns beisteht, wenn wir durch das “Tal der Tränen” gehen.

Das kann die beste Freundin sein, aber auch verständnisvolle Kollegen oder professionelle Hilfe durch einen Berater.

Ich erlebe es immer wieder, wie verzweifelt Menschen sind, wenn ihnen das Schicksal übel mitspielt. Sie wollen sich einfach mal die Sorgen von der Seele reden, sich verstanden fühlen. Ich versuche ihnen dann Mut zu machen, beizustehen und Zuversicht zu geben. Ich frage dann von Zeit zu Zeit immer wieder mal nach, wie es ihnen geht, was sie machen, lobe sie für das Erreichte, ermutige sie bei Rückschlägen und  bestätige sie in ihrem Tun. Ich zeige ihnen auf, was sie schon erreicht haben und gebe ihnen die feste Zuversicht, dass sie in einem Jahr die Situation gemeistert haben.

Und das ist wirklich so, Schuldner haben eine Lösung, wie sie ihren Schuldenberg abtragen können; Andere haben einen neuen Job gefunden und erzählen, dass sie das hätten schon viel früher machen sollen.

Wieder Andere werden nach der Trennung oder Verlust des Partners selbstbewusster und selbstsicherer, entwickeln Kräfte und Fähigkeiten, die sie sich selbst nie zugetraut hätten.

Wir müssen es nicht zum Äußersten kommen lassen und das “Gesetz der Serie” voll ausschöpfen, es reicht, wenn wir bei den kleinen Einschlägen in unserem Leben aufmerksamer werden und sie als Signale wahrnehmen , um etwas in unserem Leben zu ändern.

Ich wünsche uns allen eine gute Zeit.

Liebevolle Grüße

Evi

Möglichkeiten

Die stärkste Triebfeder mich neuen Gewohnheiten zu nähern ist für mich, wenn sich mir gute Möglichkeiten bieten. Möglichkeiten, die mir die Aussicht bieten, etwas in meinem Leben zu verbessern oder zu erleichtern und vor allem, die mich begeistern.

So kommt es häufig vor, dass – habe ich mir mal etwas in den Kopf gesetzt – sich mir auch die Möglichkeiten bieten.

Allein, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken, was uns interessiert, begegnen uns auch die Möglichkeiten dazu. So können wir Menschen begegnen, die uns motivieren, indem sie von ihren Erfahrungen erzählen und uns damit begeistern, es auch zu versuchen. Oder uns ‘fallen’ die richtigen Bücher in die Hände – genau solche, die uns Antworten geben können auf unsere Fragen. Oder wir erleben eine Situation, bei der es “Klick” macht und uns alles klarer erscheint – die Lösung quasi auf dem Weg liegt.

Es ist eigentlich egal, wie wir uns neuen Gewohnheiten nähern, wichtig ist, dass wir die Chancen nutzen, die sich uns bieten und einfach dran bleiben.

Die Möglichkeiten sehen, die sich uns bieten und sie “beim Schopfe packen” – das ist am besten.

“Es gibt nichts Gutes – außer man tut es ” (Erich Kästner)  – “Tue Gutes und rede darüber” (Walter Fisch) – so haben Gleichgesinnte die Möglichkeit einander zu begegnen, sich sozusagen zu offenbaren und einander zu motivieren.

So bin ich zu SMOOTHIES gekommen. Eine Bekannte hat diese fruchtige Köstlichkeit – ruck zuck gemixt. Etwas Obst, etwas Wasser – den Zutaten sind keine Grenzen gesetzt – und ab in den Mixer – und innerhalb einer Minute hat man ein Glas Gesundheit auf dem Tisch. Den handlichen Mixer, den sie benutzte habe ich mir dann auch gleich angeschafft.

Dank www können wir uns entsprechende Videos ansehen, wie alles funktioniert und Erfahrungsberichte lesen.

Inzwischen sind grüne Smoothies - eine Mischung aus Obst und Wildkräutern , wie Girsch, Brennessel, Minze, … ein fester Bestandteil meiner Ernährung.

Dieses leicht zu konsumierende Getränk kommt mir sehr entgegen – denn ich bin nicht so der Knabbertyp. Jetzt schaffe ich die empfohlen 5 Portionen Obst & Gemüse pro Tag spielend.

Es gibt so viele Möglichkeiten, die genau zu uns passen, die uns gut tun und uns Spaß machen und motivieren – wir müssen nur lernen, sie zu sehen und anzunehmen.

“Carpe diem” – nutze den Tag – wir können auch sagen “Pflücke die Möglichkeiten”.

Und weil wir alle einzigartig sind, sind auch unsere Möglichkeiten ganz individuell.

Ich kann hier von meinen Erfahrungen schreiben, die mir geholfen haben, das kann bei Dir ganz ähnlich sein – oder aber ganz anders. Am besten Du hörst auf Deine innere Stimme und folgst ihr.

Alles ist möglich – wenn Du willst !

 

Liebe Grüße

Evi

Archiv