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Genieß – BAR

Genieß-BAR: mehr natürliche Lebensmittel

02-15 Genieß-BAR Natürliche Lebensmittel

Im vergangenen Jahr war ich viel in der Natur und habe mich dort sehr wohl gefühlt - leicht und frei. Ich habe im Wald Beeren gesammelt und daraus Marmelade gemacht, hatte die Möglichkeit bei meinem Bruder das Gemüse frisch vom Beet zu verarbeiten und habe Brot aus den ursprünglichen Zutaten – ohne Zusätze- gebacken. 

Ich habe gespürt, dass mir das gut bekommt, ich mich schnell satt – aber nicht “voll” gefühlt habe. Es war ein Gefühl von Zufriedenheit und Energie.

Wenn ich mit dem Essen “über die Strenge geschlagen habe”, zu viel Süßigkeiten & Kuchen, zu viel Fleisch (vor allem Schweinefleisch), dann war ich schnell müde und schlapp

Ich bin gut auf Touren gekommen, wenn ich einen Grünen Smoothie getrunken habe – schön mit frischem Blattgrün, Banane, Apfel und Wasser.

Überhaupt habe ich festgestellt, dass Obst und Gemüse direkt vom Baum, Strauch einfach leckerer ist.

Nur habe ich dann den Fehler gemacht und zu wenig Abwechslung und Vielfalt in die Gerichte zu bringen. Das dann dazu führte, dass  mein Appetit darauf nachließ und ich in alt gewohnte Essgewohnheiten verfiel.

Das will ich dieses Jahr ändern: mehr frische natürliche Lebensmittel und Vielfalt – sowohl bei den Obst- und Gemüsesorten, als auch bei den Rezepten.

Mein Ziel ist es, diese so natur belassen wie möglich zu verarbeiten – also wo es geht mit Schale und Kernen. Mehr Rohkost-Salate und Smoothies, kalt gepresstes Öl und  Datteln, Honig & Agavendicksaft anstelle von Weißzucker.

Für Smoothies hier mein Standard-Rezept1 Apfel, 1 reife Banane und eine Handvoll Blattgrün (Spinat, Feldsalat, Grünkohl), 300 ml Wasser und dann in einem Hochleistungsmixer 1 min alles schön smooth pürieren. Abgefüllt in eine 1 Liter- Flasche reicht das für den Tag.

Je nach Lust und Laune kommen dann noch 2-3 Datteln dazu für die Süße, ein Stück Ingwer für die Frische oder auch mal Zimt oder Vanille oder andere Gewürze, gern auch mal ein paar Nüsse oder ein Stück Kokosnuss. Auch Apfelsinen, Mandarinen, Trauben, Kiwi, Zitrone finden  ihren Weg in den Mixer. 

Daraus lässt sich dann schon eine schöne Vielfalt an Rezepten mixen.

Ich mag Smoothies desahalb gern, weil ich dadurch schnell eine Portion natürliche Frische und Energie bekomme, was schnell vom Magen aufgenommen und verarbeitet wird.

Abends mach ich dann gern noch einen Rohkost-Salat, entweder mit Möhren, Weiß- oder Rotkraut, Chicorèe und was sich sonst noch so anbietet. Mir bekommt es dennoch sehr gut – aber manche haben mit Rohkost am Abend so ihre Probleme.

Ich muss mich aber zwingen daran zu denken, richtig schön zu kauen – und nicht nur hinuter zu schlucken.

Meine Großmutter sagte schon damals zu mir: Für jeden Zahn 1 x kauen ! Ich werde daran denken.

Wir erleichtern unserem Magen die Verdauung und machen es unserem Körper dadurch auch leichter uns schneller Energie zur Verfügung zu stellen. Das muss ich noch beherzigen.

Ich habe im Internet nach Rohkost-Rezepten geschaut und es gibt wirklich eine Vielzahl davon, ergänzt mit Gewürzen für die wir eine Vorliebe haben  – dann wird es zu einer kleinen Köstlichkeit.

Ich hoffe, dass ich dran bleibe, es mir weiterhin Spaß macht neue Rezepte auszuprobieren und viele natürliche Lebensmittel in unseren Alltag einbeziehe.

Ihr werdet es hier lesen.

Ich wünsche euch eine gute Zeit und vor allem viel Gesundheit und eine große Portion schöne leichte Energie!

Evi

Auf dem Foto sind die selbst gezogenen Tomaten von meinem Bruder – die ich zu Tomatensauce verarbeitet habe und noch ein paar Gläschen vorrätig habe.

 

Genieß-BAR : Regionales & Selbstgemachtes

14-27 Genieß-BAR Regionales und Selbstgemachtes 1

Der Sommer bietet uns wirklich viele schöne Lebensmittel direkt aus der Region. Auf den Märkten kann man direkt von den Bauern das frisch geerntete Gemüse – wie Salat, Gurken, Tomaten, Kohlrabi, Möhren, Bohnen, Zucchini u. v. m. und Obst der Saison – wie Pflaumen, die ersten Äpfel, Heidelbeeren, Brombeeren usw. kaufen. All das hat jetzt Saison, kommt also frisch vom Feld oder vom Baum und hat in diesem Jahr viel Sonne und genug Regen abbekommen, so dass alles gut gewachsen ist.

Frische Kräuter peppen das Ganze noch auf und bringen den Power-Kick ans Essen – egal ob Minze, Rosmarin, Salbei oder Peterselie & Dill.

So frisch und regional bekommen wir es nur zur Erntezeit – denn später wird es wieder aus anderen Ländern importiert und hat Hunderte von Kilometern hinter sich.

Nutzen wir die Zeit der Fülle und regionalen Verfügbarkeit und Frische, denn dann haben wir noch LEBENSmittel, die noch die Wärme und Süße der Sonne in sich haben, also die volle Ladung gesunder Energie gespeichert haben.

Man braucht gar nicht viel, um den guten Geschmack des Gemüses und der Früchte zu genießen – einfach kleinschneiden, zu Salaten anrichten und mit frischem – vielleicht auch selbstgebackenem – Brot essen. Butterbohnen oder Speckbohnen mit frischen Kartoffeln – ein einfaches Essen, lecker, sättigend und ohne jegliche Konservierungs- oder Zusatzstoffe.

Aus Früchten, die nicht mehr so knackig sind, kann man ganz schnell selbst Marmelade oder Konfitüre kochen – mit dem Gelierzucker geht es kinderleicht. Einfach Früchte klein schneiden oder pürieren, Gelierzucker nach Packungsangabe dazu, aufkochen und in kleine Gläser abfüllen. Solche Marmelade schmeckt zum Frühstück viel besser und fruchtiger – und es erfüllt uns mit Stolz, wenn wir sie unseren Gästen anbieten können. Bei mir wanderten schon so manche Früchtchen ins Glas  und wurden zu Holunderblüten-Gelee, Erdbeer-Marmelade, Blaubeermarmelade,  Rotes Johannisbeeren-Gelee, Pflaumen-Zimt-Mus, Brombeer-Konfitüre – ich liebe es all die leeren Gläschen zu füllen, schöne Etiketten zu drucken und auf die Gläser zu kleben und weiter zu geben, wer es mag. 

Seit Wochen habe ich kein Brot oder Brötchen mehr gekauft – ich backe immer frisch und weiß, was darin ist – nur Mehl, Wasser, Salz und Hefe – und es funktioniert.

Ich brauche keine Fertiggerichte oder Konserven – ich bekomme alles aus der Region und weiß, was ich auf dem Teller habe. Einfachheit und Frische – gepaart mit Kreativität und Inspiration – so kann Essen zubereiten auch Spaß machen.

Alles Liebe & Guten Appetit !

Evi

14-27 Genieß-BAR Regionales und Selbstgemachtes

 

Genieß – BAR: Brot und Brötchen backen

 

14-20 Genieß-BAR Brot

Mich hat seit einiger Zeit das Brotback”fieber” erwischt.

Wenn man angefangen hat sich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen kommt man am Brot backen nicht vorbei, vor allem wer gern Brot ist – so wie ich.

Angefangen hat es schon vor ein paar Jahren als ich einen “Brotbackautomaten” geschenkt bekam. Der Besitzer hatte nach einer Anfangseuphorie ein Jahr lang Brot damit gebacken und danach stand er nur rum. So landete er bei mir und ich fing an mit einfachen Rezepten Brot zu backen. Das ging mit leichten Teigen noch ganz passabel, aber für schwere Teige – vor allem mit Roggenmehl – war der “Automat” einfach überfordert. Also stieg ich auf “Handbetrieb” um und knetete die Teige per Hand, was ein gutes Gefühl ist – man spürt die Konsistenz des Teiges und wann er gut ist. So hatte ich innerhalb von 2 Stunden ein Brot fertig.

Ich probierte mit den verschiedensten Zusätzen, um mein Brot aufzupeppen und Geschmack reinzubringen – mit Brotgewürz, mit Nüssen und Samen, mit Buttermilch, Joghurt und Trockenfrüchten – mit unterschiedlichem Erfolg, so wie das Brot aus der Erinnerung meiner Kindheit schmeckte es nicht – würzig und fein zugleich.

Dann bin ich auf den “Plötzblog” gestoßen – ein Blog in dem alles über Brot und Brötchen backen drin steht und der neben vielen Tipps und Erklärungen zum ursprünglichen Brotbacken gefühlte Tausend Rezepte anbietet – es sind bis heute 603 aus allen Regionen der Welt. Mit kurzen Videoanleitungen lernt man auch ganz schnell, wie man die Teige bearbeitet und formt. In einem Lexikon kann man alles nachschlagen, was so das Bäckerlatein hergibt – alles von “Abglänzen” bis “Zweikorn” .

Ich war total fasziniert, vor allem, weil dieser Hobbybäcker sich alles allein angeeignet hat – über Bücher und vor allem die eigene Erfahrung im Umgang mit Brot. Er enthält uns auch nicht seine Misserfolge vor -einfach damit man mit ihm lernen kann.

Seine Philosophie ist es mit so wenig Zutaten wie möglich auszukommen und die Ursprünglichkeit des Brotbackens zu erhalten – Mehl , Wasser, Salz, Hefe – und vor allem viel Zeit für die Teigführung. Auf andere Backzusätze – wie andere Triebmittel oder Geschmacksverstärker verzichtet er und kommt so wieder zum Ursprung des Brotbackens – und es funktioniert.

Ich bin immer noch erstaunt, dass es möglich ist mit nur 0,5 g Frischhefe , 500 g Weizenmehl und 300 g Wasser plus 10 g Salz einen backfertigen Brötchenteig herzustellen. Bisher habe ich mit Hefe nicht gegeizt – 1 Würfel (42 g) auf ein Pfund Mehl, wie es in vielen Anleitungen steht, habe ich immer genommen.

Aber es funktioniert auch mit wenig Hefe – mit viel Zeit und Geduld – denn diese 0,5 g Hefe tun ihre Wirkung über Nacht – bei normaler Zimmertemperatur. Die richtige Bearbeitung des Teiges, 10 bis 15 Minuten kneten, ist die Voraussetzung, dass sich die richtige Teigstruktur herausbildet – geschmeidig muss er sein und nicht mehr kleben. Da greife ich auch gern auf maschinelle Knetunterstützung zurück, denn 10 Minuten können beim Kneten schon lang werden. Dann braucht der Teig Zeit, insgesamt 18 Stunden – also am besten über Nacht reifen und aufgehen lassen, zwischenzeitlich zusammenstoßen, ruhen und aufgehen lassen, zusammenstoßen und wieder ruhen und gehen lassen. Das Zusammenstoßen verhindert, dass der Teig überquillt.

Am nächsten Morgen noch mal zusammenstoßen und Brötchen schleifen, das heißt runde Teiglinge mit Spannung formen, und wieder 1 Stunde ruhen lassen und dann die finale längliche Formgebung der Brötchen – ja und nun noch mal 2 Stunden ruhen lassen und vor dem Einschieben in den Ofen noch oben einritzen, dass die Brötchen richtig aufreißen und es richtig knusprige Brötchen werden können. Zwischendurch den Ofen ordentlich vorheizen und mit über 230 – 210 Grad und Dampf (Wasserschale und Sprühflasche helfen dabei) 20 Minuten backen.

Es braucht schon insgesamt 22 Stunden.

Das Ergebnis sind Brötchen mit einer zarten Kruste, lockerer Krume und durch die lange Gehzeit hat sich ein fein säuerliches Aroma entwickelt, was ohne zusätzliche Würze entstanden ist.

Nichts mit Fastfood – solch gebackene Brötchen verzehre ich mit Ehrfurcht und Respekt und vor allem mit Genuss. Da braucht man nicht viel drauf – nur Butter reicht – es ist einfach köstlich.

Wer diese Brötchen selbst einmal nachbacken möchte findet hier das Rezept: Sachsenbrötchen .

Mir macht es Freude, alltägliche Lebensmittel – wie Brot und Brötchen – mit Sorgfalt und Liebe selbst herzzustellen. Wenn man das mit zu wenig Aufmerksamkeit und Achtsamkeit tut, dann sehen wir das sofort am Ergebnis – aber das macht ja ein LEBENSmittel aus – es gibt uns Rückmeldung, schenkt unserem Körper gute Energie und unseren Geist macht es ruhiger.

14-20 Genieß-BAR Brötchen

Am liebsten serviere ich sie frisch gebacken und freue mich, wenn sie auch den Gästen schmecken – aber ich backe sie auch “nur” für uns – weil wir es uns wert sind.

Also dann – Guten Appetit!

Genussvolle Grüße

Evi

 

 

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