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Natur

Erleb-Bar: Der Herbst beginnt

16-05-erleb-bar-herbst

Heute Morgen ist es nebelig und kühl – naja, es ist an der Zeit, der Herbst verlangt sein Recht.

Und ich mag auch diese Tage, überhaupt liebe ich den Wechsel der Jahreszeiten.

Die Natur zeigt uns, wie der natürliche Lauf des Lebens geht.

Im Frühling das Erwachen der Natur, dieses verschwenderische Blühen in all den Farben. Erst in Weiß mit den Schneeglöckchen und Märzenbechern, dann das Gelb der Narzissen und Forsythien, sozusagen als „Sonnengruß“ und dann wird es mit den Krokussen und Tulpen immer bunter. Und wenn dann der Frühling so richtig eingeläutet ist, dann überzieht er alles mit einem  grünen Teppich. Die Vögel zwitschern und singen ihre Lieder und die Tage werden wieder länger. Es ist so ein schönes Erwachen und Aufbrechen der Natur, so ein intensives Wachsen und sich entwickeln, dass einem schwindelig wird.

Dann der Sommer – ich liebe die Sonne, das Licht, die Wärme – sie lässt die Früchte reifen, die Beeren im Garten, im Wald und all die Früchte und das Gemüse, die Blumen und Kräuter – ein reich gedeckter Tisch. Ich liebe es in der Erde zu buddeln, im nahen See baden zu gehen und in der Sonne zu liegen und Energie zu tanken.

Und der Herbst beschenkt und mit Obst und Gemüse für die Winterzeit, die letzten Äpfel, Kürbisse, Kartoffeln und Möhren. Die immer kürzer und kühler werdenden Tage signalisieren der Natur Kraft zu sparen, die vorhandenen Energien langsam wieder in den Wurzeln zu speichern, Energiereserven anzulegen und Wind und Wetter so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten.

Zeit auch für uns, sich auf unsere Wurzeln zu besinnen.

Die Blätter haben ihre Aufgabe als Chlorophyll“fabriken“ erfüllt und dienen nun als Humusspender für die kommende  Saat. All die kleinen Lebewesen und Mikroorganismen helfen ihnen dabei.

Und dann kann er kommen – der Winter – der mit eisigem Frost auch die letzten Blumen sterben lässt und zur Ruhe und Entspannung, zu Rückzug und Besonnenheit zwingt.

Die Dunkelheit hat nun das Regiment übernommen – sie will uns helfen, dass auch wir gelassener werden, uns mehr Ruhe gönnen und mehr Schlaf.

Die Natur wird mit einer Decke aus weißem Schnee zugedeckt und lässt alles noch viel ruhiger, ebenmäßiger und klarer erscheinen. Eingehüllt in einen weißen Mantel macht sie fast alles gleich. Alles fügt sich ein in diese kühle Sanftheit.

Und wenn der eisige Nordwind kommt, dann setzen wir uns an das Kaminfeuer und erwecken die Sonne aus dem geschlagenem Holz wieder zum Leben – mit einem warmen Lichtschein und wohliger Wärme.

Ein leckerer Tee, ein Rauchwerk aus Weihrauch oder Räucherkerzen, eine Kerze – das macht es so richtig heimelig.

So liebe ich JEDE Jahreszeit und bin mir der Geschenke bewusst, die jede von ihnen mitbringt – der Frühling, der Sommer, der Herbst und der Winter. Und sie machen mir auch die Vergänglichkeit bewusst, den Lauf des Jahres und die Zeit des Lebens – für mich immer wieder ein Zauber der Natur, in der ich mich so sehr als Teil von ihr begreife und ehrfürchtig bin und dankbar, dass ich es so erleben kann.

 

Ich wünsche Euch eine gute Zeit.

 

Ganz liebe Grüße

 

Evi

 

Wunder-BAR: Natur pur

15-12  Wunder-BAR Natur pur 1

Der Frühling ist nun fast vorbei, die Rhododendron- und Kastanienblüten sind am Verblühen und sie fallen vom Baum. Der Sommer hat sich in den letzten Tagen mit Temperaturen um die 30 Grad angekündigt. Die Natur verwöhnt uns mit ihrer Fülle.

Die Obstbäume haben nach der üppigen Blüte  Früchte angesetzt und die ersten Süßkirschen sind reif und es beginnt der Wettstreit um die süßen Früchte zwischen Mensch und Vogel.

Die Spargelsaison ist im vollen Gange, ebenso wie der Rhabarber, der zeitgleich geerntet wird. Am 21. Juni – also in einigen Tagen – ist es dann vorbei, dann brauchen diese Pflanzen wieder Ruhe.

Täglich werden auch die Erdbeeren im eigenen Garten reif und schmecken besonders gut, wenn man sie gleich vor Ort isst. Der betörende Duft der Holunderblüten ist dabei ein guter Begleiter und verführt mich jedes Jahr dazu aus den Blütendolden Gelee oder Sirup zu kochen.

Am Rande der Getreidefelder wetteifern Mohn, Kornblume und wilde Kamillenblüten um die Gunst der Betrachter. Diesem herrlichen Farbspiel – Rot – Blau – Weiß-Gelb kann man sich einfach nicht entziehen. Vor dem grünen wogenden Meer des Getreides heben sich diese Farbtupfer besonders gut ab. Wohl dem, der die Zeit und Muße hat sich diesem Schauspiel der Natur hinzugeben.

15-12  Wunder-BAR Natur pur 2

Mit dem Juni hat nun auch die Rosensaison begonnen und die Kletterrosen verströmen ihren Duft und erfreuen mit einem üppigen Bouquet an Blüten.

Ich genieße diesen Lauf der Natur in allen Jahreszeiten und bin immer wieder begeistert, wie zauberhaft all das geschieht.

Auch in der Tierwelt ist jetzt Hochsaison und die Tiereltern haben viel zu tun, um ihre Jungen zu versorgen.

Hier in der Umgebung gibt es einige Storchennester und ich schau, ob ich die kleinen Schnäbel der Jungen entdecken kann. Noch sind sie zu klein, um über den Nestrand zu schauen. Es gibt ja inzwischen schon viele Webcams, die es uns ermöglichen ganz nah dabei zu sein.  Hier ist ein Link in denen uns 344 Storchen-Webcams weltweit Einblick in Storchennester ermöglichen.

Ich beobachte die kleineren Vögel in unserem Garten, wie die Meisen, die im Dauerbetrieb ihre Jungen gefüttert haben. Oder das Gartenrotschwänzchen, die ihre Jungen in der Nähe unseres Holzstapelplatzes aufgezogen hat und die Jungen noch füttert, die ganz arglos auf dem Zaun oder der Dachrinne sitzen. Bei den Spatzen hat es dieses Jahr noch nicht mit Familienzuwachs geklappt, auch wenn sich der Spatzenmann redlich Mühe gibt bei der Familiengründung mit  seiner jungen Spatzenfrau. Im letzten Jahr hatte er mit seiner Partnerin zwei Mal Junge groß gezogen, bis diese nicht mehr wieder kam – wahrscheinlich ist sie andren Tieren zum Opfer gefallen. Der Spatzenpapa hat dann tapfer die vier Kleinen allein groß gezogen. Seine Neue scheint halt doch noch etwas zu jung für die Familiengründung.

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Ja – es ist viel los in der Natur. Mir macht es Freude all das Werden und Wachsen mit zu verfolgen und mich daran zu erfreuen.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit.

Liebe Grüße

Evi

 

Erreich-BAR: Gesunde Ernährung

05-18 Erreich-BAR Gesunde Ernährung

Mein Hauptziel für dieses Jahr ist es meine Ernährung weiter zu verbessern. Dafür habe ich mich auch im Internet umgeschaut und mich  über ganz viele Ernährungsstile und -richtungen informiert.

Im Moment ist die Rohkost sehr im Kommen und hat ganz viele Anhänger. Es gibt viele Rohkost-Blogs mit ganz kreativen Rezepten – vor allen von jungen Leuten. Wenn man dann dahinter schaut, wie diese Menschen zur Rohkost gekommen sind, so war es meistens keine Freiwilligkeit, sondern der Leidensdruck durch Allergien, Krankheiten und Unverträglichkeiten. Die  Schulmedizin hat in allen  Fällen nicht die Lösung für das ursächliche Problem gebracht.

Alle Tiere in der Natur ernähren sich rohköstlich – es gibt keinen “Küchenherd” im Wald oder auf der Heide. Selbst der Elefant, das Nilpferd sind gewichtige Pflanzenfresser und verzichten ganz auf Fleisch. Auch die Schimpansen – unsere nächsten Verwandten im Tierreich haben überwiegend grüne Blätter auf ihrem Speiseplan.

Mit dem Wissen, dass der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll dem menschlichen roten Blutfarbstoff Hämoglobolin fast identisch ist – sie unterscheiden sich nur durch das Zentralatom, beim Chlorophyll ist es Magnesium und beim Hämoglobolin ist es Eisen – liegt es nahe, dass Blattgrün einfach zu gesunder Ernährung gehört.

Ich habe schon mal 2013 mit Grünen Smoothies begonnen, aber nicht durchgehalten. Es ist daran gescheitert, weil ich noch keinen Hochleistungsmixer hatte. Grüne Smoothies brauchen einen Hochleistungsmixer, um richtig “smooth” zu werden. Inzwischen habe ich einen Mixer mit ordentlich Umdrehungen und meine Grünen Smoothies sind wirklich lecker.

Es sind eigentlich nur 3 Zutaten notwendig: 1/2 Obst, 1/2 Blattgrün und Banane für mehr Cremigkeit. Das dann mit 1/3 stillem Wasser auffüllen  – am besten mit  gut gefiltertem Leitungswasser – und dann 1 bis 2 Minuten mixen – je nach Leistung des Mixers und fertig.

Am allerwichtigsten ist es, dass der Smoothie schmeckt – anfangs habe ich ihn mit Apfelsaft aufgepeppt, später mit Ahornsirup oder getrockneten Dattel gesüßt. Da ist Experimentieren angesagt.

Blattgrün und Obst entsprechend der Jahreszeit – im Winter nehme ich Feldsalat, Grünkohl, Spinat, Ruccola, Möhrengrün und Petersilie.  Äpfel, Birnen, Apfelsinen – was grad Saison hat.

Mit diesem  morgendliche Powerdrink beginne ich den Tag – für mich genau richtig, da ich eh nicht der Frühstücksmensch bin und er ist ruck – zuck fertig. Den Rest stelle ich dann in den Kühlschrank für das zweite Frühstück.

Bananen sind auch ein Allrounder bei der Rohkost – gemixt als Salatdressing oder gefroren und gemixt als Eis – in Stücke oder nur mit der Gabel zerdrückt – sie schmeckt jedes Mal ein bisschen anders. Gemischt mit Früchten nach eigener Wahl bringt jedes Mal ein anderes Geschmackserlebnis.

Mein Favorit sind z. Z. rohe Zucchini-Nudeln mit Tomatensauce :

6 Tomaten – 6 getrocknete und vorheri eingeweichte Tomaten – 1/2 Zitrone (Saft ) – 4 Datteln – 4 EL Olivenöl

Die Zucchinis mit einem Sparschäler oder einem Spiralschneider zu “Nudeln” schneiden. Die rohen und getrockneten (vorher eingeweichten) Tomaten mit den Datteln, dem Zitronensaft und dem Olivenöl kräftig mixen und auf die Zucchini-Nudeln geben – einfach lecker!

Ebenso wie Chiccorée mit Apfelsinen – alles schön klein geschnippelt und mit Orangen- oder trüben Apfelsaft aufpeppen – fertig!

Als kleines Schmankerl nasche ich gern Energie-Kugeln, aus getrockneten Früchten – entweder Datteln, Aprikosen oder Pflaumen – mit Nüssen, Kokosraspel oder Mandeln gemixt – als frische Zutat gern noch Zitronensaft oder geriebenen Ingwer dazu. Vanille, Zimt und Chili geben dann noch den Extra-Kick. Eine gesunde Nascherei.

So besteht mein Speiseplan inzwischen zur Hälfte aus Rohkost, die ich hauptsächlich in der ersten Tageshälfte esse – aber auf alle Fälle immer VOR gekochtem Essen. Es kommt zu Blähungen, wenn Rohkost nach gekochtem Essen verzehrt wird, da Rohes schneller verdaut als Gekochtes und dann zu Gären anfängt, wenn es danach gegessen wird.

Kein Wunder, dass so mancher zum Rohkost-Muffel wird, wenn der Salat zum Essen und das rohe Obst nach dem Essen zu Magengrummeln führt.

Mir tut die rohe Kost gut und ich werde sie auf alle Fälle beibehalten.

Liebe Grüße

Evi

 

Erleb(nis)- BAR: Sommer satt

Sommerzeit – Ferienzeit – Urlaubszeit – und in Deutschlands Mitte und Norden ist ein richtiges Sommerwetter, so wie es im Buche steht, wie man es sich wünscht, wenn man die Freizeit genießen will.

Blauer Himmel – Sonne satt und Temperaturen um 30 Grad. Dazwischen mal Regenschauer, was uns allen gut tat, sowohl Mensch, Tier, als auch der ganzen Natur.

Die Freibäder, Seen und Swimmingpools in den Gärten erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Schulkinder haben wirklich Glück, dass sie bei so schönem Wetter ausgelassen im Wasser rumtoben, vieles erkunden und erleben können. Mich stört es nicht, wenn die Nachbarskinder kreischend toben und lachen – das ist Leben – und ich erinnere mich gern daran, als meine Jungs so ausgelassen ihre Ferientage verbracht haben.

Ich nutze die Zeit zum Radfahren durch den nahe gelegenen Wald, mache einen Abstecher zum See und sitze dann mit einem Buch in einer schattigen Ecke meines Gartens.

Im Nachbarort ist ein Kneippbad in einem Bachlauf eingebaut – wo man sich erfrischen kann, indem man durch das kalte fließende Wasser watet. Ich finde, das ist eine sehr schöne Idee.

Am besten gefällt mir im Sommer, dass überall die Früchte reifen – im Frühsommer sind es die Beerensorten (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren) – dann sind auch die Obstbäume dran: nach den Kirschen kommen die Pflaumen und die frühen Apfelsorten – später dann die Pfirsiche und andere Apfelsorten – der Tisch ist immer reichlich gedeckt.

Jetzt sind auch die Brombeeren wieder soweit – wohl dem, der im Garten welche ohne Dornen hat. Ich habe am Waldrand neben einem abgeernteten Feld eine riesige Brombeerhecke entdeckt und wurde beim Ernten ganz schön zerkratzt. Meine Haare verfingen sich in den dornigen Zweigen, denn ich wollte die schönen und großen Beeren, die sich fast unerreichbar vor mir versteckten. Immer wieder hing ich irgendwo fest. Auch die Insekten lieben die Süße dieser Früchte – also heißt es auch aufpassen, dass man nicht noch von einer Wespe gestochen wird. Aber es ging alles gut und so hatte ich bald meine Plastikdose voll.

Da ich schon genug Marmelade aus Himbeeren, Blaubeeren und Erdbeeren eingekocht habe, habe ich mich entschlossen, den größten Teil einzufrieren und zu Speiseeis zu verarbeiten. Bei den heißen Temperaturen immer sehr willkommen.

Auch das Gemüse wächst “wie verrückt” – ich habe Glück, dass mein Bruder einen großen Garten hat und leidenschaftlicher Gärtner ist, so versorgt er mich immer mit  frischem Gemüse, wie Tomaten, Gurken, Bohnen und Kohlrabi. Auf eine Zucchinpflanze hat er dieses Jahr verzichtet, denn die waren im letzten Jahr so üppig, dass sie uns fast “zu den Ohren raus kamen”.

Ich genieße den Sommer und freue mich, dass ich all das so erleben kann, weil ich jetzt einfach genug Zeit habe.  

Ich hoffe, dass der Sommer noch lange anhält und ganz viele Menschen die Möglichkeit nutzen, um draußen zu sein – ob im Freibad, einem Straßencafé oder einfach auf einer Bank im Schatten ausruhen.

Wer einen Biergarten in der Nähe hat, sollte die lauen Abende nutzen und dort in lauschiger Umgebung mit Freunden quatschen oder einfach nur so die milden Abende verbringen.

Wohl dem, der sich in freier Natur, an einem See, in einem Wald, einem nahegelegenen Park oder dem eigenen Garten aufhalten kann – da ist dann das Glück perfekt.

Alles Liebe ! Nutzt die schöne Zeit – in 5 Monaten ist Weihnachten vorbei.

Evi

Erleb(nis)-BAR: Blaubeeren

14-24 Erlebnis-BAR Blaubeeren

In diesem Sommer habe ich ein Teil der Erinnerungen meiner Kindheit geschmeckt – Waldheidelbeeren. Eigentlich sind es für mich „Schwarzbeeren“, denn so haben wir sie genannt, so heißen sie auch heute noch im Erzgebirge, wo ich meine Kindheit verbrachte.

Später als wir in das Umland von Berlin gezogen sind, waren andere Dinge interessanter, als in den Sommerferien Beeren pflücken.

Und so verging die Zeit wie im Flug – Studium – Beruf – Familie – nahmen mich in Anspruch und an „Schwarzbeeren pflücken“ habe ich nicht mehr gedacht, vielleicht, weil ich es nur mit meinen Sommerferien im Erzgebirge verknüpfte.

Nun bin ich im verdienten Ruhestand und erlebe den ersten Sommer ohne Arbeitsdruck , ohne Zeitdruck –  ein ganz neues Gefühl.

Ich empfinde diese neu gewonnene Zeit für mich ähnlich, wie die lange Ferienzeit in meiner Kindheit. Der Leistungsdruck ist von mir abgefallen – es dauerte eine Zeit, bis ich die scheinbare Leere nicht mehr mit Arbeit füllen wollte und die neu gewonnene freie Zeit auch als Freizeit für mich annehmen und genießen konnte.

Ich fahre gern mit dem Rad. Ich spüre den Wind, rieche den Atem der Natur und fühle mich beweglich und frei. Ich radele Wald- und Wiesenwege entlang und freue mich Teil der Natur zu sein.

So erspähte ich schon im Frühling die grünen Heidelbeerbüsche in einem nahe gelegenen Wald und nach den ersten heißen Tagen des Juni entdeckte ich dann die kleinen blauen Beeren daran– noch nicht ganz reif aber es saßen ausreichend an den kleinen Zweigen. Eine Woche später war in meinem Fahrradkörbchen ein kleines Plastikeimerchen. Darin habe ich dann die Blaubeeren gesammelt. Es erschien mir wie eine Ewigkeit, bis das Eimerchen voll war – aber vorher wollte ich nicht aufgeben. Ich „robbte“ von Strauch zu Strauch und sammelte die kleinen blauen Beeren. Es war eine mühselige Arbeit, solange ich mich auf das Füllen des Eimerchens konzentrierte – als ich mich dann auf das Beerensammeln „einließ“, den Geräuschen des Waldes lauschte, den typischen Waldgeruch wahrnahm und mich so richtig eins mit der Natur fühlte, war ich so vertieft in das Pflücken jeder einzelnen Beere, dass sich mein Eimerchen schneller füllte. Die Zeit verging dann doch wie im Flug. Meine Hände waren durch das Pflücken Blau geworden – denn die überreifen Blaubeeren zerquetschten beim Abpflücken.

Zu Hause gab es dann „Schwarzbeergetzen“ , so wie ihn meine Großmutter machte: ein lockerer Eierkuchenteig mit Buttermilch, der in einer  Pfanne gebacken wurde – in den noch  flüssigen Teig wurden die „Schwarzbeeren“ gestreut und langsam fertig gebacken. Mit Zucker bestreut ist es einfach eine Köstlichkeit.  Aus dem restlichen Blaubeeren kochte ich Marmelade, die mich beim Frühstück an diese schöne Zeit meiner Kindheit erinnert.

Liebe Grüße

Evi

 

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