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Befereites Leben

Unangenehme Menschen

13-22  Unangenehme Menschen

Immer wieder begegnen wir in unserem Leben Menschen, die uns unangenehm sind, mit denen wir am liebsten nichts zu tun haben möchten. Aber wir begegnen ihnen immer wieder, ob im Job, im Familien- und Bekanntenkreis, in der Freizeit oder auf der Straße. Diese Menschen scheinen ihre Penetranz an uns auszuprobieren und uns von sich abhängig machen zu wollen.

Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich tappe immer wieder einmal in ihre Falle. Anfangs erscheint diese Penetranz im ‘Kleid’ der Interesse oder des Mitteilungsbedürfnisses, um sich dann bei uns anzudocken, für sie dienstbar zu sein.

Uns werden Verabredungen, kleine Dienstleisungen und Gefälligkeiten “aus den Rippen geleiert”, zu denen wir uns überreden lassen. Oft fühlen wir bereits in dem Moment der Zusage, dass es uns nicht passt, wir uns unangenehm dabei fühlen. Unsere gute Erziehung lässt uns immer wieder in die Falle solcher Menschen tappen.

Diese Menschen haben ihr penetrantes Verhalten in frühester Kindheit erlernt und im Laufe ihres Lebens perfektioniert, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie auf diese Weise an ihr Ziel gelangen.

Entnervte Mütter können “ein Lied davon singen”, wie penetrant und nachhaltig ihre Sprösslinge sein können, wenn sie unbedingt ihren Willen durchsetzen wollen.

Sobald die Sprösslinge erkannt haben, dass sie nur ausdauernd aufmüpfig sein müssen, um ihren Willen durchzusetzen, wird ein Verhaltensmuster daraus, was sie dann verinnerlichen und auch als Erwachsene anwenden.

Solche Menschen interessieren sich nur für sich, für ihre Interessen, ihre Ziele und wen sie dafür “einspannen” können. Sie akzeptieren kein ‘mal sehen’, ‘vielleicht’  , keine Ablehnung – sie wollen uns an ihrem Haken haben und dort festmachen. Selbst ein einfaches ‘Nein’ akzeptieren sie nicht. Sie finden ‘tausend’ Argumente, um dieses ‘Nein’ auszuhebeln, um uns dann mit einem ‘Vielleicht’ an der Angel zu haben. Nun drängen sie auf konkrete Zusagen von uns – Ort, Datum, Zeit- zumindest ringen sie uns einen Anruf ab. Ist dann noch ihre Telefonnummer unterdrückt, nutzen sie den Überraschungsmoment gegen uns und “nageln uns fest”.

Selbst nach monatelanger Ruhe und geglaubter Loslösung  tappe ich dann wieder in ihre Falle. Auf meine Absage folgt dann ein Appell an mein Gewissen, sie machen es ‘dringend’ und müssen ‘unbedingt’ mit mir sprechen, ‘nur ein paar Minuten’.

Solche Menschen brauchen ein klares ‘NEIN’ von uns genauso penetrant, wie sie ein ‘Ja’ einfordern.

Ein klares und wiederholtes NEIN ohne Erklärungen, ohne Rechtfertigung, ohne Ausweichtermine –  mit konsequenter Penetranz unsererseits. Nein – weil wir es nicht wollen, weil wir unsere Zeit für uns benötigen – PUNKT !

Diese Menschen versuchen aufgrund ihrer erlernten und durch jahrelangem Erfolg bestätigter Muster mit ihrer Penetranz an IHR Ziel zu kommen. Nein, nein und nochmals nein – solange, bis sie begreifen, dass wir ihrem Muster nicht entsprechen, nicht ihre Diener sein werden.

Aber Vorsicht  – das ist keine Garantie, dass sie uns für immer in Ruhe lassen.  Das musste ich jetzt wieder erleben.

Unangenehme Menschen haben verschieden “Gesichter” – scheinbare Hilflosigkeit und Jammern gehören ebenso dazu wie unangemessene Forderungen und persönliche Beleidigungen. All das dient nur IHRER Selbstgefälligkeit und IHREM Wohlgefallen. Unsere Bedürfnisse und Probleme interessieren sie nicht im Geringsten. Angebotene ‘Hilfe’ zerplatzt in dem Moment, wo sie erbracht werden sollen. 

Ich möchte mir von solchen unangenehmen Menschen nicht mehr meine Energie und Lebensfreude rauben lassen (denn sie verstehen zu jammern und alles schlecht zu reden).

Ich werde ihnen mit Klarheit und Direktheit begegnen und meine Interessen vertreten.

Passt auf Euch auf!

Liebe Grüße

Evi

 

 

 

Dankbarkeit

Die Zeit des Abschied nehmens ist nun vorbei, die Geschenke und Karten liegen wohlsortiert auf meinem Tisch und auch die Blumen sind noch nicht verwelkt.

Beim Blick auf all das empfinde ich immer wieder tiefe Dankbarkeit – Dankbarkeit, dass ich all diesen Menschen begegnet bin, wir ein Stück des Weges miteinander gegangen sind, gemeinsame Erlebnisse teilen konnten, einander beigestanden haben und uns gegenseitig unterstützt haben. Dafür bin ich in meinem Herzen zutiefst dankbar und werde mich gern an diese Zeit erinnern.

Diese Dankbarkeit löst in mir eine Zufriedenheit mit mir und meinem Leben aus. Klar hätte ich hier und dort einiges anders machen, mich anders entscheiden können, aber wäre ich dann heute in der gleichen Situation? Nein – es hat alles seinen Sinn, auch, dass ich jetzt zu Hause bin und all die Dinge in Angriff nehmen kann, die ich bisher – aus Zeitgründen- nicht mit der Intensität, wie ich sie mir gewünscht habe, machen konnte.

Ich freue mich einfach nur zu sein – ohne Termindruck, ohne Zeitdruck. Dieses Sein möchte ich in vollen Zügen genießen.

Ich möchte mehr Zeit mit dem Fotografieren verbringen, vieles ausprobieren. Fotografieren entspannt mich und lässt mich Dinge im Alltag ent-decken, die ich sonst so nie gesehen hätte. Es offenbart mir eine andere Sicht auf unsere Umwelt.

Auch für das Mandala malen und dabei ent-spannen werde ich wieder mehr Zeit haben.

Gesunde Ernährung liegt mir sehr am Herzen und mein Körper dankt es mir mit Energie und Fitness. Gerade jetzt, wo uns der Herbst so viele Früchte schenkt, ist es eine Freude all das auszuprobieren. Aus dem Buch “Vegan for fun” von Attila Hildmann, was ich zum Abschied von meinen Kolleginnen und Kollegen geschenkt bekommen habe, werde  ich viele Dinge nachkochen. Es ist einfach wunderbar, was man aus Dingen, die in der Natur wachsen alles zaubern kann. Dabei möchte ich auf gute  Lebensmittel zurückgreifen – solche, die im eigenen Garten wachsen oder aus der Region kommen und der Jahreszeit entsprechend angeboten werden. Ich möchte weitgehend auf die industriell hergestellten und verarbeiteten, konservierten Nahrungsmittel verzichten. Es kann nicht gesund sein, wenn Tiere industriell hoch gezüchtet und nur auf Masse getrimmt werden. Der Stress, den die Tiere dabei haben, bleibt im Körper und wird mit dem Verzehr an uns weitergegeben.

Was die Zeit sonst noch so mit sich bringt – ich werde es sehen. Ich freue mich auf all das Neue oder Wiederentdeckte und werde es in meinem Leben willkommen heißen.

Liebe Grüße und vielen Dank an alle, die mein Leben bereichert haben

Evi

 

Weniger ist mehr

13-15 Weniger ist mehr

Fernsehen ist nicht gerade meine Leidenschaft – ich bin eher der Fernseh-Muffel und habe mir vor allem bei Talkshows und Nachrichten eine Info-Sperre auferlegt. Ich staune dennoch, wieviel an ungewollten Nachrichten dennoch bei mir ankommt.

Die dritten Programme im Fernsehen schau ich ab und an rein, weil ich dort Natursendungen und interessante Beiträge finde.

So bin ich beim Zappen auf eine Dokumentation über die  “Minimalisten” gestoßen.

In den USA war es der New Yorker Kelly Sutton, der 2009 damit anfing sich auf das Notwendigste zu beschränken. Kelly Sutton – Interview

Inzwischen ist diese Welle auch auf Deutschland übergeschwappt und findet Nachahmer.  Weniger ist mehr-Reportage

Manche versuchen sich auf 100 Dinge zu beschränken und haben – um das leidige Auswählen abzukürzen – erst einmal alle Dinge in Karton verfrachtet und packen dann nach und nach die Dinge wieder aus, die sie wirklich zum Leben brauchen.

Egal wie radikal und nach welcher Methode wir uns von Dingen trennen, die unser Leben eigentlich belasten – Loslassen befreit. Dieses befreiende Gefühl nach einer Entrümpelungsaktion haben sicher schon viele von uns erlebt.

Ich habe so eine Aktion nach dem Lesen des Buches Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags gestartet. Innerhalb von vier Stunden hatte ich dann nach Mitternacht 3 große blaue Tüten mit alten Klamotten gepackt und war ganz fasziniert von meinem übersichtlichen Kleiderschrank.

Leider ist diese Aktion auch schon wieder Jahre her, so dass meine Schränke wieder so voll sind, dass ich langsam die Übersicht verliere.

Ich kann schon ganz gut loslassen, mich von Sachen trennen – das ist nicht mein Problem. Mein Problem ist, dass ich viele Dinge nicht wegwerfen mag, weil sie noch gut sind. Schließlich hat es auch mit Wertschätzung zu tun, wenn wir die Sachen auch nutzen. 

Im Keller habe ich eine Kiste   stehen, in der ich Dinge eingelagert habe, die ich auf den Flohmarkt bringen wollte – nur bin ich eigentlich kein Flohmarkt-Typ.

Tauschen – Verschenken – Weggeben – ich finde im Internet viele Möglichkeiten, aber so richtig zum Zuge gekommen bin ich noch nicht.

Im Herbst steht ein Umzug bei mir an und ich bin nun gezwungen zu reduzieren, um den Umzugswagen nicht mit unnötigem Zeug vollzuladen. Noch drücke ich mich davor – aber ich MUSS – und ich hoffe, ich bekomme bald den richtigen Schwung dafür.

Bis dahin lasse ich mich noch ein bisschen von den “Minimalisten” inspirieren und von ihnen anstecken.

Ihr werdet meine Erfolge auf meinen Weg in ein befreites Leben auf alle Fälle erfahren.

Liebe Grüße

Evi

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