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Angst

Das Gefühl, das mich am meisten in meinem Leben beherrscht und mich daran gehindert hat voller Freude durchs Leben zu gehen, das war die Angst.

Angst war ständig Begleiter in meinem Leben, meist unterschwellig nagte sie an meinem Selbstbewusstsein.

Kindererziehung basiert zum großen Teil auf der Manipulation mit der Angst.”Wenn Du nicht artig bist, dann…”

Wir alle haben es selbst erlebt und bei eigenen und anderen Kindern angewendet – wenn auch unbewusst.

Die Gesellschaft manipuliert mit der Angst vor Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität. Die Sicherheitsbranche lebt von der Angst vor Einbrüchen, die Kosmetikindustrie von der Angst vorm Altern, die Pharmaindurstrie von der Angst vor Krankheiten. Die Wirtschaft schürt die Angst vor der Inflation und Arbeitslosigkeit.

Angst ist zum einträglichen Geschäft in der Politik geworden, die Rüstungsindurstrie verschlingt Milliarden und hält die Angst vor Aggressoren am Kochen. Anst ist die beste Kapitalanlage für diejenigen, die mit der Angst die anderen ausbeuten.

Wenn Angst uns beherrscht, sind wir besser beherrschbar, lassen wir uns leichter manipulieren, führen.

Wir sind dann bereit Dinge zu tun, die wir normalerweise ablehnen würden.

Angst bringt uns dazu mit anderen zu konkurrieren, Misstrauen zu haben, uns abzukapseln, unser eigenes Ding zu machen.

Angst versetzt uns permanent unter Anspannung. Wir neigen dazu auf die anderen aufzupassen, zu beobachten, ob ein Hinterhalt auf uns lauert.

Angst verschlingt Energie wie ein ‘Schwarzes Loch’, es zehrt uns aus.Sie beherrscht unsere Gedanken.

Wer dies in aller Heftigkeit und ausdauern erlebt hat, der wünscht sich nichts sehnlicher, als dieser alles beherrschenden Angst zu entkommen. Gedanken an den Tod fühlen sich dann leicht an, erscheint es doch als Ausweg für ein Ende der Angst.

Diese Menschen laufen seit Jahren dieser immer mächtiger werdenden Angst davon, wohlwissend, dass es nicht funktioniert, denn die Angst holt sie immer wieder ein.

Es hilft nur Eines – sich der eigenen Angst stellen, sie genau anzusehen.

Angst ist kein Ding zum Anfassen oder was wir genau beschreiben können.

Angst ist “nur” ein Gefühl, ein Produkt unserer Gedanken. Wir produzieren und nähren diese Angst durch unsere angsterfüllenden Gedanken und tragen selbst dazu bei, dass sie immer größer wird – ohne uns dessen bewusst zu sein. Wir lassen uns auch leicht durch andere negativ beeinflussen. Wir sind es, die es zulassen, zu uns lassen. Wir sind es auch, die es sein lassen können, sich dieser Argumente anzunehmen und damit die eigene Angst noch schören.

“Wir sind unseres eigenes Glückes Schmied.” Dazu müssen wir unser eigenes Feuer schüren, ein Feuer angefacht von Mut und Zuversicht.

Stellen wir uns unseren Ängsten, dann können wir feststellen, dass sie gar nicht so groß sind, wie sie in unseren Gedanken sind.

Ich habe meine Ängste vor einigen Jahren überwunden.

Ich habe mir die Frage gestellt: ‘Was passiert im schlimmsten Fall?’ ‘Welche Möglichkeiten gibt es noch?’

Allein das Gefühl gedanklich nicht mehr der Angst ausgeliefert zu sein war so erleichternd für mich.

Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, auch wenn diese nicht die wünschenswerten Alternativen sind, aber mit jeder Möglichkeit die Angst zu verkleinern tun sich neue bessere Möglichkeiten auf, die Mut machen.

Heute machen mir Probleme und Schwierigkeiten keine Angst, ich sehe sie als Lektionen, die ich lernen muss. Ich schau sie mir an, sortiere, ob es mein Problem ist oder ob ein anderer sein Problem bei mir abgeladen hat. Ich kann dann die Probleme der anderen (auch der familiären) jetzt liegen lassen, denn es hilft ihnen wenig, wenn ich versuche sie zu lösen.

Jeder muss seine eigenen Probleme und Ängste lösen, d. h. genau ansehen und nicht weglaufen.

Oft belasten wir uns mit Ängsten, die andere uns aufbürden.   Weg damit !

Ängste haben oft einen Bezug zu alten Verhaltensmustern aus der Kindheit. Haben wir den Bezug gefunden, dann lösen sich oft die Ängste damit auf.

Es ist ein Prozess, der Mut erfordert und Verständnis für uns selbst. Wir müssen verstehen lernen, dass wir immer eine Wahl haben uns neu zu entscheiden. Wir können alte Verhaltensmuster aus der Kindheit ablegen, wir brauchen sie nicht mehr.

Alles ist möglich, wenn wir es wollen!

Alles Liebe!

Evi

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