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Genuss

Genieß-BAR : Regionales & Selbstgemachtes

14-27 Genieß-BAR Regionales und Selbstgemachtes 1

Der Sommer bietet uns wirklich viele schöne Lebensmittel direkt aus der Region. Auf den Märkten kann man direkt von den Bauern das frisch geerntete Gemüse – wie Salat, Gurken, Tomaten, Kohlrabi, Möhren, Bohnen, Zucchini u. v. m. und Obst der Saison – wie Pflaumen, die ersten Äpfel, Heidelbeeren, Brombeeren usw. kaufen. All das hat jetzt Saison, kommt also frisch vom Feld oder vom Baum und hat in diesem Jahr viel Sonne und genug Regen abbekommen, so dass alles gut gewachsen ist.

Frische Kräuter peppen das Ganze noch auf und bringen den Power-Kick ans Essen – egal ob Minze, Rosmarin, Salbei oder Peterselie & Dill.

So frisch und regional bekommen wir es nur zur Erntezeit – denn später wird es wieder aus anderen Ländern importiert und hat Hunderte von Kilometern hinter sich.

Nutzen wir die Zeit der Fülle und regionalen Verfügbarkeit und Frische, denn dann haben wir noch LEBENSmittel, die noch die Wärme und Süße der Sonne in sich haben, also die volle Ladung gesunder Energie gespeichert haben.

Man braucht gar nicht viel, um den guten Geschmack des Gemüses und der Früchte zu genießen – einfach kleinschneiden, zu Salaten anrichten und mit frischem – vielleicht auch selbstgebackenem – Brot essen. Butterbohnen oder Speckbohnen mit frischen Kartoffeln – ein einfaches Essen, lecker, sättigend und ohne jegliche Konservierungs- oder Zusatzstoffe.

Aus Früchten, die nicht mehr so knackig sind, kann man ganz schnell selbst Marmelade oder Konfitüre kochen – mit dem Gelierzucker geht es kinderleicht. Einfach Früchte klein schneiden oder pürieren, Gelierzucker nach Packungsangabe dazu, aufkochen und in kleine Gläser abfüllen. Solche Marmelade schmeckt zum Frühstück viel besser und fruchtiger – und es erfüllt uns mit Stolz, wenn wir sie unseren Gästen anbieten können. Bei mir wanderten schon so manche Früchtchen ins Glas  und wurden zu Holunderblüten-Gelee, Erdbeer-Marmelade, Blaubeermarmelade,  Rotes Johannisbeeren-Gelee, Pflaumen-Zimt-Mus, Brombeer-Konfitüre – ich liebe es all die leeren Gläschen zu füllen, schöne Etiketten zu drucken und auf die Gläser zu kleben und weiter zu geben, wer es mag. 

Seit Wochen habe ich kein Brot oder Brötchen mehr gekauft – ich backe immer frisch und weiß, was darin ist – nur Mehl, Wasser, Salz und Hefe – und es funktioniert.

Ich brauche keine Fertiggerichte oder Konserven – ich bekomme alles aus der Region und weiß, was ich auf dem Teller habe. Einfachheit und Frische – gepaart mit Kreativität und Inspiration – so kann Essen zubereiten auch Spaß machen.

Alles Liebe & Guten Appetit !

Evi

14-27 Genieß-BAR Regionales und Selbstgemachtes

 

Genieß – BAR: Brot und Brötchen backen

 

14-20 Genieß-BAR Brot

Mich hat seit einiger Zeit das Brotback”fieber” erwischt.

Wenn man angefangen hat sich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen kommt man am Brot backen nicht vorbei, vor allem wer gern Brot ist – so wie ich.

Angefangen hat es schon vor ein paar Jahren als ich einen “Brotbackautomaten” geschenkt bekam. Der Besitzer hatte nach einer Anfangseuphorie ein Jahr lang Brot damit gebacken und danach stand er nur rum. So landete er bei mir und ich fing an mit einfachen Rezepten Brot zu backen. Das ging mit leichten Teigen noch ganz passabel, aber für schwere Teige – vor allem mit Roggenmehl – war der “Automat” einfach überfordert. Also stieg ich auf “Handbetrieb” um und knetete die Teige per Hand, was ein gutes Gefühl ist – man spürt die Konsistenz des Teiges und wann er gut ist. So hatte ich innerhalb von 2 Stunden ein Brot fertig.

Ich probierte mit den verschiedensten Zusätzen, um mein Brot aufzupeppen und Geschmack reinzubringen – mit Brotgewürz, mit Nüssen und Samen, mit Buttermilch, Joghurt und Trockenfrüchten – mit unterschiedlichem Erfolg, so wie das Brot aus der Erinnerung meiner Kindheit schmeckte es nicht – würzig und fein zugleich.

Dann bin ich auf den “Plötzblog” gestoßen – ein Blog in dem alles über Brot und Brötchen backen drin steht und der neben vielen Tipps und Erklärungen zum ursprünglichen Brotbacken gefühlte Tausend Rezepte anbietet – es sind bis heute 603 aus allen Regionen der Welt. Mit kurzen Videoanleitungen lernt man auch ganz schnell, wie man die Teige bearbeitet und formt. In einem Lexikon kann man alles nachschlagen, was so das Bäckerlatein hergibt – alles von “Abglänzen” bis “Zweikorn” .

Ich war total fasziniert, vor allem, weil dieser Hobbybäcker sich alles allein angeeignet hat – über Bücher und vor allem die eigene Erfahrung im Umgang mit Brot. Er enthält uns auch nicht seine Misserfolge vor -einfach damit man mit ihm lernen kann.

Seine Philosophie ist es mit so wenig Zutaten wie möglich auszukommen und die Ursprünglichkeit des Brotbackens zu erhalten – Mehl , Wasser, Salz, Hefe – und vor allem viel Zeit für die Teigführung. Auf andere Backzusätze – wie andere Triebmittel oder Geschmacksverstärker verzichtet er und kommt so wieder zum Ursprung des Brotbackens – und es funktioniert.

Ich bin immer noch erstaunt, dass es möglich ist mit nur 0,5 g Frischhefe , 500 g Weizenmehl und 300 g Wasser plus 10 g Salz einen backfertigen Brötchenteig herzustellen. Bisher habe ich mit Hefe nicht gegeizt – 1 Würfel (42 g) auf ein Pfund Mehl, wie es in vielen Anleitungen steht, habe ich immer genommen.

Aber es funktioniert auch mit wenig Hefe – mit viel Zeit und Geduld – denn diese 0,5 g Hefe tun ihre Wirkung über Nacht – bei normaler Zimmertemperatur. Die richtige Bearbeitung des Teiges, 10 bis 15 Minuten kneten, ist die Voraussetzung, dass sich die richtige Teigstruktur herausbildet – geschmeidig muss er sein und nicht mehr kleben. Da greife ich auch gern auf maschinelle Knetunterstützung zurück, denn 10 Minuten können beim Kneten schon lang werden. Dann braucht der Teig Zeit, insgesamt 18 Stunden – also am besten über Nacht reifen und aufgehen lassen, zwischenzeitlich zusammenstoßen, ruhen und aufgehen lassen, zusammenstoßen und wieder ruhen und gehen lassen. Das Zusammenstoßen verhindert, dass der Teig überquillt.

Am nächsten Morgen noch mal zusammenstoßen und Brötchen schleifen, das heißt runde Teiglinge mit Spannung formen, und wieder 1 Stunde ruhen lassen und dann die finale längliche Formgebung der Brötchen – ja und nun noch mal 2 Stunden ruhen lassen und vor dem Einschieben in den Ofen noch oben einritzen, dass die Brötchen richtig aufreißen und es richtig knusprige Brötchen werden können. Zwischendurch den Ofen ordentlich vorheizen und mit über 230 – 210 Grad und Dampf (Wasserschale und Sprühflasche helfen dabei) 20 Minuten backen.

Es braucht schon insgesamt 22 Stunden.

Das Ergebnis sind Brötchen mit einer zarten Kruste, lockerer Krume und durch die lange Gehzeit hat sich ein fein säuerliches Aroma entwickelt, was ohne zusätzliche Würze entstanden ist.

Nichts mit Fastfood – solch gebackene Brötchen verzehre ich mit Ehrfurcht und Respekt und vor allem mit Genuss. Da braucht man nicht viel drauf – nur Butter reicht – es ist einfach köstlich.

Wer diese Brötchen selbst einmal nachbacken möchte findet hier das Rezept: Sachsenbrötchen .

Mir macht es Freude, alltägliche Lebensmittel – wie Brot und Brötchen – mit Sorgfalt und Liebe selbst herzzustellen. Wenn man das mit zu wenig Aufmerksamkeit und Achtsamkeit tut, dann sehen wir das sofort am Ergebnis – aber das macht ja ein LEBENSmittel aus – es gibt uns Rückmeldung, schenkt unserem Körper gute Energie und unseren Geist macht es ruhiger.

14-20 Genieß-BAR Brötchen

Am liebsten serviere ich sie frisch gebacken und freue mich, wenn sie auch den Gästen schmecken – aber ich backe sie auch “nur” für uns – weil wir es uns wert sind.

Also dann – Guten Appetit!

Genussvolle Grüße

Evi

 

 

Erleb(nis)-BAR: Öl pressen

14-15 Erlebnis-BAR Ölpressen

Am Weltfrauentag war ich auf einer Netzwerkmesse von Frauen aus der

Region Oberhavel. Dort haben sich viele Unternehmerinnen mit ihren Firmen vorgestellt, ihre Produkte präsentiert und ich kam mit vielen ins Gespräch.

Da war z. B. auch Jean Lubenow, die seit Sommer 2011 eine Ölmühle betreibt. Die 35 – Jährige  war nach einem schweren Verkehrsunfall 2008 an den Rollstuhl gefesselt und auf die Hilfe anderer angewiesen.

Zu diesem Zeitpunkt war sie schwanger und lernte nach der Geburt einer gesunden Tochter gemeinsam mit ihr wieder das Laufen. Ihren Beruf als Vermessungstechnikerin, der viel Mobilität voraussetzt, konnte sie nicht mehr ausüben.  In dieser Zeit war ihre Mutter (Heilpraktikerin) ihr eine große Stütze und gab ihr Mut, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Ein Artikel über die Bodensee-Ölmühlen-Werkstatt gab ihr den Anstoß selbst Ölmüllerin zu werden.

Voller Elan und Enthusiasmus erklärte sie alles zu den verschiedenen Ölen, die dazugehörigen Saaten und presste “live” aus Leinsamen frisches Öl. Davon habe ich 100 ml gekauft und am Wochenende Pellkartoffeln und Kräuterquark mit frischem Leinöl gegessen – es war ein Genuss – dieses frische Öl ist einfach der Hammer.

Jean Lubenow presst auch Öl aus Nüssen aus dem heimischen Garten. Ich habe mit ihr einen Termin zum Pressen gemacht, habe fleißig mit meinen Eltern Walnüsse geknackt und bin dann mit meiner Mutter und 1 kg Walnusskerne zur “Ölmühle im Bogenluch” zu Jean Lubenow gefahren. Dort haben wir beide zugeschaut, wie “unser” Öl gepresst wurde und haben ganz viel über das Ölpressen erfahren, dass jede Ölsaat ihre ganz eigenen Bedingungen zum Pressen benötigt. Jean entlockt jeder Nusssorte und jeder Ölsaat ihr Geheimnis, bei welcher Temperatur, das Öl am besten fließt, welche Kühlung benötigt wird – sie “spricht” mit dem Öl, sieht und hört, was es braucht. Dabei achtet sie strikt darauf, dass die Temperatur nie über 37 Grad geht,damit die Rohköstlichkeit der Öle gewährleistet ist.

“Unser” Walnussöl wurde bei 34 Grad gepresst – die Nüsse hätten noch etwas Zeit zum Trocknen gebraucht und hatten dadurch nur einen Ölgehalt von 54%. Die Walnüsse der Damen, die vor uns zu Öl verarbeitet wurden hatten 65%. Sie hatten schon Erfahrung, denn sie waren bereits das zweite Mal da.

Wir haben 3 kg Walnüsse geknackt, daraus 1 kg Walnusskerne erhalten und 540 g Öl – abgepresst in Gläsern (damit sich die feinen Schwebstoffe noch setzen können) mit nach Hause genommen. Auch den Presskuchen – der wie kleine Chips aussieht – haben wir mitbekommen. Diese Chips kann man knabbern, ins Müsli mischen oder kleinmixen und zum Backen verwenden – ich werde mal sehen, was ich damit anstelle.

Das frische Walnussöl hält sich im Kühlschrank bis 4 Monate, aber ich denke, diese Zeit wird es nicht überstehen, denn es schmeckt wirklich lecker – ich habe es gleich auf eine Brotscheibe geträufelt und mit Blauschimmelkäse zusammen gegessen – einfach köstlich!

Am Wochenende, wenn ich Besuch bekomme, werde ich es in einem frischen Obstsalat servieren.

Es ist wirklich ein tolles Gefühl mitzuerleben, wie ein wirklich gesundes Öl aus dem eigenen Garten entsteht.

Jean Lubenows Leitspruch “Öl ist Energie und Energie ist Leben” kann ich nur zustimmen. Ich werde ganz sicher noch öfter zu ihr gehen und ganz frisches rohköstliches Öl kaufen – und noch ganz viele Walnüsse knacken für “unser” Öl. Und auch als ganz tolles Geschenk kann man es mitnehmen – die entsprechenden Flaschen unterschiedlicher Größe kann man auch bei ihr kaufen.

Ich wünsche Jean Lubenow noch ganz viel Erfolg mit ihrer “Ölmühle im Bogenluch” und ganz viele zufriedene Kunden, die das frische rohköstliche Öl und diese Energie schätzen lernen.

Liebe Grüße

Evi

Kalte Herbstzeit

Die Uhr wurde wieder umgestellt, ein untrügliches Zeichen, dass die “dunkle” Jahreszeit beginnt. Das bedeutet im Dunklen zur Arbeit zu gehen und im Dunklen zu Hause anzukommen. Das schränkt die Zeit ein, die wir im Freien verbringen können. Das Wort Frei-Zeit bekommt dadurch eine ganz neue Bedeutung für mich: Zeit im Freien.

Ich habe meinen Tee- und Kerzenvorrat schon mal aufgestockt und die ungelesenen Bücher in Reichweite gelegt.

Der  erste Morgenfrost und der erste  Schneeschauer haben uns  am Samstag gezeigt, dass sich der Herbst von  seiner goldenen Seite verabschiedet hat.

Ja – in zwei Monaten ist Weihnachten vorbei und die Tage werden wieder länger.

“Halloween” steht vor der Tür, die Kürbisse und Kürbisfeste sind ein untrügliches Zeichen. Am Mittwoche ist wieder der 31. Oktober und die Kinder klingeln an den Haustüren und verlangen “Süßes” sonst gibt’s “Saures”. Die kleinen Gespenster, Hexen und Zauberer haben ihre Freude daran gemeinsam durch die Straßen zu ziehen und die Erwachsenen haben ihre Gaben sicher schon parat.

Die Erntedankfeste sind vorbei, der Vorrat an Früchten zu Saft und Marmelde verarbeitet.

Apfelsaft und Holunderbeerengelee stehen für den langen Winter bereit.

Bald beginnt auch die Zeit der Weihnachtsbäckerei, auch wenn in den Regalen der Geschäfte längs alles bereit liegt.

Mich verleiten die langen Abende dazu Zeitschriften mit Backrezepten zu kaufen, die mit Plätzchen zum Verwöhnen werben. Das ein oder andere Rezept werde ich ausprobieren.

Genießen wir die Abende – wer hat bei Kaminfeuer , bei Kerzenschein, mit Tee und selbstgebackenen Plätzchen.

Es ist dieser besondere Duft, der mir diese dunkle Jahreszeit verschönt.

Alles Liebe

Evi

 

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