Themen

Mein ICH

Konkurrenz

Als Kinder ahmten wir nach, was wir sahen, was unsere Eltern uns zeigten.  Wir wurden gelobt, wenn wir es gut achahmten und immer wieder zu Wiederholungen angetrieben, wenn wir es noch nicht vermochten so nachzuahmen, wie es die Erwachsenen taten.

Wir lernten durch Nachahmen. In der Schule wurden wir durch dieses Nachahmen konditioniert, wurde Wissenspeicherung  – und Wiedergabe zum Maßstab für Lob und Anerkennung.

Kreativität und Individualität ging uns immer mehr abhanden, wurden sie uns doch zum größten Teil als Fehler angekreidet.

Wir wetteiferten mit unseren Klassenkameraden um die guten Zensuren, erste Plätze und der Aussicht auf Lob und Anerkennung.

Je besser wir diese Konditionierung von Nachahmen – auch Wissensaufnahme ist Nachahmen von bereits vorhandenem Wissen – desto höher stiegen wir auf der Bewertungsskala der Gesellschaft.

Angepasste, gut funktionierende, in den Regeln und Normen der Gesellschaft denkende Menschen sind gute Menschen.

Abweichler, Ignoranten, kreative Eigenbrödler gehören in die Kategorie “schlecht”.

Wir alle bewerten Menschen mit dem uns anerzogenen Maßstab, stecken sie in Schubfächer “gut”, “schlecht”, “langweilig”, “frech”, ….

Wir haben uns ganz eigene Bewertungsmuster angeeignet und vergleichen damit andere Menschen. Passen sie gut in unser Schema, dann kommen wir gut mit ihnen aus.

Passen sie nicht so gut hinein, dann sind sie entweder besser oder schlechter als wir – bewundern oder verurteilen wir sie. Vieles davon geschieht unbewusst.

Während die “schlechten” an den Rand der Gesellschaft aussortiert und wenig beachtet, oft verachtet werden – versuchen wir den “guten” nachzueifern, um ihren Ruhm, ihre Anerkennung zu erhalten.

Alle Wettbewerbe, Castings, alle Auswahlverfahren funktionieren nach diesem Prinzip. “Die Guten ins Töpfchen – die Schlechten ins Kröpfchen”.

Kunkurrenz als Antreiber und Vernichter. Alles oder Nichts.

Und Millionen Menschen schauen zu und wähnen sich auf der Seite der Besten – bis sie das eigene Leben wieder einholt, auf den Boden der Tatsachen zurückholt, Enttäuschung, Wut, Trauer – meist auf die anderen – macht sich breit, lässt an uns zweifeln.

Wieviel Schmach und Spott setzen sich Manche aus, um den Gipfel des Ruhms zu erklimmen.

Wie z. B. Menderes – ein Teilnehmer von DSDS – der seit Beginn dieses Gesangs- und Showwettbewerbes versucht seinen Weg über diesen Talentausscheid zu gehen.

Zehn Mal hat er sich bereits darauf beworben, ist immer gescheitert.  Er stellt sich immer wieder diesem harten Konkurrenzkampf im Showgeschäft, giert nach der Anerkennung eines Dieter Bohlen und wird doch immer wieder scheitern, weil er auf dessem Maßstab ganz unten angesiedelt ist.

Mir tun solche Menschen leid, die sich diesem aussichtslosen Konkurrenzkampf stellen, weil sie einem Scheinidol der Gesellschaft nachjagen.

Konkurrenz zwingt uns permanent auf andere zu schauen, uns mit ihnen zu vergleichen, ihnen nachzuahmen.

Konkurrenzdenken führt uns von unserem Selbst weg, von unseren ureigensten Bedürfnissen.

Wir wenden unsere Energie auf, um Lücken zu anderen zu schließen, anstelle unsere eigenen Werte und Talente zu stärken und zu leben, unser eigenes unverwechselbares ICH.

Konkurrenz bringt auch Neid und Hass hervor, Wut und Missgunst.

Ausdauer und Kampfwille sind nur darauf gerichtet andere zu schlagen.

Ein Miteinander, Füreinander, gegenseitige Unterstützung und Mitgefühl sucht man hier vergebens.

Konkurrenz und Vergleichen hemmen unsere Kreativität für Neues und Außergewöhnliches, beschneiden  unsere Inspiration – all das engt uns ein, begrenzt uns , uniformiert unser Denken.

Ehe wir uns versehen “marschieren” wir den Falschen nach, die uns nur für ihre Zwecke und Ziele benutzen, missbrauchen.

Lebt Euer eigenes ICH voller Würde, fühlt selbst, was EUCH gut tut und lebt EUER Leben, geht EUREN gnz eigenen Weg.

Alles Liebe wünscht Euch

Evi

Veränderung II

Wie sich  Veränderung bei jedem Einzelnen vollzieht ist auch abhängig von seinem Wesen.

Draufgänger haben eine andere Art sich zu verändern, als Besonnene.

Lass ich mich von anderen mitreißen, anstecken, wenn es um’s verändern geht – oder kann ich es besser im Alleingang, mach es mit mir selber aus.

Woraus beziehen wir ganz persönlich  unsere Energie, wenn eine Veränderung ansteht?

Es gibt Energie, die aus Bewegung schöpft, der Vielfalt und Energie, die aus Ruhe, der Einfachheit kommt.

Wir können Energie aus der Begegnung mit anderen Menschen schöpfen und aus uns selbst, wenn wir allein in der Natur sind.

Sind wir ‘Lerchen’, die zeitig aufstehen und am frühen Morgen zu Höchstform auflaufen  oder ‘Nachtigallen’, die schwer in Gang kommen und am Nachmittag bis in den Abend hinein aktiv sind.

Was sind unsere ganz persönlichen Antreiber, die bei uns wirken?

Es ist gut das für sich persönlich herauszufinden, denn damit können wir Veränderung leichter vollziehen.

Antreiber in Form von Zielen, die uns motivieren, Befürfnisse, die wir uns erfüllen wollen, der Wunsch nach Anerkennung, Liebe und Mitgefühl.

Für den Einen bedeutet das auf  Reisen gehen, die Welt und andere Menschen kennenlernen  – während die Anderen ihr zu Hause gemütlich herrichten und dort auftanken.

Das für sich selbst herauszufinden ist spannend und heilsam zugleich.

Herausfinden, was uns im Inneren unseres Herzens vorwärts treibt. Und auch herausfinden, wo wir angetrieben werden – also durch Druck von außen aktiv werden. Herausfinden, wie wir ‘ticken’  – wir selbst, unsere Partner und Mitmenschen. Dabei die Gemeinsamkeiten nutzen, Unterschiede erkennen und akzeptieren.

Gerade in Partnerschaften ist es oft schwer sich abzugrenzen, ohne den anderen abzuweisen.

Der Wunsch Vieles gemeinsam zu tun kann zur Gewohnheit werden, lässt uns mit der Zeit unsere Einzigartigkeit verblassen. Der Eine ordnet sich dem anderen unter. Bei älteren Ehepaaren kann man das häufig beobachten.

Veränderung ist vor allem auch die persönliche Entfaltung, das Einsetzen und Nutzen unserer Talente und Stärken.

Das motiviert uns und macht uns Spaß. Wir haben Erfolg, bekommen Anerkennung.

Darauf sollten wir den Fokus unserer Veränderungen legen –  im Aus-nutzen unserer Talente, die uns in die Wiege gelegt wurden.

Jemandem nachzueifern, den wir bewundern, weil er das Talent hat, was uns fehlt – das bringt nur Verzweiflung und Misserfolge mit sich.

Wenn wir etwas in unserem Leben ändern wollen, weil wir fühlen, dass es an der Zeit ist, dann sollten wir alles aufspüren, was uns dabei unterstützen kann:

- unser wahres Wesen erkennen

- unsere inneren Antreiber kennen lernen

- ‘Lerche’ oder ‘Nachtigall’ ?

- woraus beziehen wir unsere Energie ?

- Neues oder gewohnte Umgebung ?

- Trubel oder Stille ?

- mit  gleichgesinnten Menschen zusammensein

Achtung! Partner und Familien werden misstrauisch, wnn wir gewohnte Rahmen verlassen, wenn wir uns verändern. Darauf müssen wir innerlich vorbereitet sein.

Es hilft, wenn wir mitteilen, dass  es unser Wunsch ist, mal etwas in unserem Leben zu ändern, wir es versuchen und ausprobieren wollen.

Wir sollten es nicht erklären oder rechtfertigen – denn das würde uns selbst verunsichern , denn jede Veränderung ist Neuland für uns. Wir wissen ja selbst noch nicht, was uns wirklich erwartet und damit müssen wir auch erst einmal klar kommen.

Wichtig ist nur, dem Partner verständlich zu machen, dass es unser ureigenster Wunsch ist, diese Veränderung zu wagen, für mehr Lebensfreude, die dann allen wieder zugute kommt.

Ich wünsche Euch alles Gute für den Mut zu Veränderung und damit zu mehr Lebensfreude.

Alles Liebe

Evi

 

Beziehung zu uns selbst

Meistens betrachten wir andere Menschen, bewunderen deren Fähigkeiten und Stärken und würden gern auch so sein.  Wir  sehen bei uns oft nur unsere Schwachstellen, werden damit konfrontiert, wenn wir Fehler machen. Wenn es gut läuft, wir Erfolg haben, dann weil wir hart gearbeitet haben oder eben Glück hatten.

Viel zu selten schauen wir auf unsere eigenen Fähigkeiten und Talente. Wir nehmen sie oft gar nicht als unsere Stärken wahr.

Wie kommt es, dass wir bei anderen die Stärken sehen und bewundern, nur bei uns selbst nicht?

Einerseits liegt es an unserer Erziehung, damals galt dies als egoistisch und selbstsüchtig. “Eigenlob stinkt” – und wer wollte schon stinken.

Anderseits sind wir mit unseren Talenten groß geworden, sie sind alltäglich für uns, nichts Besonderes – wir haben uns an sie gewöhnt. Wir können sie nur dann sehen, wenn andere uns darauf aufmerksam machen durch Lob oder Anerkennung.

Wir haben unsere Talente hinter einem “Blinden Fleck” deponiert. Wir wissen, dass es sie gibt, aber wir sehen sie nicht und mit der Zeit geraten manche in Vergessenheit, weil sie nicht gebraucht werden.

Andere Talente wurden uns abgewöhnt, weil sie hinderlich waren in einer Welt, die nach gesellschaftlichen Normen eingeteilt ist. “Das gehört sich nicht”, “Das macht ein Mädchen nicht”, “Sei nicht so vorlaut”,  “Das darfst Du nicht”, “Muss das sein” - so wurden wir Kinder von den Erwachsenen oft eingeschränkt, in die Schranken gewiesen, Grenzen gezogen.

Fantasie wurde als Blödsinn abgestempelt, Kreativität als Spinnerei abgetan.  Man war vorlaut - anstelle aktiv und interessiertlangsam anstelle überlegt.

Also passten wir uns an. Wer will schon ständig anecken.

Heute gibt es zahlreiche Workshops, wo die Teilnehmer die Möglichkeit haben ihre Stärken und Fähigheiten zu ent-decken und so lernen sich selbst einzuschätzen. Vermeintliche Schwächen werden näher beleuchtet und wir erkennen dahinter die gute Seite.

Nun brauchen wir nicht unbedingt einen Workshop, um unsere Fähigkeiten und Talente kennenzulernen. Gute Freunde, der Partner, Familienmitglieder sagen uns auch, was sie an uns schätzen und mögen.

Wir können es aber auch allein herausfinden.

“Wie kann man sich selbst kennenlernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber durch Handeln.”    (Goethe)

Wie handle ich in bestimmten Situationen? – schnell, entschlossen, mutig oder überlegt und umsichtig – es sind alles gute Fähigkeiten, die uns im Leben weiterhelfen.

Es ist gut zu wissen, WIE wir sind, denn das sind unsere Stärken. WIE verhalte ich mich, WIE handle ich, WIE re-agiere ich – WIE BIN ICH ?

Dabei können wir alles von zwei Seiten betrachten und wir sind es die es bewerten.

Bin ich angeregt und aufgeweckt oder aufgedreht und ruhelos; erregt oder nervösstürmisch oder ungeduldig; fantasievoll oder abgefahrenüberlegt oder langsam; fröhlich oder albern; mutig oder riskant; erstaunt oder einfältig; mitfühlend oder sensibel … .

Nur wir selbst wissen, wie wir uns fühlen, weil wir es in uns fühlen.

Andere betrachten und bewerten unser Verhalten aus ihrer Warte, d. h.  sie vergleichen unser Verhalten mit ihren Gefühlen in dieser Situation.

Da wir aber alle im Laufe unseres Lebens unsere ganz eigenen Erfahrungen gemacht haben, haben wir daraus auch eigene Verhaltensweisen entwickelt, nach denen wir handeln, mit denen wir vertraut sind.

Wir sollten bei unseren Entscheidungen auch auf unser “Bauchgefühl” achten, denn es hat all unsere unbewussten Erfahrungen gesammelt, unser Verstand erinnert sich nur an die bewusst abgespeicherten Erinnerungen. Es ist also gut, wenn wir auf UNS vertrauen und das geht besser, wenn wir uns selbst besser kennenlernen. D. h. wir sollten uns mehr Aufmerksamkeit schenken, auf unsere Körpersignale achten , unserem Bauchgefühl folgen und auf unser Herz hören und so unsere Beziehung zu uns selbst besser wahrnehmen und entsprechend handeln.

Unterdrückte Wut kann auf die Galle schlagen (“Mir läuft die Galle über”); Schulter-und Nackenschmerzen alarmieren Überbelastung (“Ich hab mir was aufgeladen, was aufhalsen lassen”); bei Kopfschmerzen ist eine Pause an frischer Luft gut (“mir platzt der Schädel”, “den Kopf frei machen”). Und so gibt es viele Körpersignale, die im Volksmund ihren Niederschlag gefunden haben.

So manches Zipperlein ist ein sanftes Signal unseres Körpers mal inne zu halten und nachzudenken, ob unser Verhalten, unser Handeln gut für uns sind.

Denn nur, wenn es uns gut geht, können wir auch gut handeln.

In diesem Sinne ist es notwendig, dass wir zu uns selbst eine gute Beziehung haben. Geht sorgsam mit Euch um !

Alles Liebe

Evi

Archiv