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Bedürfnisse

Mach-BAR: Bedürfnisse

16-03 Mach-BAR Bedürfnisse

Nachdem ich mich wieder einmal mit meinem Sinn des Lebens beschäftigt habe, ist mir klar geworden, dass es ganz viel mit  MEINEN Bedürfnissen zu tun hat.

Bedürfnisse – was steckt eigentlich dahinter?

– es darf etwas sein, etwas dürfen, wessen bedarf ich – welche Bedarfe habe ich?

Also schaue ich mal im www nach, was da zum Thema Bedürfnis steht: Verlangen, Wunsch, Ansprüche – einem Mangel abzuschaffen – Motiv und Motivation spielen dabei auch eine große Rolle und das es verschiedene Arten von Bedürfnissen gibt: Individual-, Kollektiv-, Existenz -, Luxusbedürfnisse.

Es gibt sogar eine Bedürfnispyramide.

Danach bilden die physiologischen Bedürfnisse die Grundlage – klar, sonst würden wir nicht überleben. Dann kommen die Sicherheitsbedürfnisse – was für mich einer Art Schutz des Erreichten gleich kommt. Da wir soziale Wesen sind, spielen soziale Bedürfnisse eine große Rolle – die Fähigkeit Beziehungen einzugehen, sich auf andere Menschen einzulassen, dadurch die eigene Individualität  entdecken und die individuellen Bedürfnisse befriedigen. Die Selbstverwirklichung bildet dann die Spitze dieser Bedürfnispyramide.

Die Befriedigung der physiologischen und Sicherheitsbedürfnisse liegt zu Beginn unseres Lebens vor allem in den Händen unserer Eltern.  Haben wir als Kinder Mangel und Angst erlebt, so prägt uns das für unser späteres Leben. Auch wie wir als Kinder Beziehungen zu anderen Menschen erlebt haben hat Einfluss auf uns als soziale Wesen – unsere sozialen Bedürfnisse.

Als Kinder sind wir auf die Erwachsenen angewiesen und passen uns ihnen an. Zur Befriedigung der Bedürfnisse unserer Ernährer und Beschützer beizutragen, ein gutes Mitglied der sozialen Gemeinschaft zu sein, sich einzufügen wird zur Hauptaufgabe unseres Lebens als Kind.

Individuelle Bedürfnisse durchzusetzen führt, vor allem in der Zeit als Teenager, nicht selten zu Konflikten mit den Eltern, Lehrern, Erziehern, …. , die dann ihre Macht ausspielen und wir dann unterliegen und Misserfolge hinnehmen müssen. So lernen wir uns auch als junge Erwachsene anzupassen.

Sind wir dann selbst Eltern fühlen wir uns für unsere Kinder verantwortlich und sorgen dafür, dass deren physiologische und Sicherheitsbedürfnisse befriedigt werden – und es bleibt kaum Zeit für die eigenen individuellen Bedürfnisse, von Selbstverwirklichung ganz zu schweigen.

Erst, wenn man im Beruf einen gewissen Stand hat, sich eine soziale Sicherheit geschaffen hat, die Kinder relativ selbstständig sind, kann man wieder über die individuellen Bedürfnisse nachdenken – wenn sie nicht zu sehr verschüttet wurden.

Mir geht es jedenfalls so, dass ich meine eigentlichen individuellen Bedürfnisse gar nicht klar benennen kann. Meist vermischen sie sich mit den sozialen Bedürfnissen – eine gute Beziehung zum Partner und den Kindern haben – oder mit den Sicherheitsbedürfnissen – ich möchte, dass es mir und den anderen gut geht, man sich einen guten Lebensstandard leisten und beibehalten kann. So trägt die Anschaffung von materiellen Gütern (Haus, Auto, schöne Einrichtung, ….) dazu bei, dass wir uns Dinge anschaffen, die uns das Leben scheinbar erleichtern, lebenswerter machen.

Irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo man nicht glücklicher und zufriedener wird, wenn man alte Dinge gegen neue und modernere austauscht. Ein paar neue Schuhe oder ein neues Auto ändern nichts Grundlegendes in unserem Leben. Und auch die erklommene Karriereleiter bringt uns keine Befriedigung, sondern mehr Verantwortung und mehr Geld, was wir dann für unsere scheinbaren Bedürnisse ausgeben.

Individuelle Zeit, die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit uns selbst gegenüber nimmt immer mehr ab und damit versperren wir uns den Zugang zu unseren individuellen Bedürfnissen – ich meine wirklich meine ganz ureigenen individuellen Bedürfnisse, keine 0 – 8 – 15 Bedürfnisse, die uns allen von der Werbung aufgedrückt werden.

Wann habe ich meine eigene Individualität wahr genommen, eigene Bedürfnisse wahrgenommen und bin dabei mit den anderen aneinander geraten?

War es als Kind, als ich selbstvergessen gespielt habe, mich in meiner Welt voller Fantasien befunden und darüber die Zeit vergessen habe?

War es die Auseinandersetzung als Jugendliche, als ich meinen Willen unbedingt durchsetzen wollte, mich meinen Eltern widersetzt habe und “mein Ding” gemacht habe?

Wann habe ich das letzte Mal selbstvergessen meinen Träumen nachgehangen und die Zeit vergessen? Wann einfach mal spontan “mein Ding” gemacht und mir keine Gedanken über das Danach und die anderen gemacht?

Ja, ich glaube, dass das “Gedanken machen über Andere” – wie sie mein Verhalten bewerten, ob sie es gut heißen oder verurteilen – letztendlich meine Entscheidung beeinflussen, was ich tue.

Ich rede mir zwar ein, dass ICH die Entscheidung treffe, aber eigentlich sind es die Gedanken über die Auswirkungen meiner Entscheidung auf andere, die mich etwas tun lassen oder auch nicht.

Es lohnt sich also wieder mal in meinem Inneren zu graben und nach meinen individuellen Bedürfnissen zu suchen. Was habe ich als Kind gern gemacht? Worüber vergesse ich die Zeit? Was fesselt meine Aufmerksamkeit? Wobei entspanne ich? Was fühlt sich für mich gut an? Was tue ich gern und ohne Mühe?

Darüber werde ich mal in der nächsten Zeit nachdenken. Mal sehen, was dabei heraus kommt.

 

Alles Liebe

 

Evi

 

Erreich-BAR: Der Sinn des Lebens

16-02 Erreich-BAR Der Sinn des Lebens

Ja, das ist ein großes Thema – Der Sinn des Lebens – besser gesagt, über den Sinn meines Lebens, das was noch kommt, nachzudenken.

Schließlich habe ich schon zwei Drittel meines Lebens gelebt und kann daran nichts mehr ändern. Aber das Drittel, was noch vor mir liegt, das möchte ich sinnvoll leben.

Diesem Abschnitt des Lebens seinen besonderen Sinn geben. Da geht es nicht mehr um Karriere, Kindererziehung und Jagd nach Erfolgen. Im letzten Drittel des Lebens geht es – meiner Meinung – darum, die Früchte dessen zu ernten, was man im bisherigen Leben erreicht hat, die Erfahrungen zu nutzen, die man gemacht hat und sich auf den Kern des Lebens wieder besinnen – nämlich zu leben.

Viele nehmen es sich zwar vor: “Arbeiten, um leben zu können – aber nicht leben, um zu arbeiten” – aber das ist in einer schnelllebigen, ergebnisorientierten Welt nicht so einfach. Inzwischen werden wir so von den elektronischen Medien beherrscht und kontrolliert, dass man über Science fiction Filme früherer Zeiten nur lächeln kann.

Gut, dass dieser Abschnitt nun hinter mir liegt und ich mich “nur” noch um mein Leben kümmern brauch.

Wenn man ein ganzes Arbeitsleben hinter sich hat, davon geprägt ist, fällt es gar nicht so leicht, sich wieder auf die eigenen Bedürfnisse zu beSINNen. War doch das Leben davon bestimmt, es allen anderen recht zu machen. Und irgendwann ist das Bedürfnis, es den anderen recht zu machen – zum Antrieb meines Lebens geworden, war Hauptbestandteil meines beruflichen Lebens. Und wenn ich Glück hatte, bekam ich Lob und Anerkennung dafür.

Und jetzt muss ich dieses Bedürfnis “Es anderen recht zu machen” ablegen, es hindert mich nur daran zu meinen Bedürfnissen zu gelangen.

Ich will, dass es mir gut geht, will meine tiefsten inneren Bedürfnisse – die ich inzwischen so verschüttet habe – wieder finden und mich um sie kümmern, aus ihnen Energie beziehen und meinem letzen Lebensdrittel noch einmal so richtig Schwung geben kann.

Da sind auch noch die alten Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die durch die Gesellschaft geprägt sind, dass Menschen in der zweiten Lebenshälfte nicht mehr aktiv sind, zu nichts mehr nütze sind – eigentlich überflüssig sind.

Aber genau die Zeit nach einem erfolgreichem Arbeitsleben ist die Zeit, in der die Generation der 60 bis 70 Jährigen noch fit und aktiv ist und sich noch ein paar Wünsche erfüllen kann.

Es ist schwieriger sich auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu konzentrieren, als die Wünsche und Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Ist schon ver-rückt.

Da werde ich noch mal ganz tief in mich gehen und nach meinen Wünschen und Bedürfnissen forschen – also die wirklichen und nicht nur Pseudowünsche.

Mal sehen, was daraus wird.

 

Ganz liebe Grüße

Evi

Mach-BAR: Der eigene Weg

16-01 Mach-BAR Der eigene Weg

Ich habe doch etwas mehr Ruhe und Abstand gebraucht, als ich es mir selbst in meiner Zieleplanung zugestanden habe.

Inzwischen habe ich – vor allem den Tod meiner Mutter – besser verarbeiten können. Dazu gehört auch das Vergangene loszulassen und noch offene Punkte abzuhaken, denn ich kann sie nicht mehr mit ihr besprechen, so gern ich das auch getan hätte.

Nach dem Tod der Eltern ist man eben kein KIND mehr – was man ja bis dahin ist, egal, wie alt man ist. Dazu gehört auch, dass ich jetzt auch alte, durch die Eltern geprägte Glaubenssätze mit ihnen loslassen kann.

Ich muss mich jetzt nicht mehr rechtfertigen, wenn ich sie nicht einhalte. Das bedeutet auch ein Stück mehr persönliche Freiheit für mich.

Ich erinnere mich an rebellische Zeiten, als ich gegen bestimmte Regeln verstoßen habe und mich althergebrachten Glaubenssätzen (die oft in der Familie über Generationen weiter gegeben wurden) widersetzt habe.  Da gab es immer Diskussionen und Belehrungen.

Später wollte ich diesen aus dem Weg gehen und habe einen für mich “Goldenen Mittelweg” gefunden. Dennoch sind diese – über Generationen vererbten Regeln – hinderlich für die Entfaltung des eigenen Potentials und irgendwie werden sie dann auch Teil vom eigenen Leben, ob man es wahrhaben will oder nicht.

Jetzt habe ich die Chance, sie endgültig loszulassen, so dass ich sie nicht noch an meinen Enkel weiter gebe. Leider haben meine Kinder noch ein Großteil davon abbekommen – aber sie meinen, dass ihnen das nicht geschadet hat.

Alle waren ja nicht schlecht – im Gegenteil, die meisten haben mich gut durch mein Leben begleitet, aber bestimmte – z. B. “Halt dich zurück”, “Sei bescheiden”, “Lass den anderen den Vortritt”, “Sei nicht so vorlaut”, “Überleg genau, ob das gut ist” , “Das kannst du doch nicht wegwerfen, da steckt so viel Arbeit drin” …. – die haben mich in meinem Tatendrang und meiner Spontanität gebremst.

Im Laufe der Zeit habe ich schon den einen oder anderen hinderlichen Glaubenssatz abgelegt, aber im Beisein der Eltern sind diese immer wieder aufgeflackert.

Nun kann ich sie endgültig ziehen lassen.

Die Zeit der Ruhe, war auch eine Zeit über das eigene Leben nachzudenken und sich der Endgültigkeit des Lebens wieder mal bewusst zu werden.

Da kommt wieder einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens hoch.

Wie will ich meine Lebenszeit verbringen, womit ausfüllen ?

Was sind meine inneren Bedürfnisse? Wie kann ich sie erfüllen?

Der Weg zu uns selbst ist oft der Schwierigste, die Begegnung mit alten Verletzungen, alten Sehnsüchten, dem kleinen inneren Kind und dem großen vorlautem Ego – alle wollen Beachtung haben.

Und gleichzeitig ist es das, was sich am meisten lohnt.

Noch fehlt mir diese Klarheit, um zu sehen, was ICH wirklich will. Oft verstreicht der Tag mit Dingen, die ich aus Gewohnheit mache, was Routine geworden und angeblich notwendig ist.

Was ich wirklich genieße ist es im Garten zu sein, das entspannt mich und es macht mir Freude alles wachsen und gedeihen zu sehen.

Der Frühling lädt ja zu Veränderung und Aufbruch ein – also eine gute Zeit sich wieder einmal Gedanken über den Sinn des Lebens und den eigenen Weg, die eigenen Bedürfnisse zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute.

Liebe Grüße

Evi

 

Erreich-BAR: Ziele 2014 – Ziele I

Wow – das war wieder spannend. Als ich angefangen habe meine Bedürfnisse und Werte aufzuschreiben, da war ich anfangs etwas zögerlich. Mit jedem aufgeschriebenen Bedürfnis, jedem Wert zu dem ich mich bekannt habe, wurde es leichter, dann sprudelte es nur so aus mir heraus. Und so habe ich dann im Laufe der Zeit doch eine ziemlich lange Liste erstellt und für eine bessere Übersicht ähnliche Bedürfnisse gruppiert. Ebenso habe ich mir eine Liste mit den Menschen gemacht, auf die ich zählen kann, die mich unterstützen, die mich inspirieren, ähnlich ticken wie ich.

Und so haben wir jetzt das wichtigste Handwerkszeug, unsere „Zugpferde“ – unsere ‚Bedürfnis-und Werteliste‘, die ‚Liste mit unterstützenden Menschen‘.

Jetzt kommt es auf die richtige Reiseplanung an. Was wollen wir auf unsere Reise mitnehmen , welche „Wagen“ wollen wir einspannen ? Wo soll unsere Reise hin gehen? Wann  wollen wir dort ankommen?

Ja – mein Ziele 2014-Projekt ist eigentlich ein „Reiseplan“ für mich. Und jede Reise muss gut vorbereitet werden, wenn sie ein Erlebnis werden soll.

Wohin soll die Reise gehen? Wie weit will ich fahren? Was nehme ich mit? Wer begleitet mich? Wieviel Zeit plane ich dafür ein? Was will ich erleben? ……

Für unsere Ziele bedeutet das zuerst einmal die Entscheidung, welche „Wagen“ wir einspannen. Das sind die Lebensbereiche, denen wir in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit schenken wollen.

Dazu schau ich mir noch einmal meine Erfolge 2013 an:

-        In welchem Bereich habe ich Defizite oder Baustellen? Auf welchem Bereich will ich meine größte Aufmerksamkeit lenken?

-        In welchem Bereich läuft es gut? Was kann ich daraus nutzen?

-        Welcher Bereich ist für mich der Wichtigste? Ehrlich die Prioritäten festlegen! an das Unterbewusstsein denken, das lässt sich nicht belügen! also nicht schreiben, was „sein sollte“, sondern was „ist“.

-        Welche Ziele möchte ich in diesen Bereichen erreichen (ganzheitliches Ziel formulieren) – welchen Wunsch möchte ich mir erfüllen?

Ganzheitliche Ziele sind Ziele, das Ergebnis was wir am Ende erreichen wollen – sozusagen das fertige Bild, so wie wir es uns vorstellen.  Es geht noch nicht darum WIE wir es erreichen wollen, sondern WAS wir erreichen wollen. Die Teilschritte zu unserem ganzheitlichen Ziel kommen später.

Ganzheitliche Ziele:

  • Z. B. Bereich Gesundheit: ich möchte X kg abnehmen, weil ich mich dadurch wohler fühle
  • Z. B. Bereich Familie: ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie mit schönen Erlebnissen verbringen, weil ich mich dadurch ausgeglichener fühle

Wichtig für diese ganzheitlichen Ziele ist, dass wir uns auch die Frage nach dem WARUM stellen.

Warum wollen wir DIESES Ziel erreichen? Das gibt uns die Chance zu überprüfen, ob es wirklich UNSER Ziel ist oder ob wir uns dieses Ziel stellen, um anderen gerecht zu werden, egal ob in der Familie oder im Job.

  • Z. B. Bereich Familie: eigene Vorschläge einbringen bei der Planung von Erlebnissen, die meinem Bedürfnis entsprechen, Überprüfung der familiären Pflichten

Das wird wieder etwas Zeit in Anspruch nehmen – und Ehrlichkeit mir selbst gegenüber, eine realistische Betrachtung meiner Wünsche und dennoch „groß“ denken, Träume und Visionen zulassen – denn die sind  „ Mein Polarstern“ nach denen ich meinen Kompass ausrichten will.

Aktion: Priorität der einzelnen Bereiche festlegen und ganzheitliche Ziele für jeden Bereich   aufschreiben.

Beachten: Mit eigenen Bedürfnissen und Werten vergleichen. Entsprechen sie diesen?           

Hier geht es weiter mit Erreich-BAR Ziele 2014 – Ziele II

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