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Adventskalender

Sicht-BAR: Alle Jahre wieder

 

20. TürWie schnell doch so ein Jahr vergeht – nun ist schon wieder Dezember und überall werden die Türchen von den Adventskalendern geöffnet.

Und da es so Brauch ist, gibt es auch bei mir einen Adventskalender mit Fotos aus vergangenen Wintertagen – mit Schnee und Eis.

Sicher wird uns auch dieser Winter wieder Schnee und Eis bringen.  Bis dahin könnt Ihr euch an den Bildern und Zitaten erfreuen.

Klickt dazu einfach den Button “Adventskalender 2016″ an und öffnet dann an jedem Tag ein Türchen.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

 

Liebe Grüße

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Evi

24. Fensterchen

Alle Jahre wieder

Wichtelkalender Annaberg-Buchholz

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Heute ist es nun endlich soweit, der Heiligabend ist da und alle sind aufgeregt und neugierig, was denn der Weihnachtsmann so an Geschenken im Sack hat oder unter den Weihnachtsbaum legt.

Das Beschenken am Heiligabend ist nur in einigen Ländern – wie auch in Deutschland – Brauch. In anderen Ländern liegen  die Geschenke am  Morgen des 25.12.  unter dem Weihnachtsbaum.In Russland kommt Väterchen Frost erst am 7. Januar, nach dem alten julianischen Kalender war das der 25. Dezember und bringt die Geschenke.

Es gibt so viele Traditionen und Weihnachtsbräuche. Sie sind in jedem Land unterschiedlich und oft auch noch regional verschieden.

Eines ist jedoch überall gleich, es wird als Fest des Friedens, der Freude und der Besinnlichkeit gefeiert.

Nur schade, dass durch die wachsende Kommmerzialisierung dieser Gedanke immer mehr verloren geht, meist die Geschenke im Mittelpunkt stehen.

Aber das liegt ja an jedem von uns , Weihnachten zu dem Fest zu machen, so wie wir es uns selbst wünschen, egal ob ruhig und beschaulich oder laut und turbulent. Das Wichtigste ist, dass es allen Beteiligten Freude macht.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein FROHES FEST !

 

Herzliche Grüße

Evi

23. Fensterchen

 Baumschmuck

Wichtelkalender Annaberg-Buchholz

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Morgen ist es soweit, der Weihnachtsbaum wird aufgestellt und geschmückt. Bis dahin muss der Baumschmuck vom Boden geholt oder noch schnell ein paar neue Kugeln gekauft werden.

Kaum zu glauben, dass sich der Weihnachtsbaum im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt verbreitete. Als Nadelbaum  – meist eine Tanne oder Fichte – wurde er zur Weihnachtszeit in Kirchen, Ortschaften und den guten Stuben aufgestellt und mit Kerzen, Glaskugeln, Figuren und vielem mehr geschmückt.

Die ersten Christbaumkugeln wurden 1830 mundgeblasen. Auch heute kann man in Schauwerkstätten, vor allem im Thüringer Lauscha – einer   Glasbläser-Hochburg -, den Glasbläsern über die Schulter schauen.

Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Weihnachtsbaumspitze  – eine aus Glas geblasene kunstvoll gefertigte Spitze, die oben auf den Weihnachtsbaum gesteckt wurde. Heute gibt es dafür auch Sterne, die aufgesteckt werden können und den “Stern von Bethlehem” symbolisieren.

Der erste Baumschmuck waren übrigens Äpfel, die auch eine Homage an das Paradiese sind. Später kamen noch Nüsse und Süssigkeiten dazu, weshalb er auch mancherorts Zuckerbaum genannt wurde.

Als die Äpfel und Nüsse dann silbern oder golden bemalt wurden kam noch mehr Glanz in die Weihnachtszeit.

Der Legende nach entstanden die ersten bunten Christbaumkugeln deshalb, weil sich ein Lauschaer Glasbläser die teuren Äpfel und Nüsse nicht leisten konnte.

Ab 1870 wurden die Glaskugeln mit Silbernitrat beschichtet und verspiegelt, so dass die Kugeln noch mehr glänzten und den Schein der Kerzen wunderbar widerspiegelten.

Übrigens wurde die Methode der Verspiegelung mit einer Silberlösung  von Justus von Liebig erfunden, der eine verspiegelte Kugel für seine Versuche benötigte  – an Christbaumschmuck dachte er dabei mit Sicherheit nicht. Diese Erfindung  machten sich die Glasbläser zum Nutzen.

Als der Amerikaner Woolworth 1880 die ersten Weihnachtsbaumkugeln in die USA importierte, kurbelte er damit auch die Produktion der Glasbläser an.

1907 wurde die erste Glasbläser-Genossenschaft im Meininger Oberland gegründet und die Glasbläser wurden zu einem guten Wirtschaftszweig Deutschlands.

Nach 1930 bekamen die Thüringer Konkurrenz durch die Gablonzer in Böhmen, die Glasschmuck aus Perlen fertigten. Überwiegend stellten sie Sterne daraus her.

Später seit den 1950er Jahren wurde Baumschmuck aus Kunststoff gefertigt, so dass die Kugeln weniger zerbrechlich waren. Gerade für die Sicherheit der Kinder ist das eine gute Erfindung, denn die nehmen die Kugeln gern mal in den Mund.

Ich habe es selbst auf unserer betrieblichen Kinderweihnachtsfeier erlebt, wo vor vielen Jahren ein kleiner Steppke in so eine Weihnachtskugel gebissen hat. Seit dieser Zeit waren Glaskugeln tabu.

22. Fensterchen

Annaberger-Kät

Wichtelkalender Annaberg-Buchholz

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Jede Region hat ihr typisches traditionelles Volklsfest. Was für die Münchener das Oktoberfest und für die Hamburger der Dom ist, das ist für die Annaberger die “Kät”, wie sie kurz genannt wird.

Die “Annaberger Kät” findet jährlich 14 Tage nach Pfingsten statt, bei der sich  über 100 Schausteller und Fahrgeschäfte präsentieren. Sie ist weit über die Region Annaberg bekannt und das größte Volksfest im Erzgebirge.

Kein Wunder, denn die Geschichte der “Annaberger Kät” reicht bis 1520 zurück , wo sie erstmals durch Herzog Georg dem Bärtigen veranlasst wurde, der damit die Hospitlalkirche zu Trinität und den angrenzenden Friedhof weihte.

Als der Platz vor der Trinitatskirche zu klein wurde, fand die “Kät” ab 1827 auf der Geyersdorfer Straße statt und 1869 erfolgte der Umzug auf die Schützenwiese, dem heutigen Kätplatz, der verkehrsgünstig direkt an der B95 liegt.

Die “Kät” dauert 9 Tage und am Vortag lädt die Bürgermeisterin zum KÄT-Ball alle Anwohner und Schausteller ein, wobei die Gäste die Getränke und Speisen selbst zahlen.

Die “Kät” beginnt mit einem Gottesdienst, dem Schützenumzug und der Eröffnung der Festwiese und dann die kommenden 9 Tage “der Bär steppt” und sie  am Abschlusssamstag traditionell um 22:30 Uhr mit einem Feuerwerk endet.

21. Fensterchen

Wichtelschule

Wichtelkalender Annaberg-Buchholz

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Was wäre die Adventszeit ohne Wichtel, die vielen kleinen unsichtbaren Helfer.  Gerade in der  Vorweihnachtszeit gibt es  so viel zu tun: die Stuben und Vorgärten weihnachtlich schmücken, Kekse backen, Wunschzettel der Kinder abarbeiten und den Weihnachtsmann dabei helfen die vielen Geschenke zu verpacken.

So ist das Wichteln zu einem schönen vorweihnachtlichen Brauch geworden, der vor allem innerhalb von Gruppen wie Schulklassen, Arbeitskollegen oder auch in der Familie zelebriert wird.

Das Wichteln hat keine einheitlichen Spielregelen und wird regional unterschiedlich gehandhabt. Da werden oft die Namen ausgelost und ein Betrag festgelegt, der für das Geschenk ausgegeben werden kann. Alle Päckchen kommen dann in einen Sack, werden ausgeteilt ohne dass der oder die  Beschenkte erfährt, wer ihn oder sie  da beschenkt hat.

Das ist das Wichtigste am Wichteln – keiner weiß von wem das Geschenk ist.

Eine andere Möglichkeit ist die, dass kleine Geschenke, die für jeden möglich sind, die Er und Sie gebrauchen kann, eingepackt werden und dann verteilt werden.

Um das Wichteln kurzweiliger und spannender zu machen, kann auch gewürfelt werden – wer eine 6 hat kann sich ein Päckchen aussuchen, aber noch nicht auspacken! Das geht solange, bis alle ihr Geschenk vor sich liegen haben. Mit jeder nun gewürfelten 6 kann das Geschenk ausgepackt werden – auch wieder solange, bis alle Geschenke ausgepackt sind. Und mit jeder folgenden 6 kann getauscht  werden. Das wird umso lustiger, wenn sich zwei oder drei um ein und dasselbe Geschenk bemühen. Die letzten 3 Würfelrunden werden angesagt und danach hat dann jeder sein Wichtelgeschenk.

Auch das Motto-Wichteln ist eine tolle Alternative, um Spaß zu haben.

So gibt es das Ramsch-Wichteln, wo jeder das verpackt, was zu Hause nur rumliegt und nicht benutzt wurde.

Das Greuel- oder Fies-Wichteln finde ich nicht so toll, denn da wird für den Betreffenden was rausgesucht, was er überhaupt nicht mag, worüber er sich mehr ärgert – das hat für mich mit Wichteln und Vorfreude auf Weihnachten nichts zu tun.

Ich könnte mir da eher vorstellen, dass man z. B. unter Gartenfreunden schöne Blumen- oder Gemüsesamen-Tütchen verschenkt, unter Backfreunden dann Plätzchen-Wichteln macht, bei der jeder selbstgebackene Kekse einpackt – inclusive Rezept.

Auch Bücher-Wichteln ist eine tolle Alternative.

Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Na dann, viel Spaß beim Wichteln!

 

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