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Gefühle

Valentinstag

Gestern war VALENTINSTAG und ich spürte nach dem Aufstehen das Verlangen, all meinen Lieben ein DANKESCHÖN zu schicken, ihnen zu sagen, dass sich sie von Herzen liebe.
Meine Familie hält nicht sonderlich viel von Tagen an denen Danke zu sagen “verordnet” wird.
Und doch fühle ich die Freude, wenn ich am Mutter- und Vatertag mit einem Blümchen vorbei komme.
Gestern war ich weit weg von allen und habe per SMS und Mail mein DANKE auf den Weg geschickt.
Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass es so viele liebe Menschen um mich herum gibt und es war mir ein Herzensbedürfnis es gestern den wichtigsten Menschen in meinem Leben zu schreiben, meinen Söhnen, meinem Mann, meinen Freundinnen und Freunden, meinen Eltern.
Ich war so gerührt über die Reaktionen – vor allem derer, die ich damit überrascht habe.
Auch wenn der Valentinstag ein “verordneter” Tag ist, so fließt an diesem Tag so viel liebevolle Energie, die uns allen gut tut, vor allem, wenn sie aus dem Herzen kommt.
Ich wünsche Euch allen noch eine liebevolle Zeit.
Herzliche Grüße
Evi

Danke an gobelino für diesen wunderschön selbst gestalteten Rosengruß.

Kaminfeuer

Winterzeit ist auch die Zeit, wo wir es uns so richtig urgemütlich machen können in unseren Stuben.
Heute ist es nebelig und kalt. Der Winter hat der Natur ein Rauhreifkleid angezogen, alles ist in zartem Weiß gehüllt.
Genau die richtige Zeit für ein Kaminfeuer. Fix sind ein paar dünne Scheite und darüber ein halbrundes

Birkenscheit aufgeschlichtet und angezündet. Schnell entzünden sich die dünnen Scheite und die kleinen Flammen tanzen lustig umher. Als ob kleine Kobolte endlich darauf gewartet haben dem Holzscheit zu entspringen. Diese Flammenkobolte tanzen lustig um das Birkenscheit und versuchen es zum Leben zu erwecken oder besser gesagt die Kobolte, die darin wohnen.
Zaghaft lässt sich das Birkenscheit ermuntern seine eingeschlossenen Gäste mit den kleinen Flammenkobolten bekannt zu machen.
Immer noch habe ich die Luftzufuhr auf Maximum, ermuntere die kleinen Feuerzwerge alles zu geben und ihre Artgenossen aus dem großen Scheit zu wecken.
Es funktioniert, anfangs noch zaghaft und dann kriechen immer mehr Flammen aus dem Birkenscheit und züngeln aus der Oberfläche.
Inzwischen sind die Flammenkobolte aus den Anmachscheiten erschöpft und die dünnen Scheite zerfallen, bilden ein rotglühendes Glutbett und die aufsteigende Hitze feuert das große Birkenscheit weiter an. Große Flammen tanzen im Kamin, geben ihren Feuerschein urch die Kaminscheibe und die Hitze an die Schamottsteine ab. Immer mehr Wärme strahlt in das Zimmer. Die Luftzufuhr habe ich gedrosselt und der Tanz der Flammen ist nicht mehr so wild, sondern umspielt liebevoll das immer kleiner werdende Holzscheit. Risse bilden sich und geben mehr Flammenkobolten die Möglichkeit sich aus dem Scheit zu befreien.


Kaminfeuer, Lagerfeuer strahlen solche innere Wärme und Frieden aus, dass ich mich diesem Schauspiel der Flammen nicht entziehen kann. Immer wieder formt das Feuer neue Flammenchoreografieen, tanzt der Flammenreigen mal am unteren oder oberen Ende, vereint sich dann und umschmeichelt mal liebevoll, mal leidenschaftlich den immer kleiner werdenden Holzscheit, bis er schließlich auseinander bricht, ermattet in das Glutbett sinkt und zarte Flammen ihn umhüllen.
Dieses Feuer hat so etwas Fried- und Freudvolles, nicht gleich zu setzen mit der Zerstlörung und Unkontrollierbarkeit eines Waldbrandes.
Diese Holzscheite im Kamin geben ihre Energie voller Hingabe und Leidenschaft frei, geben Licht und Wärme, inszenieren ein Schauspiel, verzehren sich dabei – bis sie als glimmendes Glutbett nur noch einen mystischen rötlichen Schein abgeben, das im Luftzug aufglimmt, leicht vibriert. Wie ermattet liegt das in viele Stücke zerfallene Scheit und es scheint mit dem langsam schwächer werdenden Glimmen seine Bestimmung als Energiespender für Wärme und Licht dem Ende zu zugehen.
Eine weißgraue Ascheschicht legt sich allmählich über die rötliche Glut. Manches Mal streift der Luftzug, der das Kaminfeuer am Glühen halt die Ascheschicht ab. Ein kurzes kleines Züngeln, das einem letzten Atemzug gleicht, lässt die allerletzten Flammenkobolte frei. Ruhe breitet sich aus, friedliche Erschöpfung nach einem leidenschaftlichen Tanz der Flammen und lässt auch mich immer friedvoller werden.


Der Holzscheit hat ein würdiges Ende gefunden und seine freigesetzte Energie hat den ganzen Raum in eine wohlige Wärme gehüllt, die auch weiter aus dem Kamin strahlt. Die Wärmeenergie hat sich in den Schamottsteinen und Specksteinen der Kaminverkleidung gespeichert und strahlt nun für die nächsten Stunden in das Zimmer ab.
Es ist so heiß, dass ich die Steine nur kurz berühren kann.
Es ist erstaunlich, wieviel Kraft und Energie in so einem Holzscheit steckt. Es ist fast so, als ob er all die Sonnenstrahlen, die er als Baum empfangen hat nun abgibt, die Wärme, das Licht, die Behaglichkeit. Genau so fühle ich mich behaglich.
Auch wenn dieser Holzscheit sich dem Tod im Feuer hingegeben hat, so hat er es mit Freude getan, mit Würde und voller Leidenschaft und Hingabe. Es hat etwas Versöhnliches, Verbindendes, wenn ich hier allein vor dem Kamin sitze und die wohlige Behaglichkeit genieße. So schließt sich der Kreislauf und ich erinnere mich an die Birke, als sie im Garten stand und mit den Jahren immer mehr von Wind und Wetter zerzaust wurde, Äste verlor, weil sie abgestorben waren. Ihre Kraft schien nicht mehr für alle Äste auszureichen. Immer mehr mehrten sich die Anzeichen, dass ihr Ende gekommen war.
Das endgültige Urteil fällte ein Baumkundiger der Verwaltung, der die Genehmigung zum Fällen erteilte.
Von einst 7 stattlichen Birken mussten 4 gefällt werden.
Ihr Holz liegt nun in Scheite gespalten und trocken gelagert hinterm Schuppen.
Die zwei vergangenen Sommer haben ihm die Feuchtigkeit entzogen, so dass der Stapel etwas in sich zusammmen gefallen ist. Erstaunlich, wenn man es so anschaulich mit erlebt.
Erst wenn die Scheite trocken genug sind, sind sie auch bereit das letzte Stück ihres Weges zu gehen, ihrer Bestimmung als Kaminholz zu folgen. So viel Zeit muss man dem Holz lassen, sonst bringt es nur Verdruss durch Rauch und Qualm.


Alles hat seine Zeit und wenn die richtige Zeit gekommen ist, dann ist es auch ein guter Augenblick für alle, die dabei sind – für den Scheit und für mich.
Mein Wunsch ist es, dass ich ein gutes Gespür entwickele, um zu erkennen, wann der richtige Zeitpunkt für den richtigen Moment da ist, wann es Zeit ist voller Leidenschaft un Hingabe all das zu leben, was in mir ist, aber auch die Wärme und das Licht zu empfangen, die Energie zu tanken, die mir hilft meinen Wege weiter zu gehen.
Dieses Gefühl alles zu seiner Zeit zu tun – zu geben und zu nehmen- das vermittelt mir Zuversicht und unendliches Vertrauen, dass alles, was mich noch erwartet, gut ist.
Das ist ein wunderbares Gefühl, voller Liebe und Dankbarkeit.
Danke, dass ich das so empfinden kann.

Liebevolle Grüße
Evi

Aufmerksamkeit und Gefühle

Der schwierigste Sinn ist unser 7. Sinn, unsere Intuition, das Gefühl was wir in uns spüren, wenn wir Angst, Wut, Freude, Unsicherheit, …. fühlen.

Auf Gefühle reagieren wir mit sehr unterschiedlicher Aufmerksamkeit – mal übertrieben, oft ignorieren wir sie.  Das hängt davon ab, wie wir oder andere unsere Gefühle bewerten. Gefühle unterliegen einem gesellschaftlichen Bewertungsmuster: Angst macht klein und schwach, Wut ist Kontrollverlust, Unsicherheit ist Schwäche, Freude ist Lebenslust, ….. Je nachdem, in welchen gesellschaftlichen Kreisen wir uns bewegen, werden Gefühle entsprechend  gezeigt oder unterdrückt. Wir werden danach bewertet und in “Schubladen” gesteckt: zickig, stur, weich, hart, ….

Wir kommen  kaum dazu uns mit unseren Gefühlen richtig zu beschäftigen, wenn wir versuchen sie zu unterdrücken. Es ist die Königsdisziplin unserer Aufmerksamkeit, wenn wir es lernen unsere Gefühle so wahrzunehmen, wie sie sind – nicht wie wir sie gerne sehen wollen oder nicht sehen wollen.

Gefühle wahr-nehmen, nicht werten, nicht bewerten, einfach nur so fühlen, wir wir sie fühlen. Dazu müssen wir unsere Aufmerksamkeit bitten, z. B. unsere Angst erst einmal nur wahrzunehmen, also nur zu fühlen, dass da Angst da ist und akzeptieren, dass es die Angst ist, die das Gefühl in uns hervorruft.

Dieser Gedanke wird uns schon ein bisschen ruhiger machen, wenn wir ehrlich zu uns sind und die Angst so akzeptieren und nicht ignorieren. oder unterdrücken.

Nun “schauen” wir uns die Angst, das Gefühl der Angst, genauer an. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf das Gefühl, das die Angst in uns erzeugt hat.

Wo spüre ich dieses Gefühl?

- im Bauch, in der Herzgegend, im Hals, …

Dann konzentriere ich meine Aufmerksamkeit auf diese Stelle – ja ich stelle mich diesem Gefühl der Angst. Ich versuche es zu benennen, wie es sich anfühlt – brennend, erdrückend, schwer, kurzatmig,….

Je mehr ich meine Aufmerksamkeit diesem Gefühl nähere, um so besser kann ich es wahrnehmen. Es kann intensiver werden, um sich klarer zu zeigen. Ich halte es aus und benenne, was ich fühle, ich halte den Atem an oder weine und ich spüre, wie dieses Gefühl der Angst kleiner wird, ich ruhiger werde.

Das kann ich mehrmals wiederholen, bis ich die Angst als nicht mehr bedrohlich empfinde, der Druck weg ist, ich wieder tief durchatmen kann.

So können wir unsere Aufmerksamkeit auf jedes Gefühl lenken.

Aufmerksamkeit auf unsere Gefühle lenken, das bedeutet auch diese Gefühle in diesem Moment aushalten, benennen, akzeptieren, dass sie da sind. Erst dann haben wir eine Chance, diese negativen Gefühle aufzulösen.

Nun haben wir  nicht nur negative Gefühle, sondern auch schöne Gefühle, die wir am liebsten für immer behalten wollen.

Das ist leider nicht möglich. Aber wenn wir den schönen Gefühlen unsere volle Aufmerksamkeit schenken, dann können wir sie besser genießen, sie voll auskosten, solange, bis uns das nächste Gefühl beschert wird.

Das Leben ist ständige Veränderung, auch Veränderung unserer Gefühle.Wir können unseren Gefühlen Aufmerksamkeit entgegenbringen und sie so wahrnehmen wie sie sind – mögen sie unangenehm oder wunderbar sein – jedes von ihnen macht unser Leben etwas reicher, reicher an Erfahrung, Weisheit und Mitgefühl.

All das wird uns auf unserem Weg helfen auch Niederlagen und Enttäuschungen zu verkraften und Erfolge und neue Erkenntnisse für uns zu nutzen.

Es sind alles Lektionen, die uns das Leben beschert. Erst wenn wir sie erfolgreich abgeschlossen haben, geht es weiter. Und unser Leben hält zahlreiche Lektionen bereit, schöne und weniger schöne – aber alle bringen uns weiter, machen uns zu dem, was wir sind.

Unsere Aufmerksamkeit hilft uns dabei Vieles klarer zu sehen, besser zu verstehen.

Also keine Angst vor Gefühle.

Liebe Grüße

Evi

Eins nach dem Anderen

Wir wünschen usn oft mehr Gelassenheit und Ruhe, weniger Hektik und Stress. Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich sehe, wie gelassen ZEN-Buddhisten ihren Tätigkeiten nachgehen. Es gibt viele Zitate und Beispiele dafür, dass im ZEN die Aufmerksamkeit auf EINE Sache gelenkt ist, bis sie beendet ist. Erst dann wird sich auf die nächste Sache konzentriert.

Wir eilen mit unserer Aufmerksamkeit den Geschehnissen voraus, hängen ihnen nach.

Während des Laufens essen wir und telefonieren gleichzeitig und achten auch noch beim Überqueren der Straße auf den Verkehr. Wir glauben dadurch Zeit zu sparen, aber wir überfordern uns mit solchem Handeln, erzeugen selbst den Stress, den wir so gern loswerden wollen.

Stress entsteht, wenn wir die Kontrolle über unser Handeln zu verlieren. Je mehr Handlungen wir gleichzeitig tun, desto besser müssen wir sie koordinieren. Denn unser Gehirn kann sich nur auf EINES konzentrieren. Durch die vielen Handlungen, die wir gleichzeitig ausführen, sind wir nicht in der Lage uns auf alle Handlungen gleichzeitig zu konzentrieren. Wir wechseln unsere Konzentration und Aufmerksamkeit sekündlich, in Bruchteilen von Sekunden.

Kein Wunder, dass wir beim Essen kleckern, beim Überqueren der Straße stolpern und vergessen was wir dabei telefonisch vereinbart haben. Unser Gehirn ist in der Lage aus Bruchteilen ein Ganzes zu erschaffen, deshalb funktioniert es anfangs ganz gut – also drei Dinge gleichzeitig zu tun.  Ruhen wir uns danach aus, dann hat unser Gehirn Zeit, das entsprechend  zu verarbeiten und abzuspeichern.

Gönnen wir uns diese Pausen nicht, dann bringt uns das auf Dauer Stress, Schlaflosigkeit, Nervosität und vor allem Unzufriedenheit.  Die Fehlerquote steigt, unser Gehirn kommt nicht nach, alles richtig einzuordnen, es blockiert, um abzuschalten, um sich die notwendige Ruhe selbst zu nehmen.

Spätestens jetzt sollten wir uns eine Pause gönnen, zur Ruhe kommen und abschalten. Wenn wir Pech haben, dann rattert unser Hamsterrad im Kopf weiter, unsere Gedanken treiben es unermüdlich weiter und wir sind mittendrin und kommen von allein nicht mehr raus aus dieser Tretmühle. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir es nicht erst soweit kommen lassen, uns ein Burn out und Erschöpfung körperlich zwingen auszusteigen.

Ich habe früher immer mehrere Dinge gleichzeitig erledigt - Multitasking nennt man das und rühmt sich damit.

Multitasking ist nur der schöne Ausdruck für Stressmaschine. Jeder , der selbst noch nicht erlebet hat, wie es sich im Hamsterrad anfühlt, die Erschöpfung spürt und keinen Ausweg sieht dieses Hamsterrad anzuhalten, der wird sich mit Multitasking seiner Vielseitigkeit rühmen und Anerkennung einfordern.

Wir können etwas nur ganz verstehen, wenn wir es selbst erlebt und gefühlt haben. Jeder von uns hat andere Erfahrungen gemacht, eigene Wahrheiten erlebt. Wir können unsere Erfahrungen mit-teilen, aber fühlen können wir es nur selbst, was diese Erfahrung mit uns gemacht hat, in uns verändert hat.

Es tut mir in der Seele weh, wenn ich erlebe, wie andere Menschen die gleichen Fehler machen, wie ich und viele zuvor. Ich versuche meine Erfahrungen so weiter zu geben, dass andere die Möglichkeit haben, ihre Aufmerksamkeit auf die Fehlerquellen richten zu können. Wie sie damit umgehen, das entscheiden sie selbst.

Ich habe inzwischen schätzen gelernt, dass Aufmerksamkeit auf EINE Sache mir viel besser hilft die Aufgaben zu erledigen, die anstehen. Eines nach dem Anderen - die Worte meiner Großmutter und Mutter habe ich noch im Ohr. Vielleicht wird uns diese Weisheit wirklich erst im Alter bewusst.

“Eins nach dem Anderen”  bedeutet nichts anderes, als das, was die ZEN Buddhisten machen – Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt.

Also dann – weg mit Multitasking und die Aufmerksamkeit auf eine Sache lenken, bevor wir mit der nächsten beginnen.

Liebe Grüße

Evi

Negative Gefühle nutzen

Angst, Schuld, Neid, Konkurrenz, Wut, Hass,  Neid, Missgunst,…. können uns “auffressen”. Sie können uns verbissen und missmutig werden lassen, wenn sie unser Leben bestimmen.

Sie können aber auch Signale für uns sein, die uns auf “Baustellen” hinweisen, die es noch in unserem Leben gibt.

Jede Angst, jede Schuld, jede Wut, jeder Neid hat Ursachen, die irgendwann einmal  – meist in früher Kindheit – dieses Muster in uns geprägt haben.

Immer wenn diese Gefühle in uns hochkommen ist dies ein Hinweis darauf, dass wir die tiefere Ursache noch nicht erkannt haben.  Es ist wie mit Unkraut, was wir im Garten nur durch abschneiden beseitigen wollen – es wächst um so kräftiger nach, solange wir es nicht mit der Wurzel ausgerissen haben.

Unterdrücken oder ignorieren wir unsere Angst, Wut, Schuld, … erscheinen sie als übertriebener Ehrgeiz, Beleidigtsein, Zynismus oder anderen negativen Verhaltensweisen – wie Samen des Unkrauts, die an anderer Stelle wieder aufgehen.

Wollen wir unsere negativen Gefühle loswerden, müssen wir uns ihnen stellen. D. h. wir müssen uns genau ansehen, wann und in welcher Situation bekomme ich diese Gefühle.

Wir müssen beobachten, was mit uns dabei passiert, wie wir darauf reagieren, was diese Gefühle mit uns machen.

Es sind “nur” Gefühle, ausgelöst von unbewussten Bildern und Gedanken in uns bei Ereignissen und Personen, die uns im realen Leben begegnen.  Es sind die alten Bilder und Gedanken, die uns so handeln lassen, nicht die jeweilige Person, die es auslöst.

Personen und Ereignisse sind austauschbar – die alten Muster bleiben.

Personen und Ereignisse werden sich in unserem Leben solange finden, bis wir unsere “Lektion” gelernt, die Ursachen erkannt haben.

Wenn uns die Ursachen dieser möglichen Gefühle bewusst werden, wir das Muster dahinter erkannt haben, dann ist unsere Angst, Wut, Scham, …. plötzlich nicht mehr bedrohlich.

Dann erkennen wir die Schönheit und die Kraft die in einem Unkraut, wie dem Löwenzahn steckt.

Dann wir aus Angst – MUT, aus Wut wächst LIEBE und MITGEFÜHL. Die Schuld offenbart dann unsere WÜRDE und unseren STOLZ.

Alles hat ZWEI Seiten. Auch wenn uns oft nur die eine Seite bewusst ist.

So können uns Angst, Wut, Schuld, Neid daran erinnern, dass wir die andere Seite zu sehr vernachlässigen, uns aufforden, die gute Seite davon wieder in unser Leben zu holen.

Sie können uns daran erinnern, das Liebe, Mitgefühl und Freude unser Leben bereichern und schöner machen.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, dann werden wir sie auch wieder ent-decken.

Wenn wir hinter die Fassaden schauen, werden wir erkennen, dass ein Mensch, der uns Wut und Hass entgegenbringt, arm an Liebe und Mitgefühl ist.

Wenn wir uns nicht von seiner Wut, seinem Hass anstecken lassen, sondern versuchen ihm Verständnis und Liebe zu begegnen, weil er sie braucht, dann kann seine Wut kleiner werden, hat sein Hass keine Macht über uns.

Ich weiß, dass das sehr sehr schwer umzusetzen ist, weil das eigene Ego lieber mit Verachtung darauf reagieren möchte.

Aber wenn es Euch gelingt, dann werdet Ihr Euch besser fühlen.

Ich übe es immer wieder in Situationen mit fremden Menschen, denn da fällt es mir leichter, da kann ich es besser umsetzen.

Das hilft mir dann auch im Umgang mit schwierigen Menschen in meinem unmittelbaren täglichen Umfeld. Ich bin gelassener geworden und brause nicht mehr so schnell auf, wenn sich jemand daneben benimmt, mich verletzt oder respektlos behandelt.

Gleiches mit Gleichem vergelten, bedeutet die negativen Gefühle zu verstärken, die dann letztendlich wieder auf uns zurückfallen. Das tut weder uns, noch den anderen gut.

Versuchen wir die Welt durch unser eigenes gutes Verhalten ein klein wenig besser zu machen.

Es ist immer besser bei sich selbst anzufangen, als darauf zu warten, dass andere es tun.

Alles Liebe

Evi

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