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Aufmerksamkeit und Sinne

 

Aufmerksamkeit hat ganz viel mit Sinnen zu tun. Unsere Sinne sind die “Arbeiter” für unsere Aufmerksamkeit. Sind wir mit dem Betrachten eines Bildes beschäftigt, dann ist das SEHEN in Aktion. Klingelt dann das Telefon, vrschafft sich der HÖRSINN die volle Aufmerksamkeit. Beim Essen sind es der GERUCHs – udn GESCHMACKssinn und der TASTSINN unserer Zunge gefragt. Der GLEICHGEWICHTSSINN ist für uns so selbstverständlich geworden, dass wir ihn erst dann wieder wahrnehmen, wenn wir ins Schwanken oder Stolpern kommen.

Der 7. SINN haben wir, wenn wir etwas fühlen, dass sich einfach richtig in diesem Moment anfühlt, wir es intuitiv wissen, aber nicht beschreiben können, sondern unser Gefühl uns “sagt”, was wir tun sollen. All diese Sinne fordern unsere Aufmerksamkeit und je besser wir sie schulen, um so besser funktioniert unsere Aufmerksamkeit. Unsere Sinne schulen bedeutet sie aufmerksam wahrnehmen.

Am Anfang sollten wir einem Sinn unsere Aufmerksamkeit voll und ganz widmen, z. B. dem Sehen.

Wir können was wir Sehen, welche Formen, welche Farben, welche Beobachtungen wir sehen.

Wir können den Blick aus unserem Fenster beschreiben, wir können  die Kleidung, die wir anziehen mit einem  ganz anderen Blick beschreiben, oder auch das Essen zum Mittag. Wir können uns einen Tag mal ganz bewusst mit unserem Seh-sinn beschäftigen. Es ist erstaunlich, wie sensibel wir sind, welche Unterschiede wir erkennen können, wenn wir unsere volle Aufmerksamkeit auf das Sehen richten. Wir erleben die Vielfalt der Grüntöne, die uns in der Natur begegnen, die unterschiedliche Lichtstimmung am Morgen und am Abend, Wir erkennen die Mimik der Menschen, können in ihren Gesichtern “lesen”, ihre Stimmung deuten.

Sehen ist der meist gebrauchte Sinn, mit ihm erfassen wir ca. 80% der Informationen, die fur uns wichtig sind.

Aber der Seh-Sinn liefert uns eben nicht alle Informationen.  Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich mich von dem blauen Himmel und dem Sonnenschein habe verleiten lassen, ohne Jacke aus dem Haus zu gehen. Mein Tastsinn hat mir dann zu verstehen gegeben, mir doch eine Jacke überzuziehen.

Unser Hörsinn vermittelt uns viele Informationen aus zweiter Hand, durch das gesprochene Wort, aus Unterhaltungen, Nachrichtensendungen und Berichten. Das hat sowohl Vorteile , als auch Nachteile.

Ich kann einerseits die Erfahrungen anderer für meine eigene Entscheidung nutzen. Anderseits kann ich dadruch manipuliert werden, also in eine von den anderen gewünschte Richtung gelenkt werden.

Das sollten wir bei allem was wir hören auch bedenken, Wir tun gut daran, dennoch unsere eigene Entscheidung zu treffen und nicht alles Gesagte als “bare Münze” zu nehmen.

Musik ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie wir uns von den Schöpfungen anderer begeistern lassen können. Musik zum Inspirieren und Enspannen, je nachdem.

Am schönsten für mich ist es, der Natur zu lauschen, dem Gezwischer der Vögel, dem Rauschen des Windes, wenn er durch die Baumwipfel fährt, dem Klopfen der Regentropfen oder dem Knacken im Unterholz – und dabei ganz tief durchatmen, die frische Luft, einatmen.

Den Geruch jeder Jahreszeit wahrnehmen, das feuchte Laub, frisches Heu, umgepflügte Erde, Blumenduft, Geruch von frisch geschlagenem Holz.

Jeder Spaziergang ist auch ein Geruchserlebnis. Gerade jetzt im nahenden Herbst haben wir auch viel für unsere Geschmacksknospen zu bieten. Die reifen Äpfel, Pflaumen und Birnen sind so saftig und voller Geschmack, dass uns das Wasser im Mund zusammenläuft.

Nehmen wir das voller Aufmerksamkeit wahr, dann erleben wir einen viel intensiveren Genuss.  Wir können einem Apfel unsere gesamte Aufmerksamkeit schenken, seine runde Form, seine rot-grün-gelbliche Färbung, die glatte, glänzende Haut fühlen, den süßlichen Geruch, den süß-sauren Geschmack, das Knacken beim rein beißen und dann das Glücksgefühl, das sich einstellt beim Essen, diese wohlige Zufriedenheit.

All das vermag Aufmerksamkeit, wenn wir sie richtig anwenden, im Hier und Jetzt, genau in dem Moment unseres Tuns.

Dabei ist es egal, ob wir einen Apfel essen, das Geschirr spülen oder uns mit jemanden unterhalten.

Es ist das Einfache, was so schwer zu machen ist, aber es ist immer einen Versuch wert für ein entspanntes Leben.

Alles Liebe

 

Evi

Auf dem Foto ist der Kräutergarten des Schlosshotels Groß Plasten.

Ein tolles Terrain für unseren Geruchs- und Geschmackssinn.

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