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Sicht-BAR

Sicht-BAR: Alle Jahre wieder

 

20. TürWie schnell doch so ein Jahr vergeht – nun ist schon wieder Dezember und überall werden die Türchen von den Adventskalendern geöffnet.

Und da es so Brauch ist, gibt es auch bei mir einen Adventskalender mit Fotos aus vergangenen Wintertagen – mit Schnee und Eis.

Sicher wird uns auch dieser Winter wieder Schnee und Eis bringen.  Bis dahin könnt Ihr euch an den Bildern und Zitaten erfreuen.

Klickt dazu einfach den Button “Adventskalender 2016″ an und öffnet dann an jedem Tag ein Türchen.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

 

Liebe Grüße

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Evi

Sicht-BAR: Herbstzeit

15-16 Sicht-BAR Herbst

Erschrocken habe ich festgestellt, dass ich schon über drei Monate keinen Beitrag mehr geschrieben habe.

Einerseits fehlte mir die Zeit und zum anderen war mir auch nicht so nach Schreiben zumute. Ich habe viel Zeit mit der Unterstützung meiner Eltern, vor allem mit der Pflege meines Vaters zugebracht, der inzwischen verstorben ist. Den Ausgleich habe ich dann beim Gärtnern gefunden.

Die Kartoffelernte ist überraschend reichhaltig ausgefallen, so dass ich den Spruch: “Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln” getrost auf mich anwenden kann.Die größte Kartoffel wog 469 Gramm!

Ich habe in Ermangelung eines kalten Kellers, die Kartoffeln in zwei Erdmieten gelagert. Dazu dienen mir zwei große Waschmaschinentrommeln, die ich vom Schrottplatz geholt habe. Dazu passend habe ich noch zwei Deckel gefunden.  Abgedeckt habe ich diese Erdmieten mit dicken Styroporplatten, die noch von Bauaktionen übrig waren.  Ich hoffe, dass das reicht und die Kartoffeln so vor Frost ausreichend geschützt sind und wir bis in den Winter hinein davon essen können.

Sie schmecken übrigens ausgezeichnet und finden nun fast täglich Verwendung im Speiseplan – als Pell- oder Salzkartoffeln, Stampfkartoffeln, Bratkartoffeln, für Kartoffelklöße und Kartoffelkuchen, ebenso wie Reibekuchen und Kartoffelsuppe.

Die Apfelernte neigt sich auch langsam dem Ende zu. Auch sie werden – wie jedes Jahr – zu Apfelsaft, Apfelmus und getrockneten Apfelscheiben verarbeitet.

Auch der Mangold und die Rote Bete sind prächtig gewachsen, so dass ich immer noch davon ernten kann.

Der erste Bodenfrost und die kalten Nächte hauchen den Sommerblumen das Leben aus. Sie landen in dem neu gebauten Hochbeet. Mit der Größe von 1×2 m und 1m Höhe passt ziemlich viel Material hinein. Den Abschluss bildet das Laub, was jetzt herunter rieselt.

Eine Woche haben wir auch auf der Donau verbracht, Wien, Budapest und Bratislava besucht und die Herbstlandschaft an uns vorüber ziehen lassen. Das war eine willkommene Abwechslung.

Auch mein kleiner Enkel bereitet mir viel Freude. Ich versuche ihn wenigstens einmal in der Woche zu besuchen, der mit seinen 6 Monaten auch immer lebhafter und aufmerksamer wird. Es ist wirklich erstaunlich, in welchem Tempo diese kleinen Menschenkinder die Welt erobern, lernen ihre Hände richtig zu gebrauchen und alles ganz aufmerksam beobachten und nachahmen.

Nun hat das Jahr nur noch zwei Monate. Die Zeit des Goldenen Herbstes ist fast vorbei und die stürmisch-kalte Jahreszeit hält Einzug.

Mit der Umstellung der Uhren wird es noch früher dunkel und die Tage werden sichtbar kürzer. Die Teezeit beginnt wieder und die Kerzen haben wieder Hochsaison.

So hat jede Zeit ihre schönen Seiten.

Alles Liebe

 

Evi

 

Sicht-BAR: Wetter-Kapriolen

03-15 Sicht-BAR Wetterkapriolen 1

Eigentlich ist ja der Januar ein typischer Wintermonat. Während gerade um die Weihnachtszeit oft  Fönluft “Weiße Weihnachten” verhindert, so überascht uns der Winter gegen Ende des Jahres doch noch mit frostigen Tagen und Schneefall. So war es auch dieses Jahr. Am 29.12. schneite es den ganzen Tag und wir hatten eine geschlossene Schneedecke mit fluffigem Schnee, der sich leider nur 2 Tage hielt bis er weg taute.

Einen solchen milden Januar, wie in diesem Jahr, habe ich auch noch nicht erlebt. Noch nicht ein Frosttag. Die Temperatur stieg in der letzen Woche sogar auf 12 Grad an und erinnerte eher an Frühling.

Die Stadtreinigung – die sonst mit Schneeschieben und Streuen beschäftigt war – zog teilweise schon den Frühjahrsputz.

Im Garten meiner Eltern blühen seit einigen Tagen die ersten Winterlinge. Besonders staune ich über die Gänseblümchen. In unserem Garten finde ich zu jeder Jahreszeit welche, vor allem in so milden Wintern wie in diesem Jahr.

Die Vögel zwitschern schon und sind vor allem an sonnigen Tagen zu hören. Die Futterhäuschen werden nicht so stark besucht wie an kalten Tagen.

Dennoch freue ich mich, dass es jeden Tag ein bisschen länger hell ist und auch die Sonne ab und an scheint. Das ist einfach gut für’s Gemüt.

Schauen wir mal, was der Januar noch bringt. Das Schöne am Wetter ist, dass es keiner ändern kann und wir es so nehmen, wie es kommt.

Einen Vorteil hat die schneefreie Zeit – der Straßenverkehr bleibt entspannt.

Macht das Beste daraus!

Liebe Grüße

Evi

03-15 Sicht-BAR Wetterkapriolen 2So schön kann Winter sein!

Sicht-BAR: Fotografieren 8

Architektur fotografieren

Das Fotografieren von Gebäuden, Häuserzeilen, Kirchen, hohen Türmen und historischen Gebäuden ist immer wieder eine Herausforderung für mich. Einerseits beeindruckt mich das gesamte Ensemble und ich möchte diesen Eindruck auf das Bild bannen. Beim Anschauen war ich dann oft enttäuscht, wenn die Gebäude zu kippen schienen, weil die Linien an den Seiten schräg verliefen. Eine monumentales Gebäude in ganzer Pracht auf das Bild zu bekommen ist mit einem normalen Objektiv nicht wirklich machbar, ohne dass es zu “Verzerrung” der Linien kommt – zu “stürzenden Linien” – wie es in der Fachsprache heißt.

14-35 Sicht-BAR Fotografie 7 d

Hier ist es das Annaberger Rathaus, was “kippt”.

Das kommt dadurch, dass wir durch Kippen der Kamera versuchen alles drauf zu bekommen.  Sobald wir die Kamera nicht mehr parallel zum Gebäude halten ist auch der Sensor in der Kamera nicht mehr parallel zum Objekt, welches wir fotografieren. Dadurch werden die geraden Linien automatisch schief – weil wir ja auch die Kamera “schief” halten – also winkelig zu den Hauswänden, wodurch diese dann zu kippen scheinen.

Entweder ich benutze ein Weitwinkelobjektiv – was ich im Moment noch nicht habe – um so viel wie möglich auf das Bild zu bekommen, oder ich beziehe das “Schräge” bewusst in meine Bildgestaltung ein und mache ein richtig “schiefes” Bild und lasse das Gebäude bewusst schräg in den Himmel ragen, dann stören auch die verkürzten Linien nicht mehr und geben dem Bild eine besondere Note.

Ein anderer Trick ist es möglichst weit weg vom “Objekt der Begierde” zu gehen.

14-35 Sicht-BAR Fotografie 7 b

 Hier habe ich die Spitze des Annaberger Rathauses durch eine Häuserzeile fotografiert

Verwenden wir dann noch ein ausgefahrenes Zoom-Objektiv bringt uns das den Effekt, dass man durch das Zoomen die Tiefe nimmt, alles etwas “platt” erscheint, aber  alles “gerade” auf das Bild bringt und so stürzende Linien vermeidet.

Einen ganz besonderen Reiz hat das Fotografieren von Gebäudedetails – was mein persönlicher Favorit ist. Nimmt man einzelne Details aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf, so haben sie einen ganz besonderen Scharm. Da gilt die Fotografenregel: “wenn das Bild nicht gut ist, dann warst du nicht nah genug dran”.

14-35 Sicht-BAR Fotografie 7 c

An einer Hauswand habe ich dieses Detail entdeckt.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass die Menschen die das Gebäude in und auswendig kennen, es oft nicht anhand  der Detailfotos erkennen, da sie diese mit der Zeit nicht mehr wahrnehmen. Durch Detailaufnahmen lernt man dann so ein Gebäude wieder ganz neu kennen.

Wichtig bei Architekturaufnahmen sind auch die Lichtverhältnisse. Es bringt nicht viel, wenn ein Gebäude im Schatten oder grellem Sonnenlicht fotografiert wird, denn damit kommt keine Tiefe in das Bild, wodurch eine besonders gute Wirkung des Motivs erzeugt wird. Tiefe wird durch die kleinen Schatten erzeugt, die die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes hervortreten lassen. Da gilt die Fotografenregel: “von 11 bis 2 hat der Fotograf frei” – da in dieser Zeit die Sonne einfach zu hoch steht und das Gebäude voll ausleuchtet oder die Schatten von oben kommen, also keine seitlichen Schatten erzeugt, was nur durch eine tiefstehende Sonne möglich ist – also entweder morgens oder spätnachmittags.

Dabei ist für Architekturaufnahmen klares Licht vorteilhaft, was wir  morgens haben, wenn die Staubbildung und Luftverschmutzung noch gering sind. Dabei kann auch ein Polarisationsfilter gute Dienste leisten, der Spiegelungen weg nimmt – was einerseits für einen blauen Himmel sorgt und anderseits ungewollte Spiegelungen in Fensterscheiben verschwinden lässt.

Spiegelungen in Fensterscheiben können wir auch bewusst nutzen, z. B. indem wir sie “auf’s Korn nehmen”.

14-35 Sicht-BAR Fotografie 7 a

In der Schaufensterscheibe spiegelte sich das gegenüberliegende Gebäude sehr schön.

Wenn wir ein Gebäude im richtigen Licht aufnehmen wollen, dann hilft uns der Dämmerungsrechner - der uns sowohl für Zeiten und die Richtung des Sonnenauf- und unterganges aufzeigt , als auch die Auf-und Untergangszeiten des Mondes. Wir können uns dannn jedes beliebige Gebäude aussuchen und schauen, welche Jahres- und Tageszeit uns das besondere Licht bringt. Ansonsten haben wir entweder zu viel Schatten, zu viel Licht oder halb Licht/halb Schatten und haben das Gebäude eben nicht im guten Licht erscheinen lassen.

So gibt es zahlreiche Möglichkeiten auch bei verschiedenen Licht-Verhältnissen gute Fotos von Gebäuden zu machen – wir müssen nur den gewissen Blick dafür haben.

Beim Durchsehen alter Fotos sind mir all die “Fotografischen Sünden” aufgefallen. Für zukünftige Architkturfotografie werde ich das hoffentlich im Hinterkopf behalten und möglichst all das berücksichtigen, was ich im Fotokurs gelernt habe.

Viel Spaß beim Fotografieren wünscht

Evi

 

 PS: Alle Bilder habe ich im Dezember letzten Jahres in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge gemacht, wo wir den Weihnachtsmarkt besucht haben. Mehr davon wird es in meinem diesjährigen Adventskalender in 20 Tagen geben.

 

 

Sicht-BAR: Fotografieren 7

Tiefenschärfe mit Brennweite, Blende und Abstand zum Motiv einstellen

Wie bekommen wir Tiefe in ein zweidimensionales Bild?

Ein gutes Stilmittel ist das Spiel mit der Tiefenschärfe, indem wir Schärfe und Unschärfe kombinieren. Das kommt besonders gut durch das “Freistellen” eines Motivs zur Anwendung. Außer dem Motiv wird die Umgebung absichtlich “verwischt”, damit nichts vom Motiv ablenkt. Das ist besonders für Portraitaufnahmen wichtig.

Auch Makroaufnahmen leben davon, dass nur das scharf ist, worauf wir das Auge lenken wollen. D. h. es ist nur ein kleiner Bereich scharf – alles andere “verschwimmt”.

In der Landschaftsfotografie wollen wir einen großen Bereich scharf haben – also mit viel Tiefenschärfe, was uns Weite vermittelt. Dabei erscheint der Hintergrund – z. B. Berge oder die weit entfernte Häuserzeile einer Großstadt als Silhouette und vermittelt einen ganz besonderen Eindruck.

Wie erzielen wir die unterschiedlichen Tiefenschärfen – großer oder kleiner Bereich?

Hier sind die Brennweite, die Blende und der Abstand zum Motiv die entscheidenden Einflussfaktoren.

Die Brennweite – sie ist abhängig von den verwendeten Objektiven. Es gibt  Weitwinkelobjektive, Teleobjektive – sowie Standardobjektive – und noch diverse Spezialobjektive für spezielle Effekte.

Weitwinkelobjektive haben kleine Brennweiten und  gibt es mit Brennweiten zwischen 15 und 35 mm. Diese ermöglichen eine große Tiefenschärfe und werden meistens für Landschaftsaufnahmen eingesetzt, um möglichst viel auf dem Bild erkennen zu können.

Teleobjektiv – gibt es mit großen Brennweiten zwischen 80 und 300 mm. Hier ist der Bereich für die Tiefenschärfe klein , d. h. es wird nur ein begrenzter Bereich scharf dargestellt. Dadurch wird der Hintergrund unscharf dargestellt. Mit einem Teleobjektiv können auch entfernte Motive “heran geholt” werden.

Standardobjektive decken meist den Bereich dazwischen ab – von 35 bis 80 mm.

Es gibt auch Zoomobjektive, die Brennweiten von 28  bis 100 mm zulassen. Das ist vor allem für unterwegs eine gute Sache.

MERKE: Kleine Brennweite für große Tiefenschärfebereiche   UND große Brennweite für kleine Tiefenschärfenbereiche

Dabei werden der Abstand und die Brennweite nicht verändert.

 

Bei der Blende ist es ähnlich: Kleine Blende (großer Blendenwert z. B. f/22) – meist bei hellen Lichtverhältnissen – ermöglichen eine große Tiefenschärfe.

Eine große Blende (kleiner Blendenwert z. B. f/2,8) – meist bei schlechten Lichtverhältinissen – ermöglichen nur einen kleinen Tiefenschärfebereich.

 

MERKE: Kleine Blende für große Tiefenschärfenbereiche UND große Blende für kleine Tiefenschärfenbereiche

Dabei werden die Brennweite und der Abstand nicht verändert.

 

Beim Verändern des Abstandes ist es genau umgekehrt. 

 MERKE: Je kleiner der Abstand, desto geringer der Tiefenschärfenbereiche – UND - je größer der Abstand, desto größer der Tiefenschärfenbereich.

Dabei werden die Brennweite und die Blende nicht verändert.

 

ZUSAMMEN GEFASST:

Also für möglichst große Tiefenschärfenbereiche (viel Schärfe): kleine Brennweite, kleine Blende, großer Abstand.

In der Praxis also mit einem Weitwinkelobjektiv  bei Sonne (kleine Blende) in die Ferne fotografieren.

für kleine Tiefenschärfenbereiche (viel Unschärfe): große Brennweite, große Blende, kleiner Abstand.

In der Praxis mit Teleobjektiv eine Porträt- oder Makroaufnahme machen, wodurch das Motiv “frei gestellt” ist.

 

Man oh man – das ist schon ziemlich viel Theorie – ich glaube, das Beste ist wirklich einfach nur  üben, üben und ausprobieren, die einzelnen Einstellungen verändern, fotografieren, wieder eine Einstellung verändern usw. – dann schauen, welches Bild  am besten wirkt. Die digitale Welt macht es möglich und bietet uns so viel Flexibilität und unzählige Möglichkeiten.

Ich werde viel ausprobieren und bin gespannt auf die Ergebnisse, die ganz besonderen Bilder.

Viele Grüße

Evi

 

 

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