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Evi

Erreich-BAR: Jahresrückblick

16-10-rueckblick-2016

Das Jahr 2016 war kein leichtes Jahr für mich.

Es dauert doch seine Zeit den schnellen Tod beider Elternteile und den Verkauf des Elternhauses zu verarbeiten, zu verkraften – ja es hat mich Kraft gekostet, das spüre ich auch heute noch. Dennoch haben diese Herausforderungen auch wieder Einiges in mir erweckt, was ich sonst so nie entdeckt hätte. Die Fähigkeit mich auf sachliche Fakten zu konzentrieren und getrennt von den damit verbundenen Emotionen – das war mir sehr hilfreich beim  Ausräumen und dem Verkauf des Hauses., welches für die ganze Familie ein zentraler Familienmittelpunkt war, den Zusammenhalt der Familie symbolisiterte. Dieser Mittelpunkt ist nun nicht mehr, jetzt gibt es drei Mittelpunkte – der meiner Brüder und meiner. Diese Mittelpunkte werden nun zu den zentralen Mittelpunkten unserer Familien, unserer Kinder, Schwiegerkinder und Enkel. Natürlich treffen wir uns gern auch alle mal bei uns oder bei meinem Bruder. Jetzt sind wir die ältesten in unseren Familien.

Zu den Geschwistern meiner Eltern halte ich jetzt wieder verstärkt Kontakt, sie gehören ebenso zu meinen Wurzeln, wie meine Eltern und damit zu meiner Ahnenreihe. Gern erinnern wir uns gemeinsam an frühere Zeiten, als ihre Eltern und Großeltern , meine Großeltern und Urgroßeltern noch lebten.

Auch wenn sich jetzt einige Kontakte gelöst haben, die nur durch meine Eltern noch gegeben waren, so hat sich auch das geklärt und jeder von uns kann nun seiner Wege gehen, ohne lästige Pflichtbesuche. Das macht es auch wieder leichter.

2016 habe ich auch sehr viel Zeit mit meinem Enkel verbracht. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich das miterlben darf. Es hat sich eine ganz besondere Beziehung daraus entwickelt, die es so wahrscheinlich nur zwischen Enkel und Großeltern gibt. Wir haben ihn in guten Zeiten gegleitet und bei Krankheiten mit behütet. Wir haben die ersten Stürze, Beulen, blaue Flecke  und Platzwunden miterlebt, getröstet und Mut gemacht.

Rückzug habe ich beim Gärtnern in unserem Garten gefunden. Es ist von Vorteil, wenn sich der Garten nicht unmittelbar in Hausnähe befindet, so konnte ich wirklich komplett abschalten. Zwar wurden meine Bemühungen – vor allem bei der Kartoffelernte – von den Wildschweinen durchkreuzt, die sich in unserem Garten gütlich getan haben. Wir haben dann die Kartoffeln “notgeerntet” und soweit es ging alles wieder hergerichtet. Komisch, dass sie nur bei uns waren – die Nachbarn wurden verschont. Bei uns haben sie sogar den Rasen vor dem Grundstück umgegraben. Als Optimist sage ich mir, dass wir wahrscheinlich den nahrhaftesten Boden haben, wo sich Tiere noch wohl fühlen – denn auch der Maulwurf hat ihn für sich entdeckt. Auch das darf sein. Es zeigt mir, dass die Natur bei uns noch in Ordnung ist.

Zeit und Muße für kreatives Sein hatte ich in diesem Jahr nicht – weder für das Fotografieren, das Malen, Stricken und Handarbeiten – danach war mir einfach nicht zumute. Eigentlich schade, denn daraus habe ich auch immer viel Energie bezogen. Nun ja – ich hoffe, dass ich 2017 wieder mehr in meine eigene Schöpferkraft komme, mich inspirieren lasse von der Natur, von Menschen, die mir zugetan sind, von  meiner eigenen Kreativität. Darauf freue ich mich schon.

So hat halt jede Zeit ihren eigenen Sinn – 2016 hat mich herausgefordert, hat mir viel Kraft abverlangt und mir offenbart, wozu ich alles noch fähig bin. Ich habe neue Menschen kennen gelernt, alte Bekanntschaften erneuert und vor allem Kraft aus meinen Freundschaften geschöpft.Meine beste Freundin und ich – wir sind immer für einander da, können uns hundertprozentig aufeinander verlassen und wir geben uns gegenseitig Halt in schwierigen Zeiten.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel wunderbare Energie ich von virtuellen Freunden bekomme. So bin ich unter anderem  seit 2008 in Kontakt mit drei Frauen aus unterschiedlichen Regionen. Wir schreiben uns fast täglich, tauschen uns aus, teilen unseren Kummer und unsere Erfolge – es ist wirklich WUNDERVOLL – und – es funktioniert.

Danke, für euer Sein, Danke für eure Freundschaft, Danke für’s Teilen, Danke für euer Mitgefühl, Danke für eure helfende Energie – schön, dass es euch gibt!

In diesem Sinne freue ich mich auf 2017 – was ich zu einem Jahr der eigenen Schöpferkraft machen möchte, ich möchte wieder kreativ tätig sein, aus der Vielfalt der Möglichkeiten schöpfen und erschaffen.

Alles Liebe!

Ich wünsche allen einen guten Rutsch in das neue Jahr!!!

 

Herzliche Grüße

Evi

Erleb-BAR: Weihnachten

16-09-weihnachten

Wieder ist die Adventszeit wie im Fluge vergangen, obwohl es dieses Jahr fast funf Wochen waren.

Diese Zeit soll uns auf Weihnachten einstimmen. Vorfreude auf ein friedliches und entspanntes Weihnachtsfest im Kreise der Familie und mit Freunden.

Dies wurde jäh unterbrochen durch den Anschlag in Berlin, bei dem 12 Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche verletzt wurden.

All diesen Menschen gilt mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl – und es wird noch lange dauern, bis die Betroffenen die Endgültigkeit dessen begreifen.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er damit umgeht.

Dennoch ist es für mich gerade in solchen Situationen so wichtig, nicht in Ohnmacht zu verfallen, in eine Lethargie und Bewegungslosigkeit. Mein Wunsch ist, dass wir uns unsere Lebensfreudebewahren  und die aller Verstorbenen mit uns tragen. Ich denke, sie würden es wollen, dass wir aufrecht trauern und nach vorn schauen.
Da ich ursprünglich aus dem Erzgebirge komme, ist Weihnachten für mich DER Höhepunkt des Jahres und der wird in unserer Familie zelebriert, auch wenn wir seit Jahren 300 km von unserer Heimat entfernt wohnen.

Wir waren in diesem Jahr auf zwei Weihanchtsmärkten im Erzgebirge  – einmal in Annaberg-Buchholz und zwei Wochen später in Seiffen, einem Ort ind dem seit Jahrzehnten traditionell Holz-Spielzeug,  Räuchermänner, Pyramiden und diverse Figuren für die Dekoration im eigenen Wohnzimmer – es ist eine Vielfalt, die ich so auch nicht in Annaberg-Buchholz gefunden habe.

Weihnachtsmärkte verbreiten diesen typischen Weihnachtsgeruch nach Glühwein, gebrannnten Mandeln, Zuckerwatte und kandierten Äpfeln. Ich liebe diesen Geruch!

Morgen ist nun der Heilige Abend und er wird in den Familien ganz unterschiedlich gefeiert.

Ich werde am Nachmittag wieder die Nachbarkinder als Weihnachtsmann besuchen. Sie haben schon Gedichte gelernt und gebastelt. Es ist jedes Mal eine Freude in  ihre großen Augen zu schauen, ihre Aufgeregtheit zu spüren. Wenn ich dann über ihre guten Taten und auch über das spreche, was noch besser werden könnte, dann ist solcher Respekt da und Demut – da weiß ich, dass es in allen Familien einen Weihnachtsmann geben sollte, der sozusagen ein Resümee über das Jahr zieht und die Kinder lobt. Das hinterlässt immer sehr große Wirkung.

Wieder zu Hause ist dann Eile geboten, denn die Gans bruzelt in der Röhre und die Klöße müssen zubereitet, das selbstgemachte Sauer- und Rotkraut zubereitet werden. DenTisch habe ich schon vorher gedeckt.

Punkt 18 Uhr wird dann gegessen und alles mit dem erzgebirgischen Steigerlied eingeläutet. So ist es bei uns seit Jahrzehnten Brauch und so haben wir es auch an unsere Kinder weiter gegeben.

Ich freue mich auf diesen Heiligen Abend, denn es ist wird ein besinnlicher Abend werden. Wir essen gemeinsam und schenken uns Zeit und Aufmerksamkeit. Im Anschluss wird gewichtelt – jeder hat ein kleines Geschenk in den Sack getan und es wird gewürfelt. Dabei haben wir alle viel Spaß. Wir ersparen uns so den Stress des Geschenkebesorgens und wohmöglich Umtauschens. Seit wir das machen, ist die ganze Adventszeit entspannter und der Weihnachtsabend auch.  Am Ende des Abends geht dann jeder zufrieden zu Bett.

Wir haben uns das wichtigste geschenkt – Liebe und Aufmerksamkeit.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest, einen besinnlichen Heiligen Abend.

 

Herzliche Grüße

 

Evi

Sicht-BAR: Alle Jahre wieder

 

20. TürWie schnell doch so ein Jahr vergeht – nun ist schon wieder Dezember und überall werden die Türchen von den Adventskalendern geöffnet.

Und da es so Brauch ist, gibt es auch bei mir einen Adventskalender mit Fotos aus vergangenen Wintertagen – mit Schnee und Eis.

Sicher wird uns auch dieser Winter wieder Schnee und Eis bringen.  Bis dahin könnt Ihr euch an den Bildern und Zitaten erfreuen.

Klickt dazu einfach den Button “Adventskalender 2016″ an und öffnet dann an jedem Tag ein Türchen.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

 

Liebe Grüße

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Evi

Ein Jahr danach – Andenken an meine Mutter

16-07-abschied-von-muttiMutti im Juni 2015, 5 Monate vor ihrem Tod

Vier Wochen nach meinem Vater starb auch meine Mutter – für uns alle vollkommen überraschend.

Wir – das sind mein Bruder und seine Frau, ich und mein Mann – waren gerade für ein paar Tage in Italien, wo wir die Olivenernte miterleben wollten. Wir hatten wunderschöne erholsame Tage, schrieben unserer Mutter noch eine Karte – denn wir hatten vereinbart, dass wir uns die paar Tage nicht telefonisch melden.

Beim “Auf Wiedersehen” haben wir sie noch bei guter Gesundheit angetroffen, sie hat noch im Garten gearbeitet, ging noch spazieren – keine Anzeichen, dass sie eine Woche später nicht mehr sein würde. Sie hat sich so für uns gefreut, dass wir uns diese Reise gegönnt haben, dass wir zusammen fahren – denn das war ihr immer wichtig: ein gutes Verhältnis untereinander. Wir haben jeder noch ein gutes Taschengeld mitbekommen und sind in dem Glauben gefahren, ihr eine Woche später wieder gut erholt von unserer Reise erzählen zu können.

Wir waren total geschockt, als wir auf der Rückreise im Auto von ihrem plötzlichen Tod erfuhren. Ich habe mich immer wieder gefragt: Was ist in dieser Woche passiert? Unser ältester Bruder hatte sie in der Zeit unserer Abwesenheit betreut. Er hatte auch versucht uns telefonisch zu erreichen – aber es hat nicht geklappt. Die SMS und Sprachnachricht “ploppten” hoch, als wir die Grenze zu Deutschland überschritten hatten. Es brauchte eine Zeit, um diesen unerwartet plötzlichen Tod meiner Mutter zu verarbeiten.

Es ist immer der Verstand, der uns dann agieren lässt, der sagt: sie hatte ein erfülltes Leben, ist zu Hause im Beisein ihres ältesten Sohnes gestorben, es war vielleicht ihr unbewusster Wille nicht ohne meinem Vater weiter zu leben – wer weiß. Der Verstand erklärt alles, versucht die Normalität aufrecht zu erhalten. Das Herz ist noch in der Starre, kann es noch nicht fassen, was es bedeutet – ohne Abschied, plötzlich und unerwartet – die Verbindung zur Mutter nicht mehr zu haben. Die Traurigkeit kommt mit dem Bewusstwerden der Endgültigkeit, mit der endlosen Liebe, die dann zu fließen beginnt und die ich so gerne mit meiner Mutter noch gemeinsam gespürt hätte – all die Liebe, die wir uns in den Jahren davor nicht zu geben erlaubt haben, weil wir funktioniert haben.

Dieses zarte Band der Liebe hatte sich in dem Jahr, in dem wir ihren Mann, meinen Vater gemeinsam gepflegt und versorgt haben, entwickelt. Wir haben gemeinsam Ausflüge unternommen, sind uns als Mutter-Tochter näher gekommen. Wir hatten uns vorgenommen, nach seinem Tod  noch mehr gemeinsam zu unternehmen. Dazu ist es leider nicht gekommen.

Und doch sind noch viele Fragen offen, die ich ihr gern noch gestellt hätte und die für immer unbeantwortet bleiben.

Auch sie wollte mir noch so viel sagen – wie sie am Sterbebett unserer Nachbarin gesagt hat – und ich frage mich, warum hat sie es nicht gekonnt, als wir beide die Zeit dazu hatten. All das macht mich immer noch sehr traurig.

Vergangenes lässt sich nicht ungeschehen machen, aber wir können die Erkenntnisse daraus nutzen und es jeden Tag umsetzen und besser machen.

Das versuche ich auch. Die Kinder sind aus dem Haus, aber der Kontakt ist tiefer geworden seit dem Tod meiner Eltern, ihrer Großeltern. Wir sind näher zueinander gekommen und das ist ein großes Geschenk für uns alle. Wir sind offener in unseren Gesprächen geworden, weil jeder weiß, dass er den anderen nicht weh tun will, sondern jeder nur das Beste für den anderen möchte. Dabei respektieren wir die Entscheidungen des anderen, auch wenn wir sie nicht immer teilen. Dabei spüren wir die bedingungslose Liebe zueinander, ein wunderbares Gefühl.

Gern hätte ich das auch mit meiner Mutter erlebt, denn sie hat sich immer für alle anderen eingesetzt, hat sich um alle gekümmert, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit. Ihr ganzes Leben lang hat sie anderen gedient, ihre eigenen Bedürfnisse hinten an gestellt. Diese Lebensweise hat sie von ihrer Mutter, die von ihrer Mutter und die wiederum von ihrer Mutter übernommen – Dienen, sich zurückhalten, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinten anstellen.

So wurde ich auch erzogen – und doch rebellierte in mir etwas, war der Wunsch da aus diesem Muster auszubrechen, eigenen Wünschen und Bedürfnissen Raum zu geben. Das war nicht einfach, denn mein Vater förderte zwar meine berufliche Entwicklung, aber sein ideales Frauenbild war das einer zwar selbstbewussten, in der Gesellschaft selbstständigen,  aber dem Partner dienenden Frau. Keiner widersprach ihm – außer mir – und das mochte er gar nicht. Aber das hat mich nicht gekümmert, weil ich wusste, dass er es mir nicht nachtrug.

So möchte ich die Kette der dienenden Frau in der Ahnenreihe der Frauen meiner Familie unterbrechen, selbstbewusst und unabhängig meinen Weg gehen und gleichzeitig für die Familie da sein. Das ist schon eine große Herausforderung, denn das Muster des Dienens ist noch stark in mir verankert. Ich freue mich, wenn dann meine Kinder auf mich acht geben, wenn ich zu viel mache. Das ist ein schönes Gefühl.

In diesem Sinne nehme ich in Gedanken meine Mutter mit auf diesen Weg, den Weg der Befreiung vom Dienen und glaube, dass ihr das sehr gefallen hätte. Sie wird immer in meinem Herzen sein und ich gehe diesen Weg auch für sie und all die Frauen aus unserer Ahnen-Familie.

In tiefer Liebe und Dankbarkeit

Evelin

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So werde ich meine Eltern immer in Erinnerung behalten, lachend und dem Leben zugewandt.

Ein Jahr danach – Andenken an meinen Vater

16-06-abschied-von-papaJuni 2015 – 4 Monate vor seinem Tod

Heute vor einem Jahr hat mein Vater im Beisein meines Bruders seinen letzten Atemzug getan. Vorher haben wir uns alle noch einmal von ihm verabschiedet, auch wenn er bis zum letzten Atemzug nicht glauben wollte, dass sein Leben zu Ende geht. In den 86 Jahren hat er viel erlebt, den Krieg, die Vertreibung, Gefangenschaft, Wiederaufbau und eine Zeit, wo er all die Früchte seiner Arbeit ernten und genießen konnte. Gemeinsam mit meiner Mutter hat er sich ein schönes Heim geschaffen und es immer weiter modernisiert und verschönert. Im Garten hat er sich vor allem um die Tomaten – und Gurkenzucht gekümmert, was uns als Kindern auch zugute kam.

Er war ein Familienmensch und hatte es immer gern, wenn die Familie da war und immer mehr Kinder die Familie vergrößerten. Er war stolz auf die insgesamt 9 Enkel, 10 Urenkel und unterschied nicht, ob sie mit dem Partner der Kinder in die Familie gekommen sind.

Besonders froh sind wir, dass er auch noch seinen jüngsten Enkelsohn – unser erstes Enkelkind – erleben konnte.

Er war immer bestrebt sich schnell die neue Technik anzueignen, drehte und vertonte Filme von Familienfesten und Urlaubserlebnissen und hatte ein großes Bildarchiv auf seinem PC. Er digitalisierte alte Bilder von Dias und fertigte unzählige Fotobücher.

Auch wenn seine ursprüngliche Heimat Schlesien war, so fühlte er sich dem Erzgebirge – in dem er auch meine Mutter kennenlernte – so sehr verbunden, dass er sie als seine eigentliche Heimat bezeichnete. Diese Heimatliebe pflegte er gemeinsam mit meiner Mutter sehr liebevoll. Vor allem in der Weihnachtszeit war das offensichtlich. Er stellte CDs und Videos zusammen, auf denen er die Heimatlieder zusammenstellte, die ihn am meinsten berührten – die vom Leben der Bergleute berichteten, von der Heimatverbundenheit und der Liebe zum Erzgebirge. Er war selber einige Jahre Bergmann und kannte aus eigener Erfahrung die Sehnsucht nach Licht und Sonne, wenn sie in der zweiten Jahreshälfte im Dunkel in den Schacht einfuhren und erst bei Dunkelheit wieder auffuhren. Er dichtete selbst und verschenkte seine Werke an die Familie, Bekannte und Freunde.

Diese Heimatliebe und das Brauchtum haben auch wir übernommen und an unsere Kinder weitergegeben. Wir pflegen diese Wurzeln und lieben es – vor allem in der Weihnachtszeit – dieses Brauchtum zu pflegen.

Auch in diesem Jahr werden meine Eltern in Gedanken wieder dabei sein, wie sie bei allen Gelegenheiten in Gedanken bei uns sind.

Sie hatten teilweise ein schweres Leben, aber sie haben etwas aus ihrem Leben gemacht – durch Fleiß, Willen und vor allem mit viel Freude und Spaß am Leben. Diese Lebensfreude ist es, woran ich mich am liebsten erinnere, ihr Lachen, ihr mitfühlendes Tun.

Vor einem Jahr hat sich das Leben von meinem Vater vollendet – diesen Beitrag widme ich ihm ganz allein. Er würde sich freuen, wenn er das wüsste.

In Liebe und mitfühlender Erinnerung

Evelin

16-06-abschied-von-papa-und-muttiIm Juni 2015 haben sie noch ihr 10. Urenkel erlebt. Keiner dachte, dass sie ein halbes Jahr später nicht mehr da sind.

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