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Motivation

Motivation

Wir wünschen uns bei der Umsetzung und Erfüllung von Aufgaben, dass uns jemand motiviert.

Als Kinder wurden wir von den Eltern ermuntert, etwas zu wagen – sie machten uns Mut, spornten uns an. So lernten wir Laufen, Radfahren und all die Dinge, die uns heute das Leben leichter machen.

In der Schule übernahmen einen großen Teil der Motivation die Lehrer und wir spornten uns gegenseitig an.

Jeder wollte der Beste sein, auf alle Fälle an der Spitze “mitmischen”. Lob und Anerkennung waren der Lohn für unsere Mühen, wenn wir im vorderen Drittel der Klasse waren – also Einsen und Zweien bekamen.

Ein guter Berufsabschluss erhöht unsere Chancen den Job zu bekommen, den wir ausgewählt haben.

Wir streben eine Karriere an, die uns mehr Geld und Ansehen verspricht. In dieser Zeit sind wir am leistungsfähigsten, weil wir uns selbst motivieren.

Motivation – das steckt das Wort Motiv drin. Ein Motiv ist ein Bild, was wir uns vorstellen. Mit dem Bild vor Augen – z. B. eine gute Position in einer Firma und damit Erfolg und ein gutes Gehalt  zu haben, das motiviert uns, wir strengen uns an, machen Überstunden und glauben fest daran, dass wir es schaffen.

Aber was passiert, wenn wir die angestrebte Position nicht bekommen, weil sie nicht frei ist, wir nicht wissen, wann unser Bild von einer erfolgreichen Karriere fertig wird, unser Motiv langsam verblasst, nicht mehr greifbar ist ?

Je mehr unser Motiv verschwimmt, desto mehr sinkt unsere Motivation, unsere Begeisterung dieses Bild zu Ende zu “malen”, uns fehlt der Glauben es zu erreichen, wir investieren immer weniger Energie .

Wird die ersehnte Stelle dann durch einen anderen besetzt, dann schalten wir komplett auf Sparmodus  – also Dienst nach Vorschrift.

Dann erwarten wir, dass der Chef uns motiviert, denn schließlich ist es vor allem auch in seinem Interesse, dass alle die Zielvorgaben erreichen – denn davon hängt seine Karriere ab.

Wir sind längst nicht mehr mit dem Herzen dabei.

Es ist inzwischen Mode geworden die Mitarbeiter jährlich zu beurteilen, um sie – ähnlich wie in der Schule- zu motivieren, dass sie sich anstrengen.  Verschiedene Beurteilungssysteme nach denen die Mitarbeiter bewertet werden scheinen die Lösung zu sein.

Da werden Menschen in “Schubladen” eingeteilt, aus denen sie schwer wieder herauskommen.

“Erfolgreiche” sind zum Erfolg verdammt.  “Verlierer” können sich noch so sehr anstrengen, es ist fast unmöglich aus dieser Schublade wieder raus zu kommen.

Bei den “Erfolgreichen” wird die Latte immer höher gehängt, um sie angeblich zu motivieren – Fördern durch Fordern – heißt es dann.  Aber was passiert, wenn man das Ziel nicht erreicht- sondern die Wurst immer höher gehangen wird ? Letztendlich führt das alles zu De-motivation und Gleichgültigkeit.

Wir verlieren die Lust an der Arbeit.

Das ist sehr schade, denn wir verbringen die meiste Zeit des Tages auf der Arbeit.

Wenn wir es zulassen, dass diese Zeit zur “Jammerzeit” wird, wir uns dann auch noch von den “Meckerern” runterziehen lassen, dann “versauen” wir uns auch noch den Rest des Tages, unsere Freizeit.

“Schlechte-Laune-Zeit” ist verlorene Zeit, sie raubt uns zudem noch Energie.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns selbst das Motiv wählen, was uns antreibt, motiviert. Ent-decken wir wieder diese Seiten unserer Arbeit, die uns Freude machen, bei denen wir unsere Stärken und Talente einbringen können und belohnen uns selbst dafür.

Es ist viel besser, wenn wir ns selbst bescheren, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf das Lösen von Aufgaben konzentrieren und über das Erreichte freuen – anstelle uns immer wieder vor Augen zu halten, was wir noch nicht erreicht haben.  Schauen wir auf das, was wir alles schon geschafft haben und freuen uns darüber!

Das ist doch ein sehr schönes Motiv: Zufriedenheit und Freude, Stolz auf das Erreichte.

Das spürt dann auch unsere Familie, wenn wir gut gelaunt nach Hause kommen. Der Kreislauf der gute Laune schließt sich.

Motivieren können wir uns nur selbst - andere können uns nur dazu ermuntern, unserem  Motiv treu zu bleiben.

Welches Motiv habt Ihr ? Welches Bild spornt Euch an ?

Es lohnt sich darüber nachzudenken.

Liebe Grüße

Evi

Labyrinth des Lebens – Park der Sinne in Bremervörde

 

Veränderung

Der Frühling ist die Jahreszeit mit den meisten, sichtbarsten Veränderungen.

Die Sonnentage werden länger, die Temperaturen steigen, die Natur erwacht aus ihrer Winterruhe. Die Frühlingsblumen brechen durch die Erde und präsentieren sich in bunten Farben. Das Gelb der Forsythien leuchtet bis in die Abendstunden und Grün wird zur dominierenden Farbe in Wald und Flur. Wir  können fast zuschauen, wie die Grashalme wachsen.

In keiner Jahreszeit verändert sich unsere Umwelt so rasant, wie im Frühling. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell das geht.

Der Frühling lädt gerade dazu ein, es ihm gleich zu tun, macht Lust auf Veränderung.

Neues wagen, Altes loslassen, sich befreien von Lasten, Hindernisse beseitigen, Platz schaffen, Durchatmen, Lebensfreude tanken, den Energieschub und die Kraft des Frühlings nutzen. Eine gute Zeit es einfach zu tun.

Veränderungen brauchen Wissen, Bewusstsein, Motivation, Möglichkeiten und Wiederholungen.

Oft steht hinter dem Wunsch zur Veränderung das Wissen, die Einsicht, dass sich durch diese Veränderung etwas in unserem Leben verbessert.

Wir nehmen uns vor Sport zu treiben, uns gesünder zu ernähren, mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Alkohol zu trinken, mehr zu schlafen – weil wir wissen, dass es gut für unseren Körper ist.

Wissen ist Macht , aber Wissen allein reicht nicht – wir müssen auch handeln.

Die Brücke vom Wissen zum Handeln ist das Bewusstsein, uns bewusst machen, wie dieses Wissen uns persönlich betrifft. Wir müssen uns einen genauen Überblick über unsere persönliche Ist-Situation verschaffen, z. B. Ernährung:

Was esse ich wann und wieviel?

Was davon ist ungesund?

Wann nasche ich ? Warum?

Durch das bewusst machen unserer Essgewohnheiten können wir unsere Schwachstellen erkennen und Alternativen finden, diese zu beseitigen. Wir können Ungesundes von unserem Einkaufszettel verbannen oder durch Gesundes ersetzen. Mit der entsprechenden Motivation im Hinterkopf  fällt uns die Umsetzung leichter. Dabei ist es hilfreich unser Ziel, unser Motiv zum Handeln so konkret wie möglich zu benennen und durch kleine Schritte und kurze Zeitabschnitte eine gute Erreichbarkeit des Ziels sicher zu machen.

Wir haben das Wissen für eine gesunde Ernährung, das Bewusstsein, dass für unsere Gesundheit wichtig ist und wir sind motiviert es auch wirklich zu tun.

Um tatsächlich ins Handeln zu kommen müssen wir uns Möglichkeiten für eine gesunde Ernährung schaffen, d. h. in unseren täglichen Ablauf integrieren – oder die Möglichkeiten uns ungesund zu ernähren ab-schaffen, d. h. die Chips- und Gummibärchen- Vorräte reduzieren bzw. abzuschaffen.

Ist nichts im Haus, ist die Versuchung sehr viel geringer “schwach” zu werden. Das hilft auch bei Alkohol und Rauchen oder anderen “Lastern”. Gelegenheit macht Diebe – also Gelegenheiten abschaffen und bessere Alternativen und Möglichkeiten finden.

Es gibt immer eine gesündere Alternative, wir müssen sie nur kennen und anwenden.  Wir brauchen deswegen nicht auf gelegentlichen Knabberspaß verzichten.

Anstelle gesalzener Erdnüsse, Chips oder Pralinen lieber zu Mandeln (pur) oder bitterer Schokolade greifen.

Obstsalat nascht sich besser, als einen Apfel aufessen.

Mit der Zeit findet jeder seine ganz persönlichen gesunden Alternativen.

Wenn wir diese regelmäßig wiederholen und zu guten Gewohnheiten machen, steht einer gesunden Lebensweise nicht mehr viel im Weg.

Da heißt es nur: Dranbleiben!

Veränderung=Wissen+Bewusstsein+Motivation+Möglichkeit+Wiederholung

Das ist  meine Formel für Veränderung. Es ist sinnvoll, diese in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob wir die neue Gewohnheit “drauf haben” oder in alte Verhaltensmuster zurückfallen.

Wenn wir merken, dass es noch nicht so richtig klappt, dann einfach schauen, welchen Teil der Veränderungsformel wir vernächlässigt haben. Dann heißt es nachsteuern bei Motivation, Möglichkeiten, Wiederholungen, so dass es in unser persönliches Alltagsleben gut rein passt.

Alles Liebe und Lust auf Veränderungen wünscht Euch

Evi

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