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Les-BAR: Magic – Cleaning II

Nachdem ich im ersten Kapitel des Buches  “Magic Cleaning” von Marie Kondo die Herangehensweise mit dem Herzen  verinnerlicht habe und voller Vorfreude auf das Aufräumfest bin, hat sie im zweiten Kapitel “Der Anfang: Komplett entrümpeln” auch über die ‘Fallstricke’ geschrieben, die beim Aufräumen im Weg liegen können.

Nach welchen Kriterien entscheiden wir, ob wir etwas wegwerfen oder behalten? Dafür gibt es verschieden Arten von pro und kontra.Wenn etwas nicht mehr funktioniert und kaputt ist, dann fällt die Entscheidung leicht, es wegzuwerfen. Ebenso, wenn etwas unvollständig ist, altmodisch geworden ist, der Anlass vorüber ist, nicht gefällt – dann ist der Grund zum Wegwerfen offensichtlich.

Schwieriger wird es, wenn es keinen ersichtlichen Grund zum Wegwerfen gibt. Diese Dinge landen dann in der Warteschleife in einem extra Karton – nach dem Motto: ‘ Wenn du es in einem Jahr nicht gebraucht hast, kann es weg’.  Und nach einem Jahr mach ich genau diesen Karton auf und stehe vor der gleichen Entscheidung und habe immer noch keinen erkennenbaren Grund, warum ich es wegwerfen sollte. Und genau in der Herangehensweise, dass ich meine Gedanken darauf konzentriere, einen Grund zu finden, dass es stört, weshalb ich es nicht mehr besitzen will, werde ich gezwungen mich auf Ablehnendes, Negatives zu konzentrieren – also etwas, was mich nicht glücklich macht. Bei mir kommen dann Schuldgefühle hoch, es nicht wertzuschätzen – vor allem bei Geschenken oder neuen unbenutzten Dingen. Und dann kommen auch andere alte Glaubenssätze hoch, die mich dann veranlassen es lieber zu behalten, als diesen Glaubensätzen zu widersprechen.

Die richtige Herangehensweise ist, sich zu fragen: Was will ich behalten? Was macht mich glücklich? All diese Dinge brauchen unsere volle Aufmerksamkeit und verdienen es gut behandelt zu werden. Die Fokusierung auf die positive Seite ist es, was den Gefühlswandel beim Aufräumen vom Frust zur Lust ausmacht.  Wenn ich mich auf etwas Positives ausrichte, dann kommt Freude auf, es zu entdecken, wertzuschätzen und einen gebührenden Platz zu geben.

Wie kann ich aber beurteilen, ob mich etwas glücklich macht? Ich muss es im Herzen fühlen! Das funktioniert nicht, wenn ich den Verstand einsetze. Ich muss es in die Hand nehmen und beim Berühren mir die Frage stellen: Macht es mich glücklich, fühle ich mich wohl damit, bringt es mir Freude? Erst beim Berühren treten wir sozusagen in Beziehung mit diesem Gegenstand und dieser gibt uns dann die Antwort in Form von Gefühlen. Fühlt es sich gut an – dann behalten wir es, wenn nicht, dann kann es weg.

Jedes Ding, was wir besitzen ist mindestens mit einem der folgenden Werte-Kriterien verbunden: Funktion, wir können es noch gebrauchen – Information, es ist für etwas nützlich – Emotion, wir hängen gefühlsmäßig daran – Seltenheitswert, es ist sehr schwer wieder zu beschaffen.

Je mehr Kriterien davon zutreffen, desto schwieriger wird das Aussortieren. Letztendlich entscheidet unser Gefühl darüber, ob es bleibt oder nicht. Wir wollen ja gute Gefühle haben und wenn wir es damit verbinden, dann müssen wir es nicht zwingend wegwerfen.Wir sollen uns ja nicht kasteien beim Aufräumen, sondern uns freuen.

Nicht nach Zimmern, sondern nach Kategorien aufräumen!  Dazu aus allen Zimmern und Abstellräumen alles aus der jeweiligen Kategorie auf einen Haufen zusammen tragen. Das offenbart uns, was wir tatsächlich alles dazu besitzen, manches oft doppelt, ohne, dass es uns bewusst war.

Wichtig ist es auch die Reihenfolge der Themengebiete einzuhalten – also zuerst die Kleidung, dann die Bücher, danach Schriftkram, Kleinkram und am Ende die Erinnerungsstücke. Diese Reihenfolge hat sich bewährt, weil es am leichtesten fällt zuerst die Kleidung auszusortieren, vor allem weil der Seltensheitwert zur Wiederbeschaffung wegfällt. Also wenn wir mal etwas weggeworfen haben und nach Monaten es doch brauchen, dann ist es schnell wieder zu beschaffen. Das erleichtert das Aussortieren enorm. Das trifft auch für Bücher und Küchengeräte zu.

Allein entscheiden, was bleibt. Die Entscheidung, ob es mich glücklich macht oder nicht – kann nur ich allein treffen. Das was weg kann, kommt weg ohne es vorher von der Familie ‘absegnen’ zu lassen. Man erspart sich Vorwürfe und Schuldgefühle, wenn die Frage kommt: ‘ Willst du das wirklich wegwerfen?’

Allein entscheiden heißt auch, die Verantwortung für diese Entscheidung übernehmen und sie nicht auf andere übertragen, indem wir sie ihnen geben und sagen:’Sonst werfe ich es weg.’ Ich bin so ein typisches Opfer für solche Geschenke, ich kann da schlecht nein sagen – aber das ändert sich jetzt. Am Ende bin ich dann mit den Sachen belastet, wofür andere nicht die Entscheidung treffen wollten sie wegzuwerfen.

‘Ich würde ja so gerne alles aufräumen, aber meine Familie macht alles wieder unordentlich – es ja doch keinen Zweck.’ – dieses Argument greift nur dann, wenn ich nicht mit ganzem Herzen dabei bin und der Verstand sich wieder eingeschaltet hat und uns vom Aufräumen nach dem Herzensweg abhalten will. In solchen Situationen ist es gut noch mal inne zu halten und sich wieder auf den Herzensweg zu begeben, sich noch einmal in Erinnerung zu rufen, warum ich eigentlich aufräumen will. Auch wenn in uns schmerzhafte Erinnerungen früherer Aufräumaktionen hochkommen, bei denen nach kurzer Zeit wieder ein unaufgeräumter Zustand herrschte. “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst von dieser Welt” sagte bereits Mahatma Gandhi. Schauen wir auf uns, verändern wir unseren Bereich und schaffen dort die Ordnung, die wir lieben – mit dem Herzensweg, dann werden die anderen spüren, dass uns das gut tut und sie werden von allein anfangen diese Ordnung zu akzeptieren und in ihren Bereichen anfangen auch aufzuräumen. Manches Mal braucht es etwas Zeit, aber es soll funktionieren. Bis dahin sind wir gut beraten, die anderen nicht zu drängen oder aufzufordern, es uns gleich zu tun. Auch missionieren hilft nichts. Jeder muss es für sich selbst fühlen und dann diesen Weg gehen. Wir können später gern behilflich sein, wenn der andere es wünscht – aber die Entscheidungen treffen und sie umsetzen, das muss jeder für sich selbst.

Und wenn man es nicht über’s Herz bringt, Dinge wegzuwerfen? Dann ist es wichtig sich einmal darüber klar zu werden, warum ich es nicht über’s Herz bringe – ist es der Gegenstand an sich oder ist es die Erinnerung, die damit zusammenhängt? Ist es das Argument des Verstandes oder das unseres Herzens, was uns zweifeln lässt. Am besten ist es, wenn sich beide einig sind – aber gerade bei Erinnerungsstücken ist es schwer dem Verstand zu folgen. Aber es bringt uns auch nicht weiter, wenn wir immer nur denken: ‘Es ist einfach zu schade zum Wegwerfen.’ Besser ist es auch hier nach dem Grund zu fragen: Warum besitze ich diesen Gegenstand? Welchen Sinn hat es ihn in der Wohnung zu haben? Macht er mich wirklich glücklich, oder ist es nur die Erinnerung daran? Erinnerungen gehen nicht verloren und sie brauchen keinen Gegenstand, um weiter zu existieren. Erinnerungen kommen und gehen – manche verblassen nie – aber wenn wir sie festhalten und an Gegenstände binden, nehmen wir uns die Chance neue Erinnerungen in unser Leben zu lassen. Alles hat seine Zeit, auch Erinnerungen.

Bei neuen Sachen ist es der Verstand, der uns daran erinnert, dass wir es ja mal aus ‘gutem Grund’ gekauft haben. Gerade bei Kleidung passieren solche Fehlkäufe. Im Laden ist man total begeistert und überzeugt, aber zu Hause fühlen wir, dass es doch nicht so richtig zu uns passt, entweder ist es die Farbe oder der Schnitt, das Material , was uns das Teil immer wieder in den Schrank zurücklegen lässt. Dann können wir auch das mit gutem Gewissen weggeben, denn wir haben die Erkenntnis daraus gewonnen, dass wir einen bestimmten Stil und entsprechende Farben bevorzugen. Ich habe damals eine Farb- und Stilberatung mitgemacht und habe seitdem fast keine Fehlkäufe mehr.

Es ist gut auch die andere Seite der Medaille zu kennen, die Fallstricke, die mir beim Aufräumen im Wege liegen können. Es ist gut zu wissen, dass ich dann immer wieder zur eigentlichen Frage meines Aufräumens zurück komme, mich an das Bild einer aufgeräumten  Wohnung erinnere, es vor mir sehe und dieses Ziel immer im Auge behalte. Wenn ich nicht mehr weiterkomme, stelle ich mir die Frage: Warum will ich eine aufgeräumte Wohnung? Dann werde ich an meine Motivation erinnert, an mein Ziel, was ich erreichen will und was mir eine aufgeräumte Wohnung alles ermöglicht. Das wird mir das Durchhalten – in allen Kategorien zu entrümpeln – erleichtern.

Eines möchte ich auf jeden Fall nicht mehr – mich im Vornherein von Hindernissen und Fallstricken abhalten lassen, ohne ins Tun zu kommen.

In diesem Sinne geht es nächstes Mal weiter mit Kapitel 3 “Einfach: Nach Kategorien getrennt aufräumen”. Da geht es dann um die praktische Umsetzung.

Alles Liebe

Evi

 

Les-BAR: Magic Cleaning I

Die Autorin Marie Kondo stellt in ihrem Buch “Magic Cleaning” ein Aufräumkonzept vor, was anders ist, als die ich bisher kennen gelernt habe. Auf dieses Buch bin ich über Youtube-Videos gestoßen, die nach der ‘KonMari’ – Methode aufgeräumt haben. Es ist eine ganz andere Herangehensweise als die üblichen Tipps und hat mich neugierig gemacht.

Im ersten Kapitel “Chaos pur, obwohl man ständig aufräumt” geht sie darauf ein, warum die gängigen Aufräumtippst auf Dauer nicht funktionieren.

Diese  beziehen sich auf das Schaffen von Ordnungssystemen, in denen die Dinge aufbewahrt werden. Es wird davon ausgegangen, dass wir Zimmer für Zimmer, Schrank für Schrank, Schublade für Schublade aufräumen, die Dinge in einem Ordnungssystem mit entsprechenden Unterteilungen, Schachteln und Einlagen für Schubfächer, usw. wieder neu einsortieren . Durch solche ‘Aufräumaktionen’ habe ich – anstelle gründlich wegzuwerfen – die Dinge nur in neue Schübe und Kisten einsortiert, wenig weggeworfen. Freiraum hat es mir keinen gebracht – eine neue Ordnung, aber keine, die mich auf Dauer glücklich gemacht hat.

Bei dem Magic Cleaning-Konzept räumen wir nach Kategorien  (Kleidung, Bücher, Papiere, …) auf, d.h. alles was sich dazu in der Wohnung befindet wird zusammen getragen, dann werden die Dinge aussortiert und nur die behalten, die uns glücklich machen, so dass wir uns am Ende unserer Aufräumaktion nur noch mit Dingen umgeben, die uns glücklich machen. Der Fokus liegt also darauf zu schauen: “Was macht mich glücklich?” und erzeugt schon dadurch eine positive Grundhaltung.

Die üblichen Methoden konzentrieren sich darauf: “Was kann weg? Was stört? Was brauche ich nicht mehr? Was gefällt mir nicht?” Hier muss ich mich beim Aufräumen auf die negativen Dinge konzentrieren, kein Wunder, dass mit zunehmender Aufräumdauer der Frust steigt.

Der Ansatz der KonMari-Methode, also von Magic Cleaning, gefällt mir sehr gut, spricht er doch direkt das Herz an – nicht den Verstand, wie bei den Schaffen von Ordnungssystemen. Der Verstand hat seine ganz eigenen Regeln, er hört auf die alten Glaubenssätze, die wir seit der Kindheit mit uns herum schleppen und die uns heute daran hindern unseren eigenen Herzensweg zu gehen. Und genau darum geht es – seinem Herzen zu folgen und glücklich zu sein.

Credo: In der Wohnung befinden sich ausschließlich Dinge, zu denen ich eine glückliche Beziehung habe und die mir am Herzen liegen.

Menschen, die es glücklich macht Besitz anzuhäufen, um damit nach außen zu prahlen, brauchen nicht weiter zu lesen, für die ist ‘Magic Cleaning’ nichts. Es ist nur etwas für Menschen, die glücklich sein wollen – unabhängig von der Größe ihres Besitzes.

Im 2. Kapitel  ‘Der Anfang: Komplett Entrümpeln’ geht es darum den Kern ihrer Methode zu verstehen, warum sie genau so und nicht anders vorgeht und welche Fragen in diesem Zusammenhang auftauchen.

Aufräumen nicht als lästige Pflicht, unbedingtes MUSS oder ‘Ich werde es den anderen beweisen’ betrachten – dieses Herangehen wird scheitern, denn so fokusiere ich mich auf das, was mir nicht gefällt, nicht gut tut. Das ist die falsche Herangehensweise.

Aufräumen soll Spaß machen, uns Freude bereiten. Am Ende , endlich nur noch die Dinge um uns zu haben, die uns glücklich machen – allein der Gedanke macht mich schon glücklich.

Und so wird Aufräumen zum Fest:  In einem Rutsch, in kurzer Zeit und perfekt aufräumen! - dass man den Schock der Ordnung voll erlebt und dies zum Bewusstseinswandel führt.

Vor dem Anfangen ist es ganz wichtig über folgende Fragen nachdenken:

Hier geht es um das große WARUM des Aufräumens? Was ist meine Motivation zum Entrümpeln? Was ist der Grund meines Aufräumens? Was möchte ich durch das Aufräumen erreichen? Wie sieht mein idealer Lebensstil aus? Wie soll er aussehen? Was wünsche ich mir?

Es geht darum, sich darüber im Klaren zu werden, ob der Grund von außen kommt – weil andere mich dazu drängen, ich es anderen beweisen will – oder der Wunsch nach Ordnung direkt aus meinem Herzen kommt. Wenn ich diesem Herzenswunsch nachgehe, tiefer schaue, dann fühle ich, wie die Sehnsucht nach einem aufgeräumten Heim zunimmt und damit die Freude auf das Aufräumfest.

Ich habe mir dafür einige Tage Zeit gelassen, in mich hinein gehört, gefühlt, ob meine Antworten darauf sich wirklich stimmig anfühlen, ob sie aus meinem Herzen kommen. Hat sich doch in den letzten drei Jahren einiges in meinem Leben verändert, was einfach auch ein gründliches Entrümpeln der Wohnung erfordert. Wir sind nicht mehr berufstätig, die Kinder sind aus dem Haus, wir betreuen stundenweise unseren Enkel – damit ist unser Tagesablauf ein anderer geworden. Viele Dinge brauchen wir einfach nicht mehr, andere sind dazu gekommen.

Anfangs hatte ich noch mit dem ein oder andere Glaubenssatz zu kämpfen, den mir mein Verstand geschickt hat – aber die Antworten aus dem Herzen fühlen sich einfach besser und tiefer an, kraftvoll und wahr. Diesen Unterschied habe ich erst nach ein paar Tagen gespürt. Das neue aufgeräumte Heim hat vor meinen Augen Gestalt angenommen hat. Dieses Bild muss in allen meinen Zellen verankert sein.Es lohnt sich dieses Gefühl im Zusammenhang mit dem Aufräumen zu haben – das verknüpft das Aufräumen mit positiven Gefühlen, war es doch Zeit meines Lebens immer nur mit negativen Gefühlen und Müssen verbunden, was zwangsläufig zu Widerständen und Konflikten führt. Erst nachdem dieses Gefühl der Freude im Zusammenhang mit Aufräumen kam, war es mir auch eine Freude zu erfahren, welche Tipps mich in den weiteren Kapiteln des Buches erwarten, um das Aufräumfest zu einem unvergesslichen Ereignis meines Lebens werden lassen.

Das erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Voller Vorfreude auf ein Heim, was mich rundum glücklich macht.

Evi

 

 

 

 

 

 

Les(e)-BAR: Heute hab ich keine Lust zu sterben

14-28 Les-BAR Heute habe ich keine Lust zu sterben

Dieses Buch ist gestern in die Buchhandlungen gekommen – eine wahre Geschichte von Rebecca Seeliger, die ganz offen und authentisch über den Umgang mit ihrer Krebserkrankung berichtet.

Ich kenne Rebecca als eine humorvolle und immer optimistische Kollegin, die bereit ist für das zu kämpfen, wofür sie eintritt, wofür sie steht. Und genau so hat sie ihre Krebs-Erkrankung überwunden – mit dem Mut einer Kämpferin, der Zuversicht einer Optimistin, der Hartnäckigkeit und Lebensfreude einer selbstbewusst handelnden Frau  und immer auch mit dem ihr eigenen Humor. Ihre Familie und Freunde waren immer an ihrer Seite, haben sie begleitet vom Weg der Diagnose bis heute.

Auch für mich war es ein Schock, als ich erfuhr, dass sie – gerade einmal 24 Jahre jung – an Brustkrebs erkrankt war.

2012 bin ich mit ihr und vielen Freunden und Bekannten den 2. Susan G. KOMEN – Lauf in Hamburg in der neuen Hafencity mitgelaufen. Dies ist ein Benefizlauf, dessen Erlös in Projekte fließt, die Brustkrebserkrankten  zugute kommt.

Es war sehr beeindruckend mitzuerleben, wie sich das Meer aus Pink und Weiß in Bewegung setzte, wo so viele Menschen – Betroffene, Familie und Freunde – ihrer Lebensfreude Ausdruck verliehen haben.

Viele Kinder sind an der Hand der Mutter gelaufen, die den Krebs besiegt hat. Andere liefen im Andenken an Menschen, die es nicht geschafft haben – das ging mir so unter die Haut und hat mir wieder einmal bewusst gemacht, wie wertvoll unser Leben ist und wie kostbar jeder Tag bei guter Gesundheit ist.

Heute engagiert sich Rebecca im Gesundheitsmanagements ihres Unternehmens, organisiert Kurse für die Mitarbeiter und koordiniert Termine für Massagen. Sie ist selbst sportlich sehr aktiv und setzt sich konsequent dafür ein, dass ihre Kolleginnen und Kollegen trotz Schichtbetrieb die Möglichkeit haben im Betrieblichen Gesundheitsraum Sport zu treiben, dank Laufband, Cross-Trainer und Hantelbank.

Ihr Buch “Heute habe ich keine Lust zu sterben” ist nicht nur für Betroffene eine mutmachende Lektüre, sondern auch für alle, die daran interessiert sind zu erfahren, wie Krebskranke sich fühlen; eine authentische Geschichte mit einer für dieses Thema seltenen Unbeschwertheit. Das macht es dem Leser auch leicht einen neuen, mitfühlenden – jedoch nicht leidenden – Umgang mit Krebskranken zu entwickeln, die trotz aller Schwere der Krankheit nur eins wollen: LEBEN.

Sie wollen nicht bedauert und bemitleidet werden – sie wollen Verständnis, Fürsorge und Mitgefühl – was ihnen in der Phase ihrer Krankheit – Hoffnung und Mut gibt, um all das zu überstehen. Dazu gehört auch Normalität und Humor, denn Lachen ist gesund.

Dieses Buch ist auch eine Liebeserklärung an ihren Freund Ingo – mit dem sie erst einmal eine “Auszeit” hatte und die – trotz, oder wegen der Erkrankung – wieder zusammen gefunden haben.

Danke Rebecca, dass du deine Gefühle und Gedanken so offen mit uns teilst.

Dein Buch ist wirklich lesenswert!

Liebe Grüße

Evi

 

 

 

 

 

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